SYSTEMD-MSTACK(1) systemd-mstack SYSTEMD-MSTACK(1) BEZEICHNUNG systemd-mstack, mount.mstack - Auffindbare Mstack-Dateisystemabbilder (DDIs) UBERSICHT systemd-mstack [OPTIONEN] ABBILD systemd-mstack [OPTIONEN] [--mount] ABBILD PFAD systemd-mstack [OPTIONEN] [--umount] PFAD BESCHREIBUNG systemd-mstack ist ein Werkzeug zur Untersuchung von und Interaktion mit .mstack/-Einhange-Stapelverzeichnissen, wie diese in systemd.mstack(7) beschrieben sind. Es unterstutzt drei verschiedene Aktionen: 1. Die allgemeinen Einhangestapelinformationen zeigen, einschliesslich aller beschriebenen >>overlayfs<<-Schichten und Bind-Einhangungen. 2. Einen Einhangestapel in ein lokales Verzeichnis einhangen. 3. Einen Einhangestapel an einem lokalen Verzeichnis aushangen. Der Befehl systemd-mstack kann als mount.mstack aufgerufen werden. In diesem Fall implementiert er die Schnittstelle fur externe Hilfsprogramme von mount(8). Dies stellt sicher, dass Einhangestapel, die zu systemd-mstack kompatibel sind, direkt durch mount und fstab(5) eingehangt werden konnen. Details hierzu finden Sie weiter unten. Anstelle des Abbildpfades kann ein versioniertes Verzeichnis >>.v/<< angegeben werden, siehe systemd.v(7) zu Details. BEFEHLE Falls keiner der nachfolgend aufgefuhrten Befehlszeilenschalter ubergeben wird, wird der Einhangestapel geoffnet und allgemeine Informationen uber ihn angezeigt, einschliesslich der Liste aller definierten Schichten. --mount, -m Hangt den angegebenen Einhangestapel in das angegebene Verzeichnis ein. Um einen derart eingehangten Einhangestapel auszuhangen, verwenden Sie die Aktion --umount. Beachten Sie, dass diese Funktionalitat auch in mount(8) mittels Befehlen wie mount -t mstack meinstapel.mstack Zielverzeichnis/ sowie in fstab(5) verfugbar ist. Details hierzu finden Sie weiter unten. Hinzugefugt in Version 260. -M Dies ist ein Kurzel fur --mount --mkdir. Hinzugefugt in Version 260. --umount, -u Hangt einen Einhangestapel aus dem angegebenen Verzeichnis aus. Dieser Befehl erwartet ein Argument: ein Verzeichnis, in dem der Einhangestapel eingehangt wurde. Alle eingehangten Einhangungen werden rekursiv ausgehangt. Hinzugefugt in Version 260. -U Dies ist ein Kurzel fur --umount --rmdir. Hinzugefugt in Version 260. -h, --help Zeigt einen kurzen Hilfetext an und beendet das Programm. --version Zeigt eine kurze Versionszeichenkette an und beendet das Programm. OPTIONEN Die folgenden Optionen werden verstanden: --read-only, -r Agiert im schreibgeschutzten Modus. Standardmassig wird --mount schreibbare Einhangepunkte etablieren. Falls diese Option angegeben ist, werden sie stattdessen im schreibgeschutzten Modus etabliert. Hinzugefugt in Version 260. --mkdir Wird dies mit --mount kombiniert, dann wird das Verzeichnis, an dem der Einhangestapel eingehangt werden soll, erstellt, falls es fehlt. Beachten Sie, dass das Verzeichnis nicht automatisch entfernt wird, wenn der Einhangestapel wieder ausgehangt wird. Hinzugefugt in Version 260. --rmdir Wird dies mit --umount kombiniert, dann wird das angegebene Verzeichnis, an dem der Einhangestapel eingehangt ist, nach dem Aushangen entfernt. Hinzugefugt in Version 260. --image-policy=Richtlinie Akzeptiert gemass systemd.image-policy(7) eine Abbildrichtlinienzeichenkette als Argument. Die Richtlinie wird bei Aktionen auf dem mittels --image= angegebenen Plattenabbild durchgesetzt, siehe oben. Falls nicht angegeben, ist die Vorgabe die Richtlinie >>*<<, d.h. alle erkannten Dateisysteme im Abbild werden verwandt. --image-filter=Filter Akzeptiert eine Abbildfilterzeichenkette als Argument, gemass systemd.image-filter(7). Beim Agieren auf dem mittels --image= angegebenen Plattenabbild wird dieser Filter berucksichtigt, wie oben beschrieben. Falls nicht angegeben, erfolgt keine Filterung. --no-pager Leitet die Ausgabe nicht an ein Textanzeigeprogramm weiter. --no-legend Gibt die Legende nicht aus, d.h. die Spaltenkopfe und die Fusszeile mit Hinweisen. --json=MODUS Zeigt die Ausgabe als JSON formatiert. Erwartet entweder >>short<< (fur die kurzest mogliche Ausgabe ohne unnotigen Leerraum oder Zeilenumbruche), >>pretty<< (fur eine schonere Version der gleichen Ausgabe, mit Einzugen und Zeilenumbruchen) oder >>off<< (um die JSON-Ausgabe auszuschalten, was die Vorgabe ist). EXIT-STATUS Bei Erfolg wird 0 zuruckgegeben, anderenfalls ein Fehlercode ungleich Null. AUFRUF ALS /SBIN/MOUNT.MSTACK Das Programm systemd-mstack kann ein Symlink auf /sbin/mount.mstack sein. Wird es daruber aufgerufen, dann implementiert es die Schnittstelle fur externe Hilfsprogramme von mount(8) fur das (Pseudo-)Dateisystem vom Typ >>mstack<<. Das bedeutet, dass entsprechende Einhangestapelverzeichnisse direkt mittels # mount -t mstack meinstack.mstack Zielverz/ auf eine Art eingehangt werden konnen, die grosstenteils gleichbedeutend mit Folgendem ist: # systemd-mstack --mount meinstack.mstack Zielverz/ Beachten Sie, dass ein Einhangestapel spater mit umount -R Zielverz/ als rekursive Aktion ausgehangt werden sollte, da er mehrere Einhangepunkte enthalten kann. Diese Funktionalitat ist insbesondere zum automatischen Einhangen von Einhangestapeln beim Systemstart uber einfache Eintrage in /etc/fstab nutzlich. Beispiel: /Pfad/zu/meinstack.nspawn /images/meinstack/ mstack defaults 0 0 Beim Aufruf auf diese Art entsprechen die Optionen >>ro<<, >>rw<< den entsprechenden oben aufgefuhrten Optionen (d.h. --read-only). SIEHE AUCH systemd(1), systemd.mstack(7), systemd-nspawn(1), systemd.exec(5), mount(8), umount(8) UBERSETZUNG Die deutsche Ubersetzung dieser Handbuchseite wurde von Helge Kreutzmann erstellt. Diese Ubersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General Public License Version 3 oder neuer bezuglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG ubernommen. Wenn Sie Fehler in der Ubersetzung dieser Handbuchseite finden, schicken Sie bitte eine E-Mail an die Mailingliste der Ubersetzer . systemd 260.1 SYSTEMD-MSTACK(1)