.\" -*- coding: UTF-8 -*- .\" Copyright 1994-1995, Daniel Quinlan .\" Copyright 2002-2017, Michael Kerrisk .\" Copyright, the authors of the Linux man-pages project .\" .\" SPDX-License-Identifier: GPL-3.0-or-later .\" .\"******************************************************************* .\" .\" This file was generated with po4a. Translate the source file. .\" .\"******************************************************************* .TH proc_pid_stat 5 "8. Februar 2026" "Linux man\-pages 6.18" .SH BEZEICHNUNG /proc/pid/stat \- Statusinformationen .SH BESCHREIBUNG .TP \fI/proc/\fPPID\fI/stat\fP Statusinformationen des Prozesses. Wird von \fBps\fP(1) benutzt. Sie werden in der Kernelquelldatei \fIfs/proc/array.c\fP definiert. .IP Die Felder werden in dieser Reihenfolge mit ihrem passenden \fBscanf\fP(3)\-Formatkennzeichnern unten aufgeführt. Ob bestimmte dieser Felder gültige Informationen anzeigen, wird von einer Ptrace\-Zugriffsmodusprüfung \fBPTRACE_MODE_READ_FSCREDS\fP | \fBPTRACE_MODE_NOAUDIT\fP gesteuert (siehe \fBptrace\fP(2)). Falls die Prüfung den Zugriff verweigert, wird der Feldwert mit 0 angegeben. Die betroffenen Felder werden mit der Markierung [PT] gekennzeichnet. .RS .TP (1)\ \fIpid\fP\ %d .br Die Prozesskennung. .TP (2)\ \fIcomm\fP\ %s Der Name der ausführbaren Datei, in Klammern. Zeichenketten länger als \fBTASK_COMM_LEN\fP (16) Zeichen (einschließlich des abschließenden Nullbytes) werden ohne Rückmeldung abgeschnitten. Dies wird angezeigt, unabhängig davon, ob das Programm ausgelagert ist oder nicht. .TP (3)\ \fIstate\fP\ %c Eines der folgenden Zeichen zur Angabe des Prozesszustandes: .RS .TP R Laufend .TP S Schlafend in einem unterbrechbaren Wartezustand .TP D Wartend in einem nicht unterbrechbaren Plattenschlaf .TP Z Zombie .TP T Gestoppt (aufgrund eines Signals) oder (vor Linux 2.6.33) Verfolgung gestoppt .TP t .\" commit 44d90df6b757c59651ddd55f1a84f28132b50d29 Verfolgung gestoppt (seit Linux 2.6.33) .TP W Paging (nur vor Linux 2.6.0) .TP X Getötet (seit Linux 2.6.0) .TP x .\" commit 44d90df6b757c59651ddd55f1a84f28132b50d29 .\" commit 74e37200de8e9c4e09b70c21c3f13c2071e77457 Getötet (nur Linux 2.6.33 bis 3.13) .TP K .\" commit 44d90df6b757c59651ddd55f1a84f28132b50d29 .\" commit 74e37200de8e9c4e09b70c21c3f13c2071e77457 Wakekill (nur Linux 2.6.33 bis 3.13) .TP W .\" commit 44d90df6b757c59651ddd55f1a84f28132b50d29 .\" commit 74e37200de8e9c4e09b70c21c3f13c2071e77457 Aufwachend (nur Linux 2.6.33 bis 3.13) .TP P .\" commit f2530dc71cf0822f90bb63ea4600caaef33a66bb .\" commit 74e37200de8e9c4e09b70c21c3f13c2071e77457 Geparkt (nur Linux 3.9 bis 3.13) .TP I .\" commit 06eb61844d841d0032a9950ce7f8e783ee49c0d0 Leerlauf (Linux 4.14 und neuer) .RE .TP (4)\ \fIppid\fP\ %d Die Prozesskennung (PID) des Elternprozesses dieses Prozesses. .TP (5)\ \fIpgrp\fP\ %d Die Prozess\-Gruppenkennung des Prozesses. .TP (6)\ \fIsession\fP\ %d Die Sitzungskennung des Prozesses. .TP (7)\ \fItty_nr\fP\ %d Das steuernde Terminal des Prozesses. (Die Minor\-Gerätenummer ist in der Kombination der Bits 31 bis 20 und 7 bis 0 enthalten; die Major\-Gerätenummer befindet sich in den Bits 15 bis 8.) .TP (8)\ \fItpgid\fP\ %d .\" This field and following, up to and including wchan added 0.99.1 Die Kennung der Vordergrund\-Prozessgruppe des steuernden Terminals des Prozesses. .TP (9)\ \fIflags\fP\ %u Das Wort mit den Kernel\-Schaltern des Prozesses. Die Bedeutung der Bits finden Sie in den PF_*\-#define\-Anweisungen in der Linux\-Quellcodedatei \fI\fP. Die Details hängen von der Kernel\-Version ab. .IP Das Format dieses Feldes war %lu vor Linux 2.6. .TP (10)\ \fIminflt\fP\ %lu Die Anzahl geringfügiger Ausnahmebehandlungen des Prozesses, die kein Nachladen einer Speicherseite von Platte erforderlich gemacht haben. .TP (11)\ \fIcminflt\fP\ %lu Die Anzahl geringfügiger Ausnahmebehandlungen der Kindprozesse des Prozesses, auf die der Prozess wartete. .TP (12)\ \fImajflt\fP\ %lu Die Anzahl wesentlicher Ausnahmebehandlungen des Prozesses, die das Nachladen einer Speicherseite von der Platte erforderten. .TP (13)\ \fIcmajflt\fP\ %lu Die Anzahl wesentlicher Ausnahmebehandlungen der Kindprozesse des Prozesses, auf die der Prozess wartete. .TP (14)\ \fIutime\fP\ %lu Gesamtzeit, die dieser Prozess im Benutzermodus verbracht hat, gemessen in Uhren\-Ticks (dividieren Sie durch \fIsysconf(_SC_CLK_TCK)\fP). Das umfasst Gastzeit, \fIguest_time\fP (aufgewendete Zeit für den Betrieb einer virtuellen CPU, siehe unten), so dass Anwendungen, die das Gastzeit\-Feld nicht kennen, diese Zeit in ihren Berechnungen nicht außer acht lassen. .TP (15)\ \fIstime\fP\ %lu Gesamtzeit, die dieser Prozess im Kernel\-Modus verbracht hat, gemessen in Uhren\-Ticks (dividieren Sie durch \fIsysconf(_SC_CLK_TCK)\fP). .TP (16)\ \fIcutime\fP\ %ld Gesamtzeit, die abgewartete Kindprozesse im Benutzermodus verbracht haben, gemessen in Uhren\-Ticks (dividieren Sie durch \fIsysconf(_SC_CLK_TCK)\fP) (siehe auch \fBtimes\fP(2)). Das umfasst Gastzeit, \fIguest_time\fP (Laufzeit in einer virtuellen CPU, siehe unten). .TP (17)\ \fIcstime\fP\ %ld Gesamtzeit, die abgewartete Kindprozesse im Kernel\-Modus verbracht haben, gemessen in Uhren\-Ticks (dividieren Sie durch \fIsysconf(_SC_CLK_TCK)\fP). .TP (18)\ \fIpriority\fP\ %ld (Erklärung für Linux 2.6) Für Prozesse, die im Scheduling eine Echtzeit\-Strategie verfolgen (\fIpolicy\fP weiter unten, siehe \fBsched_setscheduler\fP(2)), ist dies die negierte Scheduling\-Priorität minus eins, das heißt, eine Zahl im Bereich von \-2 bis \-100, entsprechend den Echtzeitprioritäten 1 bis 99. Für Prozesse, deren Scheduling keine Echtzeit\-Strategie verfolgt, ist dies der rohe Nice\-Wert (\fBsetpriority\fP(2)), wie er im Kernel dargestellt ist. Der Kernel speichert Nice\-Werte als Zahlen im Bereich 0 (hoch) bis 39 (niedrig), entsprechend des für den Benutzer sichtbaren Nice\-Bereichs von \-20 bis 19. .IP .\" And back in Linux 1.2 days things were different again. Vor Linux 2.6 war dies ein skalierter Wert auf Grundlage des vom Scheduler an den Prozess zugewiesenen Gewichts. .TP (19)\ \fInice\fP\ %ld .\" Back in Linux 1.2 days things were different. .\" .TP .\" .IR counter \~%ld .\" The current maximum size in jiffies of the process's next timeslice, .\" or what is currently left of its current timeslice, if it is the .\" currently running process. .\" .TP .\" .IR timeout \~%u .\" The time in jiffies of the process's next timeout. .\" timeout was removed sometime around 2.1/2.2 Der Nice\-Wert (siehe \fBsetpriority\fP(2)), ein Wert im Bereich von 19 (niedrige Priorität) bis \-20 (hohe Priorität). .TP (20)\ \fInum_threads\fP\ %ld Anzahl von Threads in diesem Prozess (seit Linux 2.6). Vor Linux 2.6 war dieses Feld mit dem Wert 0 als Platzhalter für ein früher entferntes Feld hartkodiert. .TP (21)\ \fIitrealvalue\fP\ %ld Die Zeit (in Jiffies), bevor dem Prozess aufgrund eines Intervall\-Timers ein \fBSIGALRM\fP gesendet wird. Seit Linux 2.6.17 wird dieses Feld nicht mehr unterstützt und wird mit 0 hartkodiert. .TP (22)\ \fIstarttime\fP\ %llu Die Zeit, zu der der Prozess nach dem Systemstart gestartet wurde. In Linux vor 2.6 wurde dieser Wert in Jiffies ausgegeben. Seit Linux 2.6 wird der Wert in Uhren\-Ticks ausgedrückt (teilen Sie diese durch \fIsysconf(_SC_CLK_TCK)\fP). .IP Das Format dieses Feldes war %lu vor Linux 2.6. .TP (23)\ \fIvsize\fP\ %lu Größe des virtuellen Speichers in Bytes. .TP (24)\ \fIrss\fP\ %ld Resident Set Size: Anzahl der Seiten, die der Prozess tatsächlich im Speicher hat. Dabei zählen nur die Seiten von Text, Daten und Stack. Nicht geladene oder ausgelagerte Bereiche zählen nicht mit. Dieser Wert ist ungenau, siehe \fI/proc/\fPPID\fI/statm\fP weiter unten. .TP (25)\ \fIrsslim\fP\ %lu Aktuelle weiche Grenze für die RSS des Prozesses; siehe die Beschreibung von \fBRLIMIT_RSS\fP in \fBgetrlimit\fP(2). .TP (26)\ \fIstartcode\fP\ %lu\ [PT] Die Adresse, oberhalb derer Programmtext ausgeführt werden kann. .TP (27)\ \fIendcode\fP\ %lu\ [PT] Die Adresse, unterhalb derer Programmtext ausgeführt werden kann. .TP (28)\ \fIstartstack\fP%lu\ [PT] Die Startadresse des Stacks (also der »Boden«). .TP (29)\ \fIkstkesp\fP\ %lu\ [PT] Derzeitiger Wert von ESP (Stack Pointer), wie er in der Kernel\-Stack\-Seite für diesen Prozess steht. .TP (30)\ \fIkstkeip\fP\ %lu\ [PT] Der aktuelle EIP (Instruction Pointer, Anweisungszeiger). .TP (31)\ \fIsignal\fP\ %lu Die Bitmuster anstehender Signale, angezeigt als Dezimalzahl. Obsolet, weil sie keine Informationen über Echtzeitsignale gibt; verwenden Sie stattdessen \fI/proc/\fPPID\fI/status\fP. .TP (32)\ \fIblocked\fP\ %lu Die Bitmuster blockierter Signale, angezeigt als Dezimalzahl. Obsolet, weil sie keine Informationen über Echtzeitsignale gibt; verwenden Sie stattdessen \fI/proc/\fPPID\fI/status\fP. .TP (33)\ \fIsigignore\fP\ %lu Die Bitmuster ignorierter Signale, angezeigt als Dezimalzahl. Obsolet, weil sie keine Informationen über Echtzeitsignale gibt; verwenden Sie stattdessen \fI/proc/\fPPID\fI/status\fP. .TP (34)\ \fIsigcatch\fP\ %lu Die Bitmuster abgefangener Signale, angezeigt als Dezimalzahl. Obsolet, weil sie keine Informationen über Echtzeitsignale gibt; verwenden Sie stattdessen \fI/proc/\fPPID\fI/status\fP. .TP (35)\ \fIwchan\fP\ %lu\ [PT] Dies ist der »Kanal«, in dem der Prozess wartet. Es ist die Adresse des Orts im Kernel, an dem der Prozess schläft. Der entsprechende symbolische Name kann in \fI/proc/\fPPID\fI/wchan\fP gefunden werden. .TP (36)\ \fInswap\fP\ %lu .\" nswap was added in Linux 2.0 Anzahl ausgelagerter Seiten (nicht unterstützt). .TP (37)\ \fIcnswap\fP\ %lu .\" cnswap was added in Linux 2.0 Aufaddiertes Nswap der Kindprozesse (nicht unterstützt). .TP (38)\ \fIexit_signal\fP\ %d (sseit Linux 2.1.22) Das an den Elternprozess zu sendende Signal, wenn wir sterben. .TP (39)\ \fIprocessor\fP\ %d (seit Linux 2.2.8) Nummer der CPU, auf der der Prozess zuletzt lief. .TP (40)\ \fIrt_priority\fP\ %u (seit Linux 2.5.19) Priorität für das Echtzeit\-Scheduling, eine Zahl im Bereich von 1 bis 99 für Prozesse, deren Scheduling einer Echtzeit\-Strategie folgt oder 0 für andere Prozesse (siehe \fBsched_setscheduler\fP(2)). .TP (41)\ \fIpolicy\fP\ %u (seit Linux 2.5.19) Scheduling\-Regeln (siehe \fBsched_setscheduler\fP(2)). Dekodieren Sie sie mit den SCHED_*\-Konstanten in \fIlinux/sched.h\fP. .IP Das Format dieses Feldes war %lu vor Linux 2.6.22. .TP (42)\ \fIdelayacct_blkio_ticks\fP\ %llu (seit Linux 2.6.18) Kumulierte Block\-E/A\-Verzögerungen, gemessen in Uhren\-Ticks (Hundertstelsekunden). .TP (43)\ \fIguest_time\fP\ %lu (seit Linux 2.6.24) Gastzeit des Prozesses (aufgewendete Zeit für den Betrieb einer virtuellen CPU für ein Gast\-Betriebssystem), gemessen in Uhren\-Ticks (dividieren Sie durch \fIsysconf(_SC_CLK_TCK)\fP). .TP (44)\ \fIcguest_time\fP\ %ld (seit Linux 2.6.24) Gastzeit der Kindprozesse des Prozesses, gemessen in Uhren\-Ticks (dividieren Sie durch \fIsysconf(_SC_CLK_TCK)\fP). .TP (45)\ \fIstart_data\fP\ %lu (seit Linux 3.3) [PT] .\" commit b3f7f573a20081910e34e99cbc91831f4f02f1ff Adresse, oberhalb derer die initialisierten und nicht\-initialisierten Programmdaten (BSS) abgelegt werden. .TP (46)\ \fIend_data\fP\ %lu (seit Linux 3.3) [PT] .\" commit b3f7f573a20081910e34e99cbc91831f4f02f1ff Adresse, unterhalb derer die initialisierten und nicht\-initialisierten Programmdaten (BSS) abgelegt werden. .TP (47)\ \fIstart_brk\fP\ %lu (seit Linux 3.3) [PT] .\" commit b3f7f573a20081910e34e99cbc91831f4f02f1ff Adresse, oberhalb derer der Heap von Programmen mit \fBbrk\fP(2) ausgedehnt werden kann. .TP (48)\ \fIarg_start\fP\ %lu (seit Linux 3.5) [PT] .\" commit 5b172087f99189416d5f47fd7ab5e6fb762a9ba3 Adresse, oberhalb derer die Befehlszeilenargumente (\fIargv\fP) abgelegt werden. .TP (49)\ \fIarg_end\fP\ %lu (seit Linux 3.5) [PT] .\" commit 5b172087f99189416d5f47fd7ab5e6fb762a9ba3 Adresse, unterhalb derer die Befehlszeilenargumente (\fIargv\fP) abgelegt werden. .TP (50)\ \fIenv_start\fP\ %lu (seit Linux 3.5) [PT] .\" commit 5b172087f99189416d5f47fd7ab5e6fb762a9ba3 Adresse, oberhalb derer die Programmumgebung abgelegt wird. .TP (51)\ \fIenv_end\fP\ %lu (seit Linux 3.5) [PT] .\" commit 5b172087f99189416d5f47fd7ab5e6fb762a9ba3 Adresse, unterhalb derer die Programmumgebung abgelegt wird. .TP (52)\ \fIexit_code\fP\ %d (seit Linux 3.5) [PT] .\" commit 5b172087f99189416d5f47fd7ab5e6fb762a9ba3 Der Exit\-Status des Threads in dem durch \fBwaitpid\fP(2) berichteten Format. .RE .SH "SIEHE AUCH" \fBproc\fP(5), \fBproc_pid_status\fP(5) .PP .SH ÜBERSETZUNG Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Martin Eberhard Schauer , Dr. Tobias Quathamer , Chris Leick , Erik Pfannenstein und Helge Kreutzmann erstellt. .PP Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die .UR https://www.gnu.org/licenses/gpl-3.0.html GNU General Public License Version 3 .UE oder neuer bezüglich der Copyright-Bedingungen. 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