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BEZEICHNUNG
getino - die eindeutige Inode-Nummer ausgeben, die einem Prozessdateideskriptor oder Namensraum für eine gegebene PID zugeordnet ist
ÜBERSICHT
getino [--pidfs|--cgroupns|--ipcns|--netns|--mntns|--pidns|--timens|--userns|--utsns] [--print-pid|-p] PID[:Inode] …
getino [--print-pid|-p] PID[:Inode] …
getino PID[:Inode] …
BESCHREIBUNG
getino ist ein einfacher Befehl, der die Inode-Nummern ausgibt, die mit dem Prozessdateideskriptor (pidfd) oder Namensraum für alle ihm als Argumente übergebenen Prozess-IDs (PIDs) verknüpft sind.
Der Kernel garantiert, dass die Inode-Nummer, die dem Dateideskriptor eines Prozesses zugeordnet ist, während des aktuellen Bootzyklus nicht wiederverwendet wird. Daher kann ein Prozess eindeutig durch seine Prozess-ID (PID) und die Inode-Nummer identifiziert werden, praktischerweise im Format PID:Inode. Dies ermöglicht beispielsweise die konfliktfreie Signalisierung von Prozessen mit kill(1), welches das oben genannte PID-Format akzeptiert.
Die einem Namensraum für einen bestimmten Prozess zugeordneten Inode-Nummern sind im Wesentlichen Namensraum-IDs und identisch mit der von /proc/pid/ns/Namensraumtyp gemeldeten Inode-Nummer. Weitere Details finden Sie in namespaces(7).
OPTIONEN
-p, --print-pid
--pidfs
--cgroupns
--ipcns
--netns
--mntns
--pidns
--timens
--userns
--utsns
-h, --help
-V, --version
EXIT-STATUS
getino hat die folgenden Exit-Status-Werte:
0
1
ANMERKUNGEN
getino benötigt Unterstützung für das Pseudo-Dateisystem pidfs (eingeführt in Linux Version 6.9), um einen gültigen Inode für einen Prozessdateideskriptor abzurufen.
AUTOREN
Christian Goeschel Ndjomouo <cgoesc2@wgu.edu>
SIEHE AUCH
FEHLER MELDEN
Nutzen Sie zum Melden von Fehlern das Fehlererfassungssystem https://github.com/util-linux/util-linux/issues.
VERFÜGBARKEIT
Der Befehl getino ist Teil des Pakets util-linux, welches aus dem Linux-Kernel-Archiv https://www.kernel.org/pub/linux/utils/util-linux/ heruntergeladen werden kann.
| 2026-04-01 | util-linux 2.42 |