.\" -*- coding: UTF-8 -*- '\" t .\"******************************************************************* .\" .\" This file was generated with po4a. Translate the source file. .\" .\"******************************************************************* .TH NETWORKD\&.CONF 5 "" "systemd 257.8" networkd.conf .ie \n(.g .ds Aq \(aq .el .ds Aq ' .\" ----------------------------------------------------------------- .\" * Define some portability stuff .\" ----------------------------------------------------------------- .\" ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ .\" http://bugs.debian.org/507673 .\" http://lists.gnu.org/archive/html/groff/2009-02/msg00013.html .\" ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ .\" ----------------------------------------------------------------- .\" * set default formatting .\" ----------------------------------------------------------------- .\" disable hyphenation .nh .\" disable justification (adjust text to left margin only) .ad l .\" ----------------------------------------------------------------- .\" * MAIN CONTENT STARTS HERE * .\" ----------------------------------------------------------------- .SH BEZEICHNUNG networkd.conf, networkd.conf.d \- Globale Netzwerkkonfigurationsdateien .SH ÜBERSICHT .PP .RS 4 /etc/systemd/networkd\&.conf .RE .RS 4 /run/systemd/networkd\&.conf .RE .RS 4 /usr/local/lib/systemd/networkd\&.conf .RE .RS 4 /usr/lib/systemd/networkd\&.conf .RE .RS 4 /etc/systemd/networkd\&.conf\&.d/*\&.conf .RE .RS 4 /run/systemd/networkd\&.conf\&.d/*\&.conf .RE .RS 4 /usr/local/lib/systemd/networkd\&.conf\&.d/*\&.conf .RE .RS 4 /usr/lib/systemd/networkd\&.conf\&.d/*\&.conf .RE .SH BESCHREIBUNG .PP Diese Konfigurationsdateien steuern die globalen Netzwerkparameter\&. .SH "KONFIGURATIONSVERZEICHNISSE UND RANGFOLGE" .PP Die Standardkonfiguration wird während der Kompilierung gesetzt\&. Daher wird eine Konfiguration nur benötigt, wenn von diesen Vorgaben abgewichen werden muss\&. Die Hauptkonfigurationsdatei wird aus einem der aufgeführten Verzeichnisse in der Prioritätsreihenfolge geladen, nur die zuerst gefundene Datei wird verwandt: /etc/systemd/, /run/systemd/, /usr/local/lib/systemd/ \&\s-2\u[1]\d\s+2, /usr/lib/systemd/\&. Die Lieferantenversion der Datei enthält die Vorgaben als auskommentierte Hinweise für den Administrator\&. Lokal können diese Einstellungen durch die Erstellung von Ergänzungen, wie nachfolgend beschrieben, außer Kraft gesetzt werden\&. Zu diesem Zweck kann die Hauptkonfigurationsdatei (oder eine Kopie in /etc/, falls sie in /usr/ ausgeliefert wird) auch bearbeitet werden, allerdings wird empfohlen, Ergänzungen für lokale Konfiguration zu verwenden, statt die Hauptkonfigurationsdatei zu verändern\&. .PP Zusätzlich zu der Hauptkonfigurationsdatei, werden Ergänzungs\-Konfigurationsschnipsel aus /usr/lib/systemd/*\&.conf\&.d/, /usr/local/lib/systemd/*\&.conf\&.d/ und /etc/systemd/*\&.conf\&.d/ gelesen\&. Diese Ergänzungen haben Vorrang vor der Hauptkonfigurationsdatei und setzen diese außer Kraft\&. Dateien in den Konfigurationsunterverzeichnissen *\&.conf\&.d/ werden in lexikographischer Reihenfolge nach ihrem Dateinamen sortiert, unabhängig davon, in welchem Unterverzeichnis sie sich befinden\&. Bei Optionen, die nur einen einzelnen Wert akzeptieren, hat der Eintrag in der Datei, die als letztes in der Sortierung folgt, Vorrang, falls mehrere Dateien die gleiche Option angeben\&. Bei Optionen, die eine Liste von Werten akzeptieren, werden Einträge gesammelt, wie sie in den sortierten Dateien auftauchen\&. .PP Wenn Pakete die Konfiguration anpassen müssen, können sie Ergänzungen unter /usr/ installieren\&. Dateien in /etc/ sind für den lokalen Administrator reserviert, der diese Logik verwenden kann, um die durch die Lieferantenpakete bereitgestellten Konfigurationsdateien außer Kraft zu setzen\&. Um Ergänzungen der Pakete außer Kraft zu setzen, müssen Ergänzungen verwandt werden, da die Hauptkonfigurationsdatei die niedrigste Priorität hat\&. Es wird empfohlen, allen Dateinamen in diesen Unterverzeichnissen eine zweistellige Zahl und einen Bindestrich voranzustellen, um die Sortierung zu vereinfachen\&. Dies definiert auch ein Konzept von Ergänzungsprioritäten, um es Betriebssystemlieferanten zu ermöglichen, Ergänzungen in einem bestimmten Bereich auszuliefern, der unterhalb des von Benutzern verwandten Bereichs liegt\&. Dies sollte das Risiko reduzieren, dass eine Paketergänzung versehentlich durch Benutzer definierte Ergänzungen außer Kraft setzt\&. Es wird empfohlen, den Bereich 10\-40 für Ergänzungen in /usr/ und den Bereich 60\-90 für Ergänzungen in /etc/ und /run/ zu verwenden um sicherzustellen, dass lokale und flüchtige Ergänzungen Priorität gegenüber Ergänzungen haben, die vom Betriebssystemlieferanten geliefert werden\&. .PP Um eine vom Lieferanten bereitgestellte Konfigurationsdatei zu deaktivieren, wird empfohlen, einen Symlink nach /dev/null in dem Konfigurationsverzeichnis in /etc/ mit dem gleichen Dateinamen wie die Konfigurationsdatei des Lieferanten abzulegen\&. .SH [NETWORK]\-ABSCHNITT\-OPTIONEN .PP Die folgenden Optionen sind im Abschnitt »[Network]« verfügbar: .PP \fISpeedMeter=\fP .RS 4 Akzeptiert einen logischen Wert\&. Falls auf »yes« gesetzt, misst \fBsystemd\-networkd\fP den Verkehr auf jeder Schnittstelle und \fBnetworkctl status \fP\fISCHNITTSTELLE\fP zeigt die gemessene Geschwindigkeit\&. Standardmäßig »no«\&. .sp Hinzugefügt in Version 244\&. .RE .PP \fISpeedMeterIntervalSec=\fP .RS 4 Gibt das Zeitintervall an, in dem die Verkehrsgeschwindigkeit auf jeder Schnittstelle berechnet werden soll\&. Falls \fISpeedMeter=no\fP, wird der Wert ignoriert\&. Standardmäßig 10sec\&. .sp Hinzugefügt in Version 244\&. .RE .PP \fIManageForeignRoutingPolicyRules=\fP .RS 4 Ein logischer Wert\&. Falls auf true gesetzt, wird \fBsystemd\-networkd\fP Regeln entfernen, die nicht in \&.network\-Dateien konfiguriert sind (außer Regeln mit Protokoll »kernel«)\&. Wenn false, werden keine fremden Regeln entfernt, sie werden selbst dann behalten, wenn sie in keiner \&.network\-Datei konfiguriert sind\&. Standardmäßig »yes«\&. .sp Hinzugefügt in Version 249\&. .RE .PP \fIManageForeignRoutes=\fP .RS 4 Ein logischer Wert\&. Falls auf true gesetzt, wird \fBsystemd\-networkd\fP Routen entfernen, die nicht in \&.network\-Dateien konfiguriert sind (außer Regeln mit Protokoll »kernel«, »dhcp« wenn \fIKeepConfiguration=\fP true ist oder »dhcp« und »static« wenn \fIKeepConfiguration=\fP true ist oder »static«)\&. Wenn false, werden keine fremden Routen entfernt, sie werden selbst dann behalten, wenn sie in keiner \&.network\-Datei konfiguriert sind\&. Standardmäßig »yes«\&. .sp Hinzugefügt in Version 246\&. .RE .PP \fIManageForeignNextHops=\fP .RS 4 Ein logischer Wert\&. Falls auf true gesetzt, wird \fBsystemd\-networkd\fP Nexthops entfernen, die nicht in \&.network\-Dateien konfiguriert sind (außer Routen mit Protokoll »kernel«)\&. Wenn false, werden keine fremden Nexthops entfernt, sie werden selbst dann behalten, wenn sie in keiner \&.network\-Datei konfiguriert sind\&. Standardmäßig »yes«\&. .sp Hinzugefügt in Version 256\&. .RE .PP \fIRouteTable=\fP .RS 4 Definiert den Routing\-Tabellenname\&. Akzeptiert eine Leeraum\-getrennte Liste von Paaren aus Routing\-Tabellennamen und \-Nummer\&. Der Routing\-Tabellename und die \-Nummer werden in jedem Paar durch einen Doppelpunkt getrennt, d\&.h\&. »\fIName\fP:\fINummer\fP«\&. Der Routing\-Tabellenname darf nicht »default«, »main« oder »local« sein, da diese Routing\-Tabellennamen mit den Routing\-Tabellennummern 253, 254 bzw. 255 vordefiniert sind\&. Die Routing\-Tabellennummer muss eine Ganzzahl im Bereich 1…4294967295 sein, außer die vordefinierten Zahlen 253, 254 und 255\&. Diese Einstellung kann mehrfach festgelegt werden\&. Falls eine leere Zeichenketten festgelegt ist, dann wird die vorher festgelegte Liste zurückgesetzt\&. Standardmäßig nicht gesetzt\&. .sp Hinzugefügt in Version 248\&. .RE .PP \fIIPv4Forwarding=\fP .RS 4 Konfiguriert IPv4\-Paketweiterleitungen für das System\&. Akzeptiert einen logischen Wert\&. Dies steuert die Sysctl\-Optionen net\&.ipv4\&.conf\&.default\&.forwarding und net\&.ipv4\&.conf\&.all\&.forwarding\&. Siehe \m[blue]\fBIP\-Sysctl\fP\m[]\&\s-2\u[2]\d\s+2 zu Details für die Sysctl\-Optionen\&. Standardmäßig nicht gesetzt und die Sysctl\-Optionen werden nicht geändert\&. .sp Falls eine Schnittstelle mit einer Datei \&.network konfiguriert ist, die \fIIPMasquerade=\fP für IPv4 konfiguriert (das heisst, »ipv4« oder »both«), ist diese Einstellung impliziert, außer sie wird explizit festgelegt\&. Siehe \fIIPMasquerade=\fP in \fBsystemd.network\fP(5) zu weiteren Details\&. .sp Hinzugefügt in Version 256\&. .RE .PP \fIIPv6Forwarding=\fP .RS 4 Konfiguriert IPv4\-Paketweiterleitungen für das System\&. Akzeptiert einen logischen Wert\&. Dies steuert die Optionen net\&.ipv6\&.conf\&.all\&.forwarding und net\&.ipv6\&.conf\&.all\&.forwarding\&. Siehe \m[blue]\fBIP\-Sysctl\fP\m[]\&\s-2\u[2]\d\s+2 zu Details für die Sysctl\-Optionen\&. Standardmäßig nicht gesetzt und die Sysctl\-Optionen werden nicht geändert\&. .sp Falls eine Schnittstelle mit einer Datei \&.network konfiguriert ist, die \fIIPMasquerade=\fP für IPv6 konfiguriert (das heisst, »ipv6« oder »both«), ist diese Einstellung impliziert, außer sie wird explizit festgelegt\&. Siehe \fIIPMasquerade=\fP in \fBsystemd.network\fP(5) zu weiteren Details\&. .sp Hinzugefügt in Version 256\&. .RE .PP \fIIPv6PrivacyExtensions=\fP .RS 4 Legt den Vorgabewert für die netzwerkbezogenene \fIIPv6PrivacyExtensions=\fP fest\&. Akzeptiert einen logischen oder den besonderen Wert »prefer\-public« oder »kernel«\&. Zu Details siehe \fBsystemd.network\fP(5)\&. Standardmäßig »no«\&. .sp Hinzugefügt in Version 254\&. .RE .PP \fIUseDomains=\fP .RS 4 Legt den Netzwerk\- und Protokoll\-unabhängigen Vorgabewert für die gleichen Einstellungen in den nachfolgenden Abschnitten »[IPv6AcceptRA]«, »[DHCPv4]« und »[DHCPv6]« fest\&. Akzeptiert einen logischen oder den besonderen Wert \fBroute\fP\&. Siehe die gleiche Einstellung in \fBsystemd.network\fP(5)\&. Standardmäßig »no«\&. .sp Hinzugefügt in Version 256\&. .RE .SH [IPV6ACCEPTRA]\-ABSCHNITT\-OPTIONEN .PP Dieser Abschnitt konfiguriert die Vorgabeeinstellungen der »Neighbor Discovery«\&. Im Abschnitt [IPv6AcceptRA] sind die folgenden Optionen verfügbar: .PP \fIUseDomains=\fP .RS 4 Legt den Vorgabewert für den netzwerkunabhängigen Wert für die gleiche Einstellung im Abschnitt [IPv6AcceptRA] in \fBsystemd.network\fP(5) fest\&. Akzeptiert einen logischen Wert oder den besonderen Wert \fBroute\fP\&. Wenn nicht angegeben, wird der im Abschnitt [Network] in \fBnetworkd.conf\fP(5) festgelegte Wert, der standardmäßig »no« ist, verwandt\&. .sp Hinzugefügt in Version 256\&. .RE .SH [IPV6ADDRESSLABEL]\-ABSCHNITT\-OPTIONEN .PP Ein Abschnitt »[IPv6AddressLabel]« akzeptiert die nachfolgenden Schlüssel\&. Legen Sie mehrere Abschnitte »[IPv6AddressLabel]« fest, um mehrere Adress\-Kennzeichnungen zu konfigurieren\&. IPv6\-Adress\-Kennzeichnungen werden zur Adressauswahl verwandt\&. Siehe \m[blue]\fBRFC 3484\fP\m[]\&\s-2\u[3]\d\s+2\&. Die Vorrangregeln werden im Anwendungsraum verwaltet und nur der Kennzeichner selbst wird im Kernel gespeichert\&. .PP \fILabel=\fP .RS 4 Die Kennzeichnung für den Präfix, eine vorzeichenlose Ganzzahl im Bereich 0…4294967294\&. 0xffffffff ist reserviert\&. Diese Einstellung ist verpflichtend\&. .sp Hinzugefügt in Version 257\&. .RE .PP \fIPrefix=\fP .RS 4 IPv6\-Präfix ist eine Adresse mit einer Präfixlänge, getrennt durch einen Schrägstrich »/«\&. Diese Einstellung ist verpflichtend\&. .sp Hinzugefügt in Version 257\&. .RE .SH [DHCPV4]\-ABSCHNITT\-OPTIONEN .PP Dieser Abschnitt konfiguriert den vom DHCP\-Protokoll verwandten Wert DHCP Unique Identifier (DUID)\&. Das DHCPv4\-Client\-Protokoll sendet den IAID und DUID an den DHCP\-Server, wenn es eine dynamische IPv4\-Adresse erlangt\&. Das IAID und DUID erlauben einem DHCP\-Server, die Maschine und die Schnittstelle eindeutig zu identifizieren, die eine DHCP\-IP\-Adresse erbitten\&. Zur Konfiguration von IAID und ClientIdentifier siehe \fBsystemd.network\fP(5)\&. .PP Die folgenden Optionen werden verstanden: .PP \fIDUIDType=\fP .RS 4 Gibt an, wie die DUID erstellt werden soll\&&. Siehe \m[blue]\fBRFC 3315\fP\m[]\&\s-2\u[4]\d\s+2 für eine Beschreibung aller Optionen\&. .sp Dies akzeptiert einen Ganzzahlwert im Bereich 0…65535 oder einen der folgenden Zeichenkettenwerte: .PP \fBvendor\fP .RS 4 Falls »DUIDType=vendor« ist, wird der DUID\-Wert mittels 43793 als die Lieferantenkennung (Systemd) und des Hashes des Inhalts von \fBmachine\-id\fP(5) erstellt\&. Dies ist die Vorgabe, falls \fIDUIDType=\fP nicht angegeben ist\&. .sp Hinzugefügt in Version 230\&. .RE .PP \fBuuid\fP .RS 4 Falls »DUIDType=uuid« und \fIDUIDRawData=\fP nicht gesetzt sind, dann wird die Produkt\-UUID als DUID\-Wert verwandt\&. Falls das System keine gültige Produkt\-UUID haben sollte, dann wird eine anwendungsspezifische \fBmachine\-id\fP(5) als DUID\-Wert verwandt\&. Für die anwendungsspezifische Maschinenkennung siehe \fBsd_id128_get_machine_app_specific\fP(3)\&. .sp Hinzugefügt in Version 230\&. .RE .PP \fBlink\-layer\-time[:\fP\fIZEIT\fP\fB]\fP, \fBlink\-layer\fP .RS 4 Falls »link\-layer\-time« oder »link\-layer« angegeben ist, dann wird die MAC\-Adresse der Schnittstelle als DUID\-Wert verwandt\&. Der Wert »link\-layer\-time« kann nach einem Doppelpunkt zusätzlich einen Zeitwert erhalten, z\&.B\&. »link\-layer\-time:2018\-01\-23 12:34:56 UTC«\&. Der Vorgabewert ist »2000\-01\-01 00:00:00 UTC«\&. .sp Hinzugefügt in Version 240\&. .RE .sp \fIDUIDRawData=\fP kann immer dazu verwandt werden, den tatsächlich verwandten DUID\-Wert außer Kraft zu setzen\&. .sp Hinzugefügt in Version 230\&. .RE .PP \fIDUIDRawData=\fP .RS 4 Gibt den Wert der DHCP DUID als einzelne hexadezimale Zeichenkette, bei der jedes Byte durch ein »:« getrennt wird, abgeschlossen durch einen Zeilenumbruch, an\&. Die DUID, die gesandt wird, ist aus dem durch \fIDUIDType=\fP angegebenen DUID\-Typ und dem hier konfigurierten Wert zusammengesetzt\&. .sp Der hier angegebene DUID\-Wert setzt den DUID\-Wert, den \fBsystemd\-networkd.service\fP(8) aus der Maschinenkennung erstellt, außer Kraft\&. Um DUID pro Netz zu konfigurieren, siehe \fBsystemd.network\fP(5)\&. Der konfigurierte DHCP DUID sollte der Spezifikation in \m[blue]\fBRFC 3315\fP\m[]\&\s-2\u[5]\d\s+2, \m[blue]\fBRFC 6355\fP\m[]\&\s-2\u[6]\d\s+2 entsprechen\&. Um IAID zu konfigurieren, siehe \fBsystemd.network\fP(5)\&. .PP \fBBeispiel\ \&1.\ \&Ein DUIDType=vendor mit einem angepassten Wert\fP .sp .if n \{\ .RS 4 .\} .nf DUIDType=vendor DUIDRawData=00:00:ab:11:f9:2a:c2:77:29:f9:5c:00 .fi .if n \{\ .RE .\} .sp Dies gibt eine 14\-Byte\-DUID, mit dem Typ DUID\-EN (»00:02«), Enterprise\-Zahl 43793 (»00:00:ab:11«) und Kennungswert »f9:2a:c2:77:29:f9:5c:00« an\&. Hinzugefügt in Version 230\&. .RE .PP \fIUseDomains=\fP .RS 4 Identisch zu der im Abschnitt »[IPv6AcceptRA]«, gilt aber für das Protokoll DHCPv4\&. .sp Hinzugefügt in Version 256\&. .RE .SH [DHCPV6]\-ABSCHNITT\-OPTIONEN .PP Dieser Abschnitt konfiguriert den vom DHCPv6\-Protokoll verwandten Wert DHCP Unique Identifier (DUID)\&. Das DHCPv6\-Client\-Protokoll sendet den DHCP Unique Identifier und den Interface Identity Association Identifier (IAID) an einen DHCPv6\-Server, wenn es eine dynamische IPv6\-Adresse erlangt\&. IAID und DUID erlauben einem DHCPv6\-Server, die Maschine und die Schnittstelle eindeutig zu identifizieren, die eine DHCP\-IP\-Adresse erbitten\&. Zur Konfiguration von IAID siehe \fBsystemd.network\fP(5)\&. .PP Die folgenden Optionen werden verstanden: .PP \fIDUIDType=\fP, \fIDUIDRawData=\fP .RS 4 Wie im Abschnitt »[DHCPv4]«\&. .sp Hinzugefügt in Version 249\&. .RE .PP \fIUseDomains=\fP .RS 4 Wie im Abschnitt »[DHCPv4]«\&. .sp Hinzugefügt in Version 256\&. .RE .SH [DHCPSERVER]\-ABSCHNITT\-OPTIONEN .PP Dieser Abschnitt konfiguriert die Vorgabeeinstellungen des DHCP\-Servers\&. Die folgenden Optionen sind in dem Abschnitt »[DHCPServer]« verfügbar: .PP \fIPersistLeases=\fP .RS 4 Legt den Vorgabewert für die netzwerkbezogenene \fIPersistLeases=\fP fest\&. Akzeptiert einen logischen Wert\&. Zu Details siehe \fBsystemd.network\fP(5)\&. Standardmäßig »yes«\&. .sp Hinzugefügt in Version 256\&. .RE .SH "SIEHE AUCH" .PP \fBsystemd\fP(1), \fBsystemd.network\fP(5), \fBsystemd\-networkd.service\fP(8), \fBmachine\-id\fP(5), \fBsd_id128_get_machine_app_specific\fP(3) .SH ANMERKUNGEN .IP " 1." 4 💣💥🧨💥💥💣 Bitte beachten Sie, dass diese Konfigurationsdateien zu allen Zeiten verfügbar sein müssen. Falls /usr/local/ eine separate Partition ist, könnte diese während des frühen Systemstarts nicht verfügbar sein und darf dann nicht für Konfiguration verwandt werden. .IP " 2." 4 IP Sysctl .RS 4 \%https://docs.kernel.org/networking/ip\-sysctl.html .RE .IP " 3." 4 RFC 3484 .RS 4 \%https://tools.ietf.org/html/rfc3484 .RE .IP " 4." 4 RFC 3315 .RS 4 \%https://tools.ietf.org/html/rfc3315#section\-9 .RE .IP " 5." 4 RFC 3315 .RS 4 \%http://tools.ietf.org/html/rfc3315#section\-9 .RE .IP " 6." 4 RFC 6355 .RS 4 \%http://tools.ietf.org/html/rfc6355 .RE .PP .SH ÜBERSETZUNG Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Helge Kreutzmann erstellt. .PP Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die .UR https://www.gnu.org/licenses/gpl-3.0.html GNU General Public License Version 3 .UE oder neuer bezüglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG übernommen. .PP Wenn Sie Fehler in der Übersetzung dieser Handbuchseite finden, schicken Sie bitte eine E-Mail an die Mailingliste der Übersetzer: .MT debian-l10n-german@lists.debian.org .ME .