.\" -*- coding: UTF-8 -*- '\" t .\"******************************************************************* .\" .\" This file was generated with po4a. Translate the source file. .\" .\"******************************************************************* .TH TIMEDATECTL 1 "" "systemd 260.1" timedatectl .ie \n(.g .ds Aq \(aq .el .ds Aq ' .\" ----------------------------------------------------------------- .\" * Define some portability stuff .\" ----------------------------------------------------------------- .\" ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ .\" http://bugs.debian.org/507673 .\" http://lists.gnu.org/archive/html/groff/2009-02/msg00013.html .\" ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ .\" ----------------------------------------------------------------- .\" * set default formatting .\" ----------------------------------------------------------------- .\" disable hyphenation .nh .\" disable justification (adjust text to left margin only) .ad l .\" ----------------------------------------------------------------- .\" * MAIN CONTENT STARTS HERE * .\" ----------------------------------------------------------------- .SH BEZEICHNUNG timedatectl \- Systemdatum und \-uhrzeit steuern .SH ÜBERSICHT .HP \w'\fBtimedatectl\fR\ 'u \fBtimedatectl\fP [\fIOPTIONEN\fP…] {\fIBEFEHL\fP} .SH BESCHREIBUNG .PP \fBtimedatectl\fP kann zur Abfrage und Änderung der Systemuhr und ihrer Einstellungen sowie zur (De)aktivierung der Zeitsynchronisationsdienste verwandt werden\&. .PP Verwenden Sie \fBsystemd\-firstboot\fP(1), um die Systemzeitzone für eingehängte (aber nicht gestartete) System\-Abbilder zu initialisieren\&. .PP \fBtimedatectl\fP kann zur Anzeige des aktuellen Status von Zeitsynchronisationsdiensten wie beispielsweise \fBsystemd\-timesyncd.service\fP(8) verwandt werden\&. .SH BEFEHLE .PP Die folgenden Befehle werden verstanden: .PP \fBstatus\fP .RS 4 Zeigt die aktuellen Einstellungen der Systemuhr und der RTC an, einschließlich der Tatsache, ob Netzwerkzeitsynchronisation aktiv ist\&. Falls kein Befehl angegeben ist, ist dies die implizite Vorgabe\&. .sp Hinzugefügt in Version 195\&. .RE .PP \fBshow\fP .RS 4 Zeigt die gleichen Informationen wie \fBstatus\fP, aber in maschinenlesbarer Form\&. Dieser Befehl kann immer dann eingesetzt werden, wenn eine Computer\-auswertbare Ausgabe benötigt wird\&. Verwenden Sie \fBstatus\fP, wenn Sie menschenlesbare, formatierte Ausgabe wünschen\&. .sp Standardmäßig werden leere Eigenschaften unterdrückt\&. Verwenden Sie \fB\-\-all\fP, um diese auch anzuzeigen\&. Um die anzuzeigenden Eigenschaften auszuwählen, verwenden Sie \fB\-\-property=\fP\&. .sp Hinzugefügt in Version 239\&. .RE .PP \fBset\-time [ZEIT]\fP .RS 4 Setzt die Systemuhr auf den angegebenen Zeitstempel\&. Dies wird auch die RTC\-Zeit entsprechend aktualisieren\&. Der Zeitstempel kann im Format »2012\-10\-30 18:17:16« angegeben werden\&. Siehe \fBsystemd.time\fP(7) zu weiteren Details über das akzeptierte Zeitstempelformat\&. .sp Hinzugefügt in Version 195\&. .RE .PP \fBset\-timezone [ZEITZONE]\fP .RS 4 Setzt die Systemzeitzone auf den angegebenen Wert\&. Verfügbare Zeitzonen können mit \fBlist\-timezones\fP aufgelistet werden\&. Falls die RTC konfiguriert wurde, in der lokalen Zeit zu sein, wird dies auch die RTC\-Zeit aktualisieren\&. Dieser Aufruf wird den Symlink /etc/localtime ändern\&. Siehe \fBlocaltime\fP(5) für weitere Informationen\&. .sp Hinzugefügt in Version 195\&. .RE .PP \fBlist\-timezones\fP .RS 4 Listet die verfügbaren Zeitzonen, eine pro Zeile, auf\&. Einträge aus dieser Liste können mit \fBset\-timezone\fP als Systemzeitzone gesetzt werden\&. .sp Hinzugefügt in Version 195\&. .RE .PP \fBset\-local\-rtc [LOGISCH]\fP .RS 4 Akzeptiert ein logisches Argument\&. Falls »0«, ist das System konfiguriert, die RTC in Weltzeit zu halten\&. Falls »1«, wird es die RTC stattdessen in lokaler Zeit halten\&. Beachten Sie, dass das Halten der RTC in der lokalen Zeitzone nicht vollständig unterstützt und verschiedene Probleme bei Zeitzonenänderungen und Sommerzeitanpassungen hervorrufen wird\&. Falls irgendwie möglich, halten Sie die RTC im UTC\-Modus\&. Beachten Sie, dass dieser Aufruf auch die RTC aus der Systemuhr synchronisieren wird, außer \fB\-\-adjust\-system\-clock\fP wird übergeben (siehe oben)\&. Wie in \fBhwclock\fP(8) dokumentiert, wird dieser Befehl die dritte Zeile von /etc/adjtime ändern\&. .sp Hinzugefügt in Version 195\&. .RE .PP \fBset\-ntp [LOGISCH]\fP .RS 4 Akzeptiert ein logisches Argument\&. Steuert, ob Netzwerkzeitsynchronisation aktiviert und aktiv ist (falls verfügbar)\&. Falls das Argument true ist, aktiviert und startet dies den ersten bestehenden Netzwerksynchronisationsdienst\&. Falls das Argument false ist, dann deaktiviert und stoppt dies alle bekannten Netzwerksynchronisationsdienste\&. Die Art, wie die Liste der Dienste aufgebaut wird, wird in \fBsystemd\-timedated.service\fP(8) beschrieben\&. .sp Hinzugefügt in Version 195\&. .RE .SS systemd\-timesyncd\-Befehle .PP Die folgenden Befehle sind für \fBsystemd\-timesyncd.service\fP(8) spezifisch\&. .PP \fBtimesync\-status\fP .RS 4 Zeigt den aktuellen Status von \fBsystemd\-timesyncd.service\fP(8)\&. Falls \fB\-\-monitor\fP angegeben ist, dann wird dies die Statusaktualisierungen überwachen\&. .sp Hinzugefügt in Version 239\&. .RE .PP \fBshow\-timesync\fP .RS 4 Zeigt die gleichen Informationen wie \fBtimesync\-status\fP, aber in maschinenlesbarer Form\&. Dieser Befehl kann immer dann eingesetzt werden, wenn eine Computer\-auswertbare Ausgabe benötigt wird\&. Verwenden Sie \fBtimesync\-status\fP, wenn Sie menschenlesbare, formatierte Ausgabe wünschen\&. .sp Standardmäßig werden leere Eigenschaften unterdrückt\&. Verwenden Sie \fB\-\-all\fP, um diese auch anzuzeigen\&. Um die anzuzeigenden Eigenschaften auszuwählen, verwenden Sie \fB\-\-property=\fP\&. .sp Hinzugefügt in Version 239\&. .RE .PP \fBntp\-servers \fP\fISCHNITTSTELLE\fP\fB \fP\fISERVER\fP\fB…\fP .RS 4 Setzt die für die NTP\-Dienste spezifische Schnittstelle\&. Dieser Befehl kann nur verwandt werden, wenn die Schnittstelle durch \fBsystemd\-networkd\fP verwaltet wird\&. .sp Hinzugefügt in Version 243\&. .RE .PP \fBrevert \fP\fISCHNITTSTELLE\fP .RS 4 Nimmt die schnittstellenspezifischen NTP\-Server zurück\&. Dieser Befehl kann nur verwandt werden, wenn die Schnittstelle durch \fBsystemd\-networkd\fP verwaltet wird\&. .sp Hinzugefügt in Version 243\&. .RE .SH OPTIONEN .PP Die folgenden Optionen werden verstanden: .PP \fB\-\-adjust\-system\-clock\fP .RS 4 Synchronisiert, falls \fBset\-local\-rtc\fP aufgerufen und diese Option übergeben wird, die Systemuhr von der RTC (Echtzeituhr, »Real Time Clock«) erneut\&. Dabei werden die neuen Einstellungen berücksichtigt\&. Andernfalls wird die RTC von der Systemuhr synchronisiert\&. .sp Hinzugefügt in Version 195\&. .RE .PP \fB\-\-monitor\fP .RS 4 Falls \fBtimesync\-status\fP aufgerufen und diese Option übergeben wird, dann überwacht \fBtimedatectl\fP den Status von \fBsystemd\-timesyncd.service\fP(8) und aktualisiert die Ausgaben\&. Verwenden Sie Strg+C, um die Überwachung zu beenden\&. .sp Hinzugefügt in Version 239\&. .RE .PP \fB\-a\fP, \fB\-\-all\fP .RS 4 Zeigt beim Darstellen der Eigenschaften von \fBsystemd\-timesyncd.service\fP(8) alle Eigenschaften unabhängig davon, ob sie gesetzt sind oder nicht, an\&. .sp Hinzugefügt in Version 239\&. .RE .PP \fB\-p\fP, \fB\-\-property=\fP .RS 4 Begrenzt bei der Anzeige der Eigenschaften von \fBsystemd\-timesyncd.service\fP(8) die Darstellung auf bestimmte, als Argument angegebene Eigenschaften\&. Falls nicht angegeben, werden alle gesetzten Eigenschaften angezeigt\&. Das Argument sollte ein Eigenschaftsname wie »ServerName« sein\&. Falls mehr als einmal angegeben, werden alle Eigenschaften mit den angegebenen Namen angezeigt\&. .sp Hinzugefügt in Version 239\&. .RE .PP \fB\-\-value\fP .RS 4 Gibt nur den Wert aus und überspringt den Eigenschaftsnamen und »=«, wenn Eigenschaften mit \fBshow\-timesync\fP ausgegeben werden\&. .sp Hinzugefügt in Version 239\&. .RE .PP \fB\-P\fP .RS 4 Äquivalent zu \fB\-\-value\fP \fB\-\-property=\fP, d\&.h\&. zeigt den Wert der Eigenschaft ohne den Eigenschaftsnamen oder »=«\&. Beachten Sie, dass die einmalige Verwendung von \fB\-P\fP auch die mit \fB\-p\fP/\fB\-\-property=\fP aufgeführten Eigenschaften betrifft\&. .sp Hinzugefügt in Version 256\&. .RE .PP \fB\-H\fP, \fB\-\-host=\fP .RS 4 Führt die Aktion aus der Ferne aus\&. Geben Sie den Rechnernamen oder einen Benutzernamen und Rechnernamen (getrennt durch »@«) an, zu dem verbunden werden soll\&. Dem Rechnernamen darf optional ein Port, auf dem SSH auf Anfragen wartet, getrennt durch »:« und dann ein Container\-Name, abgetrennt durch »/«, folgen, womit direkt zu einem bestimmten Container auf dem angegebenen Rechner verbunden wird\&. Dies verwendet SSH, um mit der Maschinen\-Verwalterinstanz auf dem Rechner in der Ferne zu kommunizieren\&. Container\-Namen dürfen mit \fBmachinectl \-H \fP\fIRECHNER\fP aufgezählt werden\&. Setzen Sie IPv6\-Adressen in Klammern\&. .RE .PP \fB\-M\fP, \fB\-\-machine=\fP .RS 4 Führt die Aktion in einem lokalen Container aus\&. Geben Sie den Namen des Containers an, zu dem verbunden werden soll\&. Optional kann diesem ein Benutzername, abgetrennt durch ein »@«\-Zeichen, als der verbunden werden soll, vorangestellt werden\&. Falls die besondere Zeichenkette »\&.host« anstelle des Container\-Names verwandt wird, wird eine Verbindung zu dem lokalen System aufgebaut (das ist nützlich, um sich zu dem Benutzerbus eines bestimmten Benutzers zu verbinden: »\-\-user \-\-machine=lennart@\&.host«\&. Falls die »@«\-Syntax nicht verwandt wird, wird die Verbindung als Benutzer »root« vorgenommen\&. Falls die »@«\-Syntax verwandt wird, kann entweder die linke oder die rechte Seite fortgelassen werden (aber nicht beide)\&. In diesem Fall wird der lokale Benutzername und »\&.host« angenommen\&. .RE .PP \fB\-\-no\-ask\-password\fP .RS 4 Befragt den Benutzer nicht für Authentifizierung für privilegierte Aktionen\&. .RE .PP \fB\-h\fP, \fB\-\-help\fP .RS 4 Zeigt einen kurzen Hilfetext an und beendet das Programm\&. .RE .PP \fB\-\-version\fP .RS 4 Zeigt eine kurze Versionszeichenkette an und beendet das Programm\&. .RE .PP \fB\-\-no\-pager\fP .RS 4 Leitet die Ausgabe nicht an ein Textanzeigeprogramm weiter\&. .RE .SH EXIT\-STATUS .PP Bei Erfolg wird 0 zurückgegeben, anderenfalls ein Fehlercode ungleich Null\&. .SH UMGEBUNGSVARIABLEN .PP \fI$SYSTEMD_LOG_LEVEL\fP .RS 4 Die maximale Protokollierstufe für ausgegebene Meldungen (Meldungen mit einer höheren Protokollierstufe, d\&.h\&. weniger wichtige, werden unterdrückt)\&. Akzeptiert eine Kommata\-getrennte Liste von Werten\&. Ein Wert kann einer der folgenden sein (in Reihenfolge absteigender Bedeutung): \fBemerg\fP, \fBalert\fP, \fBcrit\fP, \fBerr\fP, \fBwarning\fP, \fBnotice\fP, \fBinfo\fP, \fBdebug\fP oder eine Ganzzahl im Bereich 0…7\&. Siehe \fBsyslog\fP(3) für weitere Informationen\&. Jedem Wert kann optional eine Zeichenkette aus \fBconsole\fP, \fBsyslog\fP, \fBkmsg\fP oder \fBjournal\fP gefolgt von einem Doppelpunkt vorangestellt werden, um die maximale Protokollierstufe für dieses spezielle Protokollierziel zu setzen (d\&.h\&. \fBSYSTEMD_LOG_LEVEL=debug,console:info\fP legt fest, dass auf der Stufe »debug« protokolliert werden soll, außer beim Protokollieren auf die Konsole, die auf Stufe »info« erfolgen soll)\&. Beachten Sie, dass die globale maximale Protokollierstufe Priorität gegenüber jeder zielbezogenen maximalen Protokollierstufe hat\&. .RE .PP \fI$SYSTEMD_LOG_COLOR\fP .RS 4 Ein logischer Wert\&. Falls true, werden auf das TTY geschriebene Nachrichten gemäß ihrer Priorität eingefärbt\&. .sp Diese Einstellung ist nur nützlich, falls die Nachrichten direkt auf das Terminal geschrieben werden, da \fBjournalctl\fP(1) und andere Werkzeuge, die Protokolle anzeigen, selbständig Nachrichten gemäß ihrer Protokollierungsstufe einfärben\&. .RE .PP \fI$SYSTEMD_LOG_TIME\fP .RS 4 Ein logischer Wert\&. Falls true, wird den Protokollnachrichten der Konsole ein Zeitstempel vorangestellt\&. .sp Diese Einstellung ist nur nützlich, falls die Nachrichten direkt auf das Terminal oder in eine Datei geschrieben werden, da \fBjournalctl\fP(1) und andere Werkzeuge, die Protokolle anzeigen, selbständig Zeitstempel basierend auf ihren Metadaten den Nachrichten anhängen\&. .RE .PP \fI$SYSTEMD_LOG_LOCATION\fP .RS 4 Ein logischer Wert\&. Falls true, wird den Protokollnachrichten ein Dateiname und eine Zeilenummer in dem Quellcode, aus dem die Nachrichten stammen, vorangestellt\&. .sp Beachten Sie, dass der Protokollierort sowieso oft als Metadaten zu den Journal\-Einträgen angehängt ist\&. Die Aufnahme in den Nachrichtentext kann bei der Fehlersuche in Programmen dennoch praktisch sein\&. .RE .PP \fI$SYSTEMD_LOG_TID\fP .RS 4 Ein logischer Wert\&. Falls true, wird den Nachrichten die aktuelle numerische Thread\-Kennung (TID) vorangestellt\&. .sp Beachten Sie, dass diese Informationen sowieso als Metadaten an Journal\-Einträge angehängt wird\&. Die Aufnahme direkt im Nachrichtentext kann aber trotzdem bei der Fehlersuche in Programmen praktisch sein\&. .RE .PP \fI$SYSTEMD_LOG_TARGET\fP .RS 4 Das Ziel für Protokolliernachrichten\&. Entweder \fBconsole\fP (auf das angehängte TTY protokollieren), \fBconsole\-prefixed\fP (auf das angehängte TTY protokollieren, aber die Protokollierstufe und »Einrichtung« voranstellen, siehe \fBsyslog\fP(3)), \fBkmsg\fP (in den zirkulären Kernel\-Protokollpuffer protokollieren), \fBjournal\fP (in das Journal protokollieren), \fBjournal\-or\-kmsg\fP (in das Journal protokollieren, falls verfügbar, und andernfalls nach Kmsg), \fBauto\fP (das geeignete Protokollierziel automatisch ermitteln, die Vorgabe) oder \fBnull\fP (die Protokollierung deaktivieren)\&. .RE .PP \fI$SYSTEMD_LOG_RATELIMIT_KMSG\fP .RS 4 Ob Kmsg ratenlimitiert werden soll oder nicht\&. Akzeptiert einen logischen Wert\&. Standardmäßig »true«\&. Falls deaktiviert, wird Systemd die nach Kmsg geschriebenen Meldungen nicht ratenlimitieren\&. .RE .PP \fI$SYSTEMD_PAGER\fP, \fI$PAGER\fP .RS 4 Zu verwendendes Textanzeigeprogramm, wenn \fB\-\-no\-pager\fP nicht angegeben ist\&. Falls gesetzt, wird \fI$SYSTEMD_PAGER\fP verwandt, andernfalls \fI$PAGER\fP\&. setzt \fI$PAGER\fP außer Kraft\&. Falls weder \fI$SYSTEMD_PAGER\fP noch \fI$PAGER\fP gesetzt sind, wird eine Reihe wohlbekannter Implementierungen von Textanzeigeprogrammen der Reihe nach ausprobiert, einschließlich \fBless\fP(1) und \fBmore\fP(1), bis eines gefunden wird\&. Falls keine Implementierung eines Textanzeigeprogramms gefunden wird, wird keines aufgerufen\&. Setzen dieser Umgebungsvariablen auf die leere Zeichenkette oder den Wert »cat« ist äquivalent zur Übergabe von \fB\-\-no\-pager\fP\&. .sp Beachten Sie: Falls \fI$SYSTEMD_PAGERSECURE\fP nicht gesetzt ist, können \fI$SYSTEMD_PAGER\fP und \fI$PAGER\fP nur zum Deaktivieren des Seitenanzeigeprogramms (mit »cat« oder »«) verwandt werden und werden ansonsten ignoriert\&. .RE .PP \fI$SYSTEMD_LESS\fP .RS 4 Setzt die an \fBless\fP übergebenen Optionen (standardmäßig »FRSXMK«) außer Kraft\&. .sp Benutzer könnten insbesondere zwei Optionen ändern wollen: .PP \fBK\fP .RS 4 Diese Option weist das Textanzeigeprogramm an, sich sofort beim Druck von Strg\-C zu beenden\&. Um \fBless\fP die Handhabung von Strg\-C selbst zum Umschalten auf die Eingabeaufforderung zu erlauben, setzen Sie diese Option zurück\&. .sp Falls der Wert von \fI$SYSTEMD_LESS\fP kein »K« enthält und \fBless\fP das aufgerufene Textanzeigeprogramm ist, wird Strg+C durch das Programm ignoriert und muss durch das Textanzeigeprogramm selbst gehandhabt werden\&. .RE .PP \fBX\fP .RS 4 Diese Option weist das Textanzeigeprogramm an, keine Termcap\-Initialisierungs\- und \-Deinitalisierungszeichenketten an das Terminal zu senden\&. Dies ist standardmäßig gesetzt, damit die Darstellung von Befehlen selbst nach dem Beenden des Textanzeigeprogramms sichtbar bleibt\&. Allerdings stehen dadurch einige Funktionen des Textanzeigeprogramms nicht zur Verfügung; insbesondere ist das Scrollen in der Ausgabe mit der Maus nicht möglich\&. .RE .sp Beachten Sie, dass das Setzen der regulären Umgebungsvariablen \fI$LESS\fP keine Auswirkungen auf die Ausführung von \fBless\fP(1) durch \fBsystemd\fP(1)\-Werkzeuge hat\&. .sp Siehe \fBless\fP(1) für weitere Ausführungen\&. .RE .PP \fI$SYSTEMD_LESSCHARSET\fP .RS 4 Setzt den an \fBless\fP zu übergebenden Zeichensatz (standardmäßig »utf\-8«, falls das aufrufende Terminal als UTF\-8\-kompatibel erkannt wurde) außer Kraft\&. .sp Beachten Sie, dass das Setzen der regulären Umgebungsvariablen \fI$LESSCHARSET\fP keine Auswirkungen auf die Ausführungen von \fBless\fP(1) durch \fBsystemd\fP(1)\-Werkzeuge hat\&. .RE .PP \fI$SYSTEMD_PAGERSECURE\fP .RS 4 Typische Seitenanzeigeprogramme wie \fBless\fP(1) unterstützen nebem dem seitenweisen Anzeigen (d\&.h\&. dem Durchlaufen der Ausgabe) das Öffnen von oder Schreiben in andere Dateien und die Ausführung von beliebigen Shell\-Befehlen\&. Werden Befehle mit erhöhten Berechtigungen, beispielsweise unter \fBsudo\fP(8) oder \fBpkexec\fP(1), aufgerufen, wird das Seitenanzeigeprogramm zur Sicherheitsgrenze\&. Es muss darauf geachtet werden, dass nur Programme mit streng begrenzter Funktionalität als Seitenanzeigeprogramm verwandt werden und unerwünschte interaktive Funktionalitäten wie das Öffnen oder Erstellen von neuen Dateien oder das Starten von Subprozessen nicht erlaubt sind\&. Der »Sichere Modus« für das Seitenanzeigeprogramm kann wie nachfolgend beschrieben aktiviert werden, \fIfalls das Seitenanzeigeprogramm dies unterstützt\fP (die meisten Seitenanzeigeprogramme sind nicht so geschrieben, dass sie dies berücksichtigen)\&. Es wird empfohlen, den »Sicheren Modus« explizit zu aktivieren oder das Seitenanzeigeprogramm komplett mittels \fB\-\-no\-pager\fP oder \fIPAGER=cat\fP zu deaktivieren, wenn nicht vertrauenswürdigen Benutzern die Ausführung von Programmen mit erhöhten Privilegien erlaubt wird\&. .sp Diese Option akzeptiert ein logisches Argument\&. Ist es auf »true« gesetzt, wird der »Sichere Modus« des Seitenanzeigeprogramms aktiviert\&. Im »Sicheren Modus« wird \fBLESSSECURE=1\fP beim Aufruf des Seitenanzeigeprogramms gesetzt\&. Dies weist das Seiteanzeigeprogramm an, Befehle zum Öffnen oder Erstellen von neuen Dateien sowie das Starten von Subprozessen zu deaktivieren\&. Derzeit ist nur von \fBless\fP(1) bekannt, dass es diese Variable versteht und den »Sicheren Modus« implementiert\&. .sp Ist diese Variable auf »false« gesetzt, unterliegt das Seitenanzeigeprogramm keinen Beschränkungen\&. Setzen auf \fISYSTEMD_PAGERSECURE=0\fP oder das Beibehalten der Variable von der geerbten Umgebung könnte den Benutzern die Ausführung beliebiger Befehle erlauben\&. .sp Ist \fI$SYSTEMD_PAGERSECURE\fP nicht gesetzt, versuchen die Systemd\-Werkzeuge automatisch herauszufinden, ob der »Sicheren Modus« aktiviert werden soll und ob das Seitenanzeigeprogramm dies unterstützt\&. Der »Sichere Modus« wird aktiviert, falls die effektive UID nicht mit der UID des Eigentümers der Anmeldesitzung übereinstimmt, siehe \fBgeteuid\fP(2) und \fBsd_pid_get_owner_uid\fP(3), oder wenn die Ausführung unter Werkzeugen wie \fBsudo\fP(8) oder ähnlichem erfolgt (\fI$SUDO_UID\fP ist gesetzt \&\s-2\u[1]\d\s+2)\&. In diesen Fällen wird \fISYSTEMD_PAGERSECURE=1\fP gesetzt und Seitenanzeigeprogramme, von denen nicht bekannt ist, dass sie den »Sicheren Modus« unterstützen, werden überhaupt nicht verwandt\&. Beachten Sie, dass diese automatische Erkennung nur die typischsten Mechanismen zur Erlangung von Privilegien abdeckt und dem Komfort dient\&. Es wird empfohlen, explizit \fI$SYSTEMD_PAGERSECURE\fP zu setzen oder das Seitenanzeigeprogramm zu deaktivieren\&. .sp Beachten Sie, dass auch \fI$SYSTEMD_PAGERSECURE\fP gesetzt sein muss, damit die Variablen \fI$SYSTEMD_PAGER\fP oder \fI$PAGER\fP (außer zum Deaktivieren des Seitenanzeigeprogramms) berücksichtigt werden\&. .RE .PP \fI$SYSTEMD_COLORS\fP .RS 4 Akzeptiert ein logisches Argument oder einen besonderen Wert\&. Standardmäßig (nicht gesetzt) werden \fBsystemd\fP und zugehörige Hilfswerkzeuge in ihrer Ausgabe Farben verwenden, falls dies möglich ist\&. Falls \fI$COLORTERM\fP auf »truecolor« oder »24bit« gesetzt ist, werden 24\-bit\-Farben aktiviert, ansonsten 256 Farben, außer wenn \fI$NO_COLOR\fP gesetzt ist oder \fI$TERM\fP anzeigt, dass Farben deaktiviert sind\&. .PP \fBtrue\fP .RS 4 Identisch zu nicht gesetzt, außer dass \fI$NO_COLOR\fP ignoriert wird\&. .RE .PP \fBfalse\fP .RS 4 Die Ausgabe erfolgt monochrom\&. .RE .PP »16«, »256«, »24bit« .RS 4 Verwendet immer die 16, 256 bzw. 24\-bit\-ANSI\-Basisfarben\&. .RE .PP »auto\-16«, »auto\-256«, »auto\-24bit« .RS 4 Verwendet die angegebene Menge an Farben, abhängig von \fI$TERM\fP und womit die Konsole verbunden ist\&. .RE .RE .PP \fI$SYSTEMD_URLIFY\fP .RS 4 Dies muss ein logischer Wert sein\&. Er steuert, ob anklickbare Links für Terminal\-Emulatoren, die dies unterstützen, erstellt werden sollen\&. Dies kann angegeben werden, um die Entscheidung, die \fBsystemd\fP basierend auf \fI$TERM\fP und anderen Bedingungen trifft, außer Kraft zu setzen\&. .RE .SH BEISPIELE .PP Aktuelle Einstellungen anzeigen: .sp .if n \{\ .RS 4 .\} .nf $ timedatectl Local time: Thu 2017\-09\-21 16:08:56 CEST Universal time: Thu 2017\-09\-21 14:08:56 UTC RTC time: Thu 2017\-09\-21 14:08:56 Time zone: Europe/Warsaw (CEST, +0200) System clock synchronized: yes NTP service: active RTC in local TZ: no .fi .if n \{\ .RE .\} .PP Netzwerkzeitsynchronisierung aktivieren: .sp .if n \{\ .RS 4 .\} .nf $ timedatectl set\-ntp true ==== AUTHENTICATING FOR org\&.freedesktop\&.timedate1\&.set\-ntp === Authentication is required to control whether network time synchronization shall be enabled\&. Authenticating as: user Password: ******** ==== AUTHENTICATION COMPLETE === .fi .if n \{\ .RE .\} .sp .sp .if n \{\ .RS 4 .\} .nf $ systemctl status systemd\-timesyncd\&.service ● systemd\-timesyncd\&.service \- Network Time Synchronization Loaded: loaded (/usr/lib/systemd/system/systemd\-timesyncd\&.service; enabled) Active: active (running) since Mo 2015\-03\-30 14:20:38 CEST; 5s ago Docs: man:systemd\-timesyncd\&.service(8) Main PID: 595 (systemd\-timesyn) Status: "Using Time Server 216\&.239\&.38\&.15:123 (time4\&.google\&.com)\&." CGroup: /system\&.slice/systemd\-timesyncd\&.service └─595 /usr/lib/systemd/systemd\-timesyncd … .fi .if n \{\ .RE .\} .PP Den aktuellen Status von \fBsystemd\-timesyncd.service\fP(8) anzeigen: .sp .if n \{\ .RS 4 .\} .nf $ timedatectl timesync\-status Server: 216\&.239\&.38\&.15 (time4\&.google\&.com) Poll interval: 1min 4s (min: 32s; max 34min 8s) Leap: normal Version: 4 Stratum: 1 Reference: GPS Precision: 1us (\-20) Root distance: 335us (max: 5s) Offset: +316us Delay: 349us Jitter: 0 Packet count: 1 Frequency: \-8\&.802ppm .fi .if n \{\ .RE .\} .sp .SH "SIEHE AUCH" .PP \fBsystemd\fP(1), \fBhwclock\fP(8), \fBdate\fP(1), \fBlocaltime\fP(5), \fBsystemctl\fP(1), \fBsystemd\-timedated.service\fP(8), \fBsystemd\-timesyncd.service\fP(8), \fBsystemd\-firstboot\fP(1) .SH ANMERKUNGEN .IP " 1." 4 Es wird für andere Werkzeuge empfohlen, \fI$SUDO_UID\fP geeignet zu setzen und zu überprüfen und es als allgemeine Schnittstelle zu behandeln. .PP .SH ÜBERSETZUNG Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Helge Kreutzmann erstellt. .PP Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die .UR https://www.gnu.org/licenses/gpl-3.0.html GNU General Public License Version 3 .UE oder neuer bezüglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG übernommen. .PP Wenn Sie Fehler in der Übersetzung dieser Handbuchseite finden, schicken Sie bitte eine E-Mail an die .MT debian-l10n-german@lists.debian.org Mailingliste der Übersetzer .ME .