GETINO(1) Dienstprogramme fur Benutzer GETINO(1) BEZEICHNUNG getino - die eindeutige Inode-Nummer ausgeben, die einem Prozessdateideskriptor oder Namensraum fur eine gegebene PID zugeordnet ist UBERSICHT getino [--pidfs|--cgroupns|--ipcns|--netns|--mntns|--pidns|--timens|--userns|--utsns] [--print-pid|-p] PID[:Inode] getino [--print-pid|-p] PID[:Inode] getino PID[:Inode] BESCHREIBUNG getino ist ein einfacher Befehl, der die Inode-Nummern ausgibt, die mit dem Prozessdateideskriptor (pidfd) oder Namensraum fur alle ihm als Argumente ubergebenen Prozess-IDs (PIDs) verknupft sind. Der Kernel garantiert, dass die Inode-Nummer, die dem Dateideskriptor eines Prozesses zugeordnet ist, wahrend des aktuellen Bootzyklus nicht wiederverwendet wird. Daher kann ein Prozess eindeutig durch seine Prozess-ID (PID) und die Inode-Nummer identifiziert werden, praktischerweise im Format PID:Inode. Dies ermoglicht beispielsweise die konfliktfreie Signalisierung von Prozessen mit kill(1), welches das oben genannte PID-Format akzeptiert. Die einem Namensraum fur einen bestimmten Prozess zugeordneten Inode-Nummern sind im Wesentlichen Namensraum-IDs und identisch mit der von /proc/pid/ns/Namensraumtyp gemeldeten Inode-Nummer. Weitere Details finden Sie in namespaces(7). OPTIONEN -p, --print-pid gibt sowohl die PID als auch den Inode des PID-Verzeichnisses/Namensraums getrennt durch einen Doppelpunkt >>:<< in der jeweiligen Reihenfolge aus. Diese Formatkonvention kann verwendet werden, um Prozesse auf eine konfliktfreie Weise anzusprechen, zum Beispiel fur die Signalisierung mit dem Befehl kill(1). --pidfs gibt die eindeutige Inode-Nummer fur den pidfs-Dateideskriptor eines Prozesses aus. --cgroupns gibt die eindeutige Inode-Nummer des Cgroup-Namensraums aus. Siehe cgroup_namespaces(7). --ipcns gibt die eindeutige IPC-Namensraum-Inode-Nummer aus. Siehe ipc_namespaces(7). --netns gibt die eindeutige Inode-Nummer des Netzwerk-Namensraums aus. Siehe network_namespaces(7). --mntns gibt die eindeutige Einhange-Namensraum-Inode-Nummer aus. Siehe mount_namespaces(7). --pidns gibt die eindeutige PID-Namensraum-Inode-Nummer aus. Siehe pid_namespaces(7). --timens gibt die eindeutige Zeit-Namensraum-Inode-Nummer aus. Siehe time_namespaces(7). --userns gibt die eindeutige Benutzer-Namensraum-Inode-Nummer aus. Siehe user_namespaces(7). --utsns gibt die eindeutige UTS-Namensraum-Inode-Nummer aus. Siehe uts_namespaces(7). -h, --help zeigt einen Hilfetext an und beendet das Programm. -V, --version zeigt Versionsinformationen an und beendet das Programm. EXIT-STATUS getino hat die folgenden Exit-Status-Werte: 0 Erfolg 1 Nicht naher bezeichneter Fehler. ANMERKUNGEN getino benotigt Unterstutzung fur das Pseudo-Dateisystem pidfs (eingefuhrt in Linux Version 6.9), um einen gultigen Inode fur einen Prozessdateideskriptor abzurufen. AUTOREN Christian Goeschel Ndjomouo SIEHE AUCH kill(1) pidfd_open(2) namespaces(7) FEHLER MELDEN Nutzen Sie zum Melden von Fehlern das Fehlererfassungssystem . VERFUGBARKEIT Der Befehl getino ist Teil des Pakets util-linux, welches aus dem Linux-Kernel-Archiv heruntergeladen werden kann. util-linux 2.42 2026-04-01 GETINO(1)