muttrc(5) Benutzerhandbücher muttrc(5)

muttrc - Konfigurationsdatei für den Mutt Mail User Agent

Eine Mutt-Konfigurationsdatei besteht aus einer Reihe von »Befehlen«. Jede Zeile der Datei kann einen oder mehrere Befehle enthalten. Bei der Verwendung mehrerer Befehle müssen diese durch ein Semikolon (»;«) getrennt werden.

Das Rautezeichen (»#«) wird als Kommentarzeichen verwendet. Sie können damit Ihre Initialisierungsdatei mit Anmerkungen versehen. Jeglicher Text ab dem Kommentarzeichen bis zum Ende der Zeile wird ignoriert.

Einfache (»'«) und doppelte Anführungszeichen (»"«) können zum Maskieren von Zeichenketten verwendet werden, die Leerraum oder andere spezielle Zeichen enthalten. Der Unterschied zwischen den beiden Arten von Anführungszeichen ist ähnlich wie bei vielen populären Shell-Programmen: Einzelne Anführungszeichen schließen wörtliche Zeichenketten ein, die nicht anhand von Shell-Variablen interpretiert oder mit einem Rückschrägstrich geschützt werden (siehe nächster Abschnitt), doppelte Anführungszeichen hingegen enthalten eine Zeichenkette, die ausgewertet werden soll. Beispielsweise werden Backticks innerhalb von doppelten Anführungszeichen ausgewertet, innerhalb von einfachen Anführungszeichen jedoch nicht.

\ schützt das folgende Zeichen, wie auch in Shells wie bash(1) und zsh(1). Wenn Sie beispielsweise Anführungszeichen (»"«) in eine Zeichenkette setzen wollen, können Sie »\« verwenden, um zu erzwingen, dass das darauf folgende Zeichen wörtlich genommen und nicht interpretiert wird.

»\\« bedeutet das Einfügen eines wörtlichen »\« in die Zeile. »\n« und »\r« haben ihre üblichen Bedeutungen, wie in der Programmiersprache C, als Zeilenvorschub beziehungsweise Wagenrücklauf.

Mit einem »\« am Zeilenende können Sie Befehlszeilen über mehrere Textzeilen verteilen, sofern die Teilungspunkte nicht mitten in einen Befehl gesetzt werden.

In der Initialisierungsdatei können Sie die Ausgabe eines Unix-Befehls ersetzen. Dies erreichen Sie durch Einschließen des Befehls in Backticks (`Befehl`).

Auf UNIX-Umgebungsvariablen kann wie in Shells, zum Beispiel sh(1) oder bash(1), zugegriffen werden: Stellen Sie dem Namen der Variable dazu ein Dollarzeichen (»$«) voran.

alias [-group Name […]] Schlüssel Adresse [, Adresse [ … ]]
unalias [ *  | Schlüssel ]
alias definiert einen Alias-Schlüssel für die angegebenen Adressen. Jede Adresse wird entweder in eine E-Mail-Adresse (benutzer@example.com) oder eine benannte E-Mail-Adresse (Max Mustermann <benutzer@example.com>) aufgelöst. Die Adresse kann in einem der genannten Formate oder als »benutzer@example.com (Max Mustermann)« angegeben werden. unalias entfernt den Alias, der zu dem angegebenen Schlüssel gehört, oder alle Aliase, wenn »*« als Argument verwendet wird. Das optionale Argument -group für alias bewirkt, dass die für einen Alias zu verwendende(n) Adresse(n) zu der benannten Gruppe hinzugefügt werden.
group [-group Name] [-rx AUSDRUCK [  ]] [-addr Adresse [  ]]
ungroup [-group Name ] [ * | [[-rx AUSDRUCK [  ]] [-addr Adresse [  ]]]
Mit group können Sie entweder Adressen oder reguläre Ausdrücke zu der oder den angegebenen Gruppe(n) direkt hinzufügen. Die Reihenfolge der verschiedenen Argumentkategorien zum Befehl group ist beliebig. Die Anweisungen -rx und -addr wirken sich darauf aus, wie die darauf folgenden Zeichenketten (die nicht mit einem Minuszeichen beginnen dürfen) interpretiert werden: entweder als regulärer Ausdruck oder als E-Mail-Adresse. Mit ungroup können Sie Adressen oder reguläre Ausdrücke aus der oder den angegebenen Gruppe(n) entfernen. Die Syntax ist ähnlich zu der des Befehls group, Sie können jedoch das spezielle Zeichen * verwenden, um den Inhalt einer Gruppe zu löschen.
Diese Adressen können durch die Befehle alias, lists, subscribe und alternates auch implizit angelegt werden, indem Sie die die Option -group mit angeben.
Nachdem sie definiert sind, können diese Adressgruppen in Mustern zum Suchen und Eingrenzen der Anzeige auf die Nachrichten verwendet werden, die zu dieser Gruppe gehören.
alternates [-group Name] regulärer_Ausdruck [ regulärer_Ausdruck [ … ]]
unalternates [ *  | regulärer_Ausdruck [ regulärer_Ausdruck [ … ]] ]
Mit alternates teilen Sie Mutt alternative Adressen mit, auf denen Sie Nachrichten empfangen; Sie können für die Angabe reguläre Ausdrücke verwenden. Dies beeinflusst die Auffassung von Mutt über Nachrichten von Ihnen und Nachrichten, die an Sie adressiert sind. unalternates entfernt einen regulären Ausdruck aus der Liste der bekannten Alternativen. Die Anweisung -group bewirkt, dass alle darauf folgenden regulären Ausdrücke zu der benannten Gruppe hinzugefügt werden.
alternative_order Typ[/Subtyp] [ … ]
unalternative_order [ *  | Typ/Subtyp] […]
Mit dem Befehl alternative_order können Sie festlegen, welchen Teil eines multipart/alternative-Nachrichtenkörpers Mutt bevorzugen soll. Die Angabe des Subtyps als »*« entspricht jedem möglichen Subtyp, wie dies auch beim leeren der Fall ist. unalternative_order entfernt die Einträge aus der geordneten Liste oder löscht die Liste ganz, wenn Sie »*« als Argument angeben.
attachments [ + | - ]Disposition MIME-Typ
unattachments [ + | - ]Disposition MIME-Typ attachments?unattachments*
attachments gibt an, welche Arten von Anhängen von Mutt beim Zählen und Suchen von Anhängen berücksichtigt werden.
disposition ist der »Content-Disposition«-Typ, entweder »inline« (eingebettet) oder »attachment« (Anhang). Sie können die Angabe als I oder A abkürzen.
Der erste Teil einer Nachricht oder Multipart-Gruppe wird, sofern eingebettet, getrennt von anderen eingebetteten Teilen gezählt. Geben Sie root oder R für die Disposition an, um diese als Anhänge zu zählen. Falls der erste Teil vom Typ multipart/alternative ist, sollten Sie beachten, dass dessen eingebettete Teile der obersten Ebene auch über die Root-Disposition gezählt werden (sofern $count_alternatives gesetzt ist).
Der Disposition wird entweder ein + oder ein - vorangestellt. Falls es ein + ist, bedeutet das, dass Sie die Verwendung dieser Disposition und dieses MIME-Typs zulassen. Falls es ein - ist, bedeutet das, dass die Verwendung dieser Disposition und dieses MIME-Typs eine Ausnahme von vorhergehenden mit + versehenen Regeln darstellt.
Der MIME-Typ ist der MIME-Typ des Anhangs, auf den Sie den Befehl anwenden wollen. Ein MIME-Typ hat stets die Form »Haupttyp/Subtyp«, wobei der Haupttyp die allgemeine Kategorie des Dokuments angibt, das Sie betrachten, und der Subtyp den spezifischen Typ innerhalb dieser Kategorie beschreibt. Der Haupttyp-Teil eines MIME-Typs muss wörtlicher Text (oder das spezielle Zeichen *) sein, während der Subtyp-Teil ein regulärer Ausdruck sein darf (daher entspricht */.* einem beliebigen MIME-Typ).
Die von Ihnen für die attachments-Anweisung angegebenen MIME-Typen sind eine Art Muster. Bei der Verwendung der attachments-Anweisung werden die von Ihnen angegebenen Muster zur Liste hinzugefügt. Bei der Verwendung von unattachments wird das Muster aus der Liste entfernt. Die Muster werden zu diesem Zeitpunkt nicht expandiert und auf die spezifischen MIME-Typen angewendet – sie sind nichts weiter als Text in einer Liste. Sie werden nur dann angewendet, wenn tatsächlich eine Nachricht untersucht wird.
auto_view Typ[/Subtyp] [ … ]
unauto_view Typ[/Subtyp] [ … ]
Mit diesen Befehlen können Sie Mutt anweisen, beim Anzeigen von Nachrichten die angegebenen MIME-Typen automatisch in »text/plain« umzuwandeln. Damit dies funktioniert, muss es für den angegebenen MIME-Typ einen mailcap(5)-Eintrag geben, für den der copiousoutput-Schalter gesetzt ist. Die Angabe des Subtyps als »*« entspricht jedem möglichen Subtyp, wie dies auch beim leeren der Fall ist.
mime_lookup Typ[/Subtyp] [ … ]
unmime_lookup Typ[/Subtyp] [ … ]
Mit diesem Befehl können Sie eine Liste von »Daten«-MIME-Inhaltstypen definieren, für die Mutt versuchen wird, den tatsächlichen Dateityp aus dem Dateinamen abzuleiten und nicht den für den ursprünglichen MIME-Typ angegebenen mailcap(5)-Eintrag zu verwenden. Zum Beispiel können Sie den MIME-Typ application/octet-stream zu dieser Liste hinzufügen.
Dieser Befehl bindet die angegebene Taste gemäß der Zuweisung oder weist sie der angegebenen Funktion zu. Mehrere Zuweisungen können angegeben werden, indem Sie sie durch Kommata trennen (Leerraum ist nicht erlaubt).
Gültige Zuweisungen sind: generic, alias, attach, browser, editor, index, compose, pager, pgp, postpone, mix.
Weitere Informationen zu Tasten und Funktionen finden Sie im Mutt-Benutzerhandbuch. Beachten Sie, dass Sie den Funktionsnamen ohne spitze Klammern angeben müssen.
Diese Hook wird immer dann ausgeführt, wenn Sie auf ein fernes Postfach zugreifen. Dies ist nützlich, um Konfigurationseinstellungen für verschiedene IMAP- und POP-Servern anzupassen.
Dieser Befehl definiert einen Alias für einen Zeichensatz. Damit können Sie Nachrichten korrekt anzeigen lassen, für die ein Zeichensatz deklariert ist, der mutt nicht bekannt ist.
Dieser Befehl definiert einen systemspezifischen Namen für einen Zeichensatz. Dies ist nützlich, wenn die iconv(3)-Implementierung Ihres Systems keine MIME-Zeichensatznamen versteht (wie iso-8859-1), sondern auschließlich implementierungsspezifische Zeichensatznamen (wie 8859-1) erwartet. In diesem besonderen Fall setzen Sie Folgendes in Ihre Konfigurationsdatei:
iconv-hook iso-8859-1 8859-1
Der angegebene Befehl wird ausgeführt, bevor Mutt eine Nachricht anzeigt (oder zum Antworten oder Weiterleiten formatiert), die auf das angegebene Muster passt (oder wenn dem regulären Ausdruck ein Ausrufezeichen vorangestellt ist, nicht passt). Wenn verschiedene message-hooks passen, werden diese in der Reihenfolge ausgeführt, in der sie in der Konfigurationsdatei angegeben sind.
Wenn Mutt ein Postfach betritt, das auf den angegebenen regulären_Ausdruck passt (oder wenn dem regulären Ausdruck ein Ausrufezeichen vorangestellt ist, nicht passt), wird der angegebene Befehl ausgeführt.
Wenn verschiedene folder-hooks auf ein angegebenes E-Mail-Postfach passen, werden diese in der Reihenfolge ausgeführt, in der sie in der Konfigurationsdatei angegeben sind.
Dieser Befehl bindet die angegebene Tastenfolge an die angegebene Taste in der oder den angegebenen Zuweisung(en). Siehe bind für gültige Zuweisungen. Um mehrere Zuweisungen anzugeben, trennen Sie diese durch Kommata.
color Objekt [ Attribut … ] Vordergrund Hintergrund [ regulärer_Ausdruck ]
color index [ Attribut … ] Vordergrund Hintergrund [ Muster ]
color compose Verfassen-Objekt [ Attribut … ] Vordergrund Hintergrund
uncolor index Muster [ Muster … ]
Falls Ihr Terminal Farben unterstützt, können die folgenden Befehle zum Zuweisen von Vordergrund/Hintergrund-Kombinationen zu verschiedenen Objekten verwendet werden. Folgende Objekte sind verwendbar: attachment, body, bold, error, header, hdrdefault, index, indicator, markers, message, normal, prompt, quoted, quotedN, search, signature, status, tilde, tree, underline. Falls die Seitenleiste aktiviert ist, sind außerdem folgende Objekte verwendbar: sidebar_divider, sidebar_flagged, sidebar_highlight, sidebar_indicator, sidebar_new, sidebar_spoolfile. Die Objekte body und header ermöglichen Ihnen, die Einfärbung mittels eines regulären Ausdrucks zu beschränken. Das Objekt index erlaubt Ihnen die Auswahl eingefärbter Nachrichten gemäß eines Musters.
Folgende Verfassen-Objekte können verwendet werden: header, security_encrypt, security_sign, security_both, security_none.
Folgende Farben können verwendet werden: white, black, green, magenta, blue, cyan, yellow, red, default, colorN.
Folgende Attribute können verwendet werden: none, bold, underline, reverse und standout.
mono Objekt Attribut [ regulärer_Ausdruck ]
mono index Attribut [ Muster ]
Für Terminals, die keine Farbe unterstützen, können Sie weiterhin Objekten Attribute zuweisen.
[un]ignore Muster [ Muster … ]
Mit dem Befehl ignore können Sie Kopfzeilen angeben, die Sie normalerweise nicht sehen wollen. Jedes Kopfzeilenfeld, dessen Markierung mit einem »ignorierten« Muster »beginnt«, wird ignoriert.
Mit dem Befehl unignore können Sie Ausnahmen von der vorstehend erwähnten Liste der ignorierten Kopfzeilen definieren.
lists [-group Name] regulärer_Ausdruck [ regulärer_Ausdruck … ]
unlists regulärer_Ausdruck [ regulärer_Ausdruck … ]
subscribe [-group Name] regulärer_Ausdruck [ regulärer_Ausdruck … ]
unsubscribe regulärer_Ausdruck [ regulärer_Ausdruck … ]
Mutt verwaltet zwei Listen für die Adressmuster von Mailinglisten, eine der abonnierten und eine der bekannten Mailinglisten. Alle abonnierten Mailinglisten sind auch bekannte Mailinglisten. Die Muster verwenden reguläre Ausdrücke.
Der Befehl lists fügt eine Mailinglistenadresse zu der Liste der bekannten Mailinglisten hinzu. Der Befehl unlists entfernt eine Mailingliste aus der Liste der bekannten und abonnierten Mailinglisten. Der Befehl subscribe fügt eine Mailingliste zu der Liste der bekannten und abonnierten Mailinglisten hinzu. Der Befehl unsubscribe entfernt sie aus der Liste der abonnierten Mailinglisten. Die Anweisung -group fügt alle darauf folgenden regulären Ausdrücke zu der benannten Gruppe hinzu.
Wenn Mutt in ein Postfach wechselt, das auf den angegebenen regulären_Ausdruck passt, dann wird das angegebene Postfach als »mbox«-Postfach verwendet, das heißt, dass gelesene Nachrichten in dieses Postfach verschoben werden, wenn das Nachrichtenpostfach verlassen wird.
Die erste passende mbox-hook wird angewendet.
mailboxes [[-notify | -nonotify]

[-poll | -nopoll]
[[-label label] | -nolabel]
Dateiname] [ … ] unmailboxes [ * | Dateiname … ]
Durch mailboxes werden Postfächer angegeben, die Nachrichten empfangen können und auf neue Nachrichten überprüft werden. Beim Postfachwechsel bewegen Sie sich durch Drücken der Leertaste durch die Postfächer mit neuen Nachrichten. Der Befehl unmailboxes entfernt einen Dateinamen aus der Liste der Postfächer, die Nachrichten empfangen können. Falls »*« als Dateiname angegeben ist, wird die Liste geleert.
my_hdr Zeichenkette
unmy_hdr Feld
Mit my_hdr können Sie Kopfzeilen festlegen, die zu den von Ihnen verfassten Nachrichten hinzugefügt werden. unmy_hdr entfernt die angegebenen benutzerdefinierten Kopfzeilen.
Mit diesem Befehl können Sie eine Reihenfolge angeben, in der Mutt versuchen wird, Ihnen beim Betrachten von Nachrichten die Kopfzeilen anzuzeigen.
Wenn eine Nachricht auf das angegebene Muster passt, wird der angegebene Dateiname beim Speichern als vorgegebener Dateiname verwendet.
Wenn eine ausgehende Nachricht auf das angegebene Muster passt, wird der angegebene Dateiname beim Speichern einer Kopie (Fcc) als vorgegebener Dateiname verwendet.
Dieser Befehl ist eine Abkürzung für die identischen Befehle fcc-hook und save-hook.
Beim Verfassen einer Nachricht, die auf das angegebene Muster passt, wird der angegebene Befehl ausgeführt. Sollten mehrere send-hooks passen, werden diese in der Reihenfolge ausgeführt, wie sie in der Konfigurationsdatei angegeben sind.
Wann immer eine Nachricht geändert wird, auf die das Muster passt, sei es durch Bearbeiten oder über das Bearbeiten-Menü, wird der angegebene Befehl ausgeführt. Sollten mehrere send-hooks passen, werden diese in der Reihenfolge ausgeführt, wie sie in der Konfigurationsdatei angegeben sind. Mögliche Anwendungsfälle sind beispielsweise das Setzen der Variablen $sendmail, wenn die »From:«-Kopfzeile einer Nachricht geändert wird.
Die Ausführung von send2-hook wird durch enter-command aus dem Bearbeitungsmenü nicht ausgelöst.
Beim Antworten auf eine Nachricht, die auf das angegebene Muster passt, wird der angegebene Befehl ausgeführt. Sollten mehrere reply-hooks passen, werden diese in der Reihenfolge ausgeführt, wie sie in der Konfigurationsdatei angegeben sind. Allerdings werden alle reply-hooks geprüft und vor send-hooks ausgeführt, unabhängig von ihrer Reihenfolge in der Konfigurationsdatei.
Der Befehl crypt-hook bietet eine Methode, mit der Sie bei der Verschlüsselung von Nachrichten an einen bestimmten Empfänger die Kennung des zu verwendenden öffentlichen Schlüssels angeben können. Der Begriff »Schlüsselkennung« ist dabei weit gefasst: Es kann eine andere E-Mail-Adresse, eine numerische Schlüsselkennung oder sogar eine beliebige Suchzeichenkette sein. Sie können mehrere crypt-hooks mit dem gleichen regulären_Ausdruck verwenden. Passen mehrere crypt-hooks, dann ergeben sich mehrere Schlüsselkennungen für einen Empfänger.
Dieser Befehl wird zum dynamischen Einfügen von Formatzeichenketten in $index_format basierend auf Mustervergleich mit der aktuellen Nachricht verwendet.
Die $index_format-Expandier-Aktion %@name@ gibt einen Platzhalter für die Einfügung an. $index_format-Hooks mit dem gleichen Namen werden anhand des Musters mit der aktuellen Nachricht verglichen. Die Übereinstimmungssuche wird in der in der .muttrc angegebenen Reihenfolge vorgenommen, wobei der erste gefundene Treffer verwendet wird. Die Formatzeichenkette des Hooks wird dann ersetzt und ausgewertet.
open-hook regulärer_Ausdruck "Befehl"
close-hook regulärer_Ausdruck "Befehl"
append-hook regulärer_Ausdruck "Befehl"
Diese Befehle stellen eine Möglichkeit bereit, mit komprimierten Postfächern umzugehen. Der angegebene reguläre_Ausdruck gibt an, welche Postfächer als komprimiert zu betrachten sind (zum Beispiel »\\.gz$«). Die Befehle weisen Mutt an, wie ein Postfach zu dekomprimieren (close-hook), zu komprimieren (close-hook) ist oder fügen eine komprimierte Nachricht zu einem komprimierten Postfach hinzu (append-hook). Die Befehl-Zeichenkette ist eine Zeichenkette im printf(3)-Stil und sollte zwei Parameter akzeptieren: %f, was durch den Namen des (komprimierten) Postfachs ersetzt wird, und %t, was durch den Namen des temporären Postfachs ersetzt wird, in das geschrieben werden soll.
push Zeichenkette
exec Funktion [ … ]
push fügt die benannte Zeichenkette zum Tastaturpuffer hinzu. »exec Funktion« ist gleichbedeutend mit »push <Funktion>«.
Der Befehl run wertet das Argument MuttLisp aus. Die Ausgabe von MuttLisp wird dann als Mutt-Befehl ausgeführt, so als ob er stattdessen in der .muttrc eingegeben worden wäre.
score Muster Wert
unscore [ * | Muster … ]
Der Befehl score fügt den angegebenen Wert zur Bewertung einer Nachricht hinzu, falls diese auf das angegebene Muster passt. Der Befehl unscore entfernt Bewertungseinträge aus der Liste.
set [no|inv|&|?]Variable[=Wert] [ … ]
toggle Variable [ … ]
unset Variable [ … ]
reset Variable [ … ]
Diese Befehle werden zum Festlegen und Bearbeiten von Konfigurationsvariablen verwendet.
Mutt kennt vier Basistypen an Variablen: boolescher Wert, Zahl, Zeichenkette und Quadoption. Boolesche Variablen können gesetzt (wahr), nicht gesetzt (unwahr) oder umgeschaltet sein. Zahlvariablen kann ein positiver Ganzzahlwert zugewiesen werden.
Zeichenkettenvariablen bestehen aus einer beliebigen Anzahl darstellbarer Zeichen. Die Zeichenketten müssen in Anführungszeichen eingeschlossen werden, falls sie Leerzeichen oder Tabulatoren enthalten sollten. Für Zeilenvorschübe beziehungsweise Tabulatoren dürfen Sie auch die »Maskiersequenzen« \n und \t verwenden.
Mit Quadoption-Variablen wird festgelegt, ob bei bestimmten Aktionen um Bestätigung gebeten werden soll oder nicht, oder um eine Vorgabeaktion festzulegen. Ein Wert von yes bewirkt, dass die Aktion automatisch ausgeführt wird, so als ob Sie die Frage bejaht hätten. Auf ähnliche Weise führt ein Wert von no dazu, dass die Aktion so ausgeführt wird, als hätten Sie die Frage verneint. Ein Wert von ask-yes führt dazu, dass eine Eingabeaufforderung mit der vorgegebenen Antwort »ja« und bei ask-no mit der vorgegebenen Antwort »nein« dargestellt wird.
Der Befehl reset setzt alle angegebenen Variablen auf deren Urzustand zum Kompilierungszeitpunkt zurück. Wenn Sie die spezielle Variable all zurücksetzen, werden alle Variablen auf deren Urzustände zurückgesetzt.
setenv [?]Variable [ Wert ]
unsetenv Variable
Dies beeinflusst die Umgebung, die Mutt an seine Kindprozesse übergibt. Wenn Sie ein »?« voranstellen, können Sie aktuelle Umgebungswerte abfragen.
sidebar_whitelist Postfach [ Postfach …]
unsidebar_whitelist [ * | Postfach … ]
sidebar_whitelist gibt Postfächer an, die in der Seitenleiste immer angezeigt werden, und zwar auch dann, wenn $sidebar_new_mail_only gesetzt ist und das Postfach keine neuen Nachrichten enthält.
unsidebar_whitelist wird zum Entfernen eines Postfachs aus der Positivliste der Postfächer verwendet. Mit unsidebar_whitelist * können Sie alle Postfächer entfernen.
Die angegebene Datei wird als Konfigurationsdatei ausgewertet.
spam Muster Format
nospam Muster
Diese Befehle definieren Muster zur Erkennung unerwünschter Nachrichten (Spam) aus externen Spamfiltern, so dass Mutt »Spam-Markierungen« oder »Spam-Attribute« sortieren, begrenzen oder nach diesen suchen oder im Index anzeigen kann. Im Mutt-Handbuch finden Sie weitere Details hierzu.
subjectrx Muster Ersetzung
unsubjectrx [ * | Muster ]
subjectrx gibt einen regulären Ausdruck in Form des Musters an, der die Betreffzeile durch die angegebene Ersetzung ersetzt, wenn dieses Muster in einem Nachrichten-Betreff erkannt wird. Die Ersetzung wird auf die gleiche Weise wie beim Befehl spam angewendet: %L für den Text vor der gefundenen Übereinstimmung, %R für den Text nach der gefundenen Übereinstimmung und %1 für die erste Untergruppe in der Übereinstimmung (usw.). Falls Sie die Übereinstimmung einfach nur löschen wollen, setzen Sie dies auf »%L%R«. Es können beliebig viele subjectrx-Befehle gleichzeitig vorhanden sein.
Beachten Sie: Die Ersetzung ersetzt den gesamten Betreff, nicht nur die gefundene Übereinstimmung!
unsubjectrx entfernt ein angegebenes subjectrx aus der Ersetzungsliste. Falls * als Muster verwendet wird, werden alle Ersetzungen entfernt.
Dieser Befehl entfernt alle Hooks des angegebenen Typs, oder alle Hooks, wenn »*« als Argument verwendet wird. Der hook-type kann jeder der vorstehend dokumentierten hook-Befehle sein.
mailto_allow Kopfzeilenfeld [ … ]
unmailto_allow [ * | Kopfzeilenfeld … ]
Mit diesen Befehlen kann der Benutzer die Liste der zulässigen Kopfzeilenfelder in einer mailto:-URL verändern, die Mutt in die erzeugte Nachricht einbezieht. Standardmäßig enthält die Liste nur subject und body, wie in RFC 2368 spezifiziert.
Gibt die angegebene Nachricht im Nachrichtenfenster aus. Nach dem Ausgeben der Nachricht pausiert echo für die durch $sleep_time angegebene Anzahl von Sekunden.
Ändert das aktuelle Arbeitsverzeichnis.

In Mutt können Sie an verschiedenen Stellen, einschließlich der vorstehend genannten hook-Befehle, Muster zur Übereinstimmungssuche in Nachrichten angeben.

Ein einfaches Muster besteht aus einem Modifikator der Form »~Zeichen«, eventuell gefolgt von einem Parameter, anhand dessen Mutt Übereinstimmungen auf Basis dieses Modifikators suchen soll. Für einige Zeichen kann das ~ durch ein anderes Zeichen ersetzt werden, um das Verhalten der Übereinstimmungssuche zu beeinflussen. Diese Zeichen sind in der nachfolgenden Liste der Modifikatoren beschrieben.

Bei einigen dieser Modifikatoren besteht das Objekt, das gefunden werden soll, aus mehreren E-Mail-Adressen. In diesen Fällen stimmt das Objekt überein, wenn mindestens eine dieser E-Mail-Adressen passt. Sie können einem solchen Muster ein Zirkumflex-Zeichen (»^«) voranstellen, um anzugeben, dass alle Adressen passen müssen, damit das Objekt als passend angesehen wird.

Komplexe Muster können Sie durch Kombinieren einfacher Muster mit logischen Operatoren bilden. Für das logische UND verketten Sie zwei einfache Muster, zum Beispiel »~C mutt-dev ~s bug«. Das logische ODER wird durch Einfügen einer vertikalen Linie (Pipe-Zeichen, »|«) zwischen zwei Mustern gekennzeichnet, zum Beispiel »~C mutt-dev | ~s bug«. Zusätzlich können Sie ein Muster negieren, indem Sie ein Ausrufezeichen (»!«) voranstellen. Zum logischen Gruppieren verwenden Sie Klammern (»()«). Beispiel: »(~t mutt|~c mutt) ~f elkins«.

Mutt versteht die folgenden einfachen Muster:

~A
alle Nachrichten
~b AUSDRUCK
Nachrichten, deren Nachrichtenkörper auf den angegebenen AUSDRUCK passt.
=b ZEICHENKETTE
Sofern IMAP aktiviert ist, agiert dies wie ~b, aber sucht auf dem Server nach der angegebenen ZEICHENKETTE, anstatt die Nachricht herunterzuladen und sie lokal zu durchsuchen.
~B AUSDRUCK
Nachrichten, die als Ganzes auf den angegebenen AUSDRUCK passen.
=B ZEICHENKETTE
Sofern IMAP aktiviert ist, agiert dies wie ~B, aber sucht auf dem Server nach der angegebenen ZEICHENKETTE, anstatt die Nachricht herunterzuladen und sie lokal zu durchsuchen.
~c AUSDRUCK
Nachrichten als Kopie (Cc:), die auf den angegebenen AUSDRUCK passen
%c GRUPPE
Nachrichten als Kopie an irgendein Mitglied der angegebenen GRUPPE
~C AUSDRUCK
vergleicht Empfängeradresse (To:) oder Kopie (CC:) mit dem angegebenen AUSDRUCK
%C GRUPPE
Nachrichten mit Empfängeradresse (To:) oder als Kopie (Cc:) an ein Mitglied der angegebenen GRUPPE
~d MIN-MAX
Nachrichten mit »date-sent« (Sendedatum) im angegebenen Datumsbereich
~D
gelöschte Nachrichten
~e AUSDRUCK
Nachrichten, deren »Sender«-Feld auf den angegebenen AUSDRUCK passt
%e GRUPPE
Nachrichten, die ein Element der angegebenen GRUPPE im »Sender«-Feld enthalten
~E
abgelaufene Nachrichten
~f AUSDRUCK
Nachrichten, deren Absender auf den angegebenen AUSDRUCK passt
%f GRUPPE
Nachrichten, die von einem beliebigen Mitglied der angegebenen GRUPPE stammen
~F
markierte Nachrichten
~g
PGP-signierte Nachrichten
~G
PGP-verschlüsselte Nachrichten
~h AUSDRUCK
Nachrichten, deren Kopfzeilen auf den angegebenen AUSDRUCK passen
=h ZEICHENKETTE
Sofern IMAP aktiviert ist, agiert dies wie ~h, aber sucht auf dem Server nach der angegebenen ZEICHENKETTE, anstatt die Nachricht herunterzuladen und sie lokal zu durchsuchen. Die ZEICHENKETTE muss die Form »Kopfzeile: Sub-Zeichenkette« haben.
~H AUSDRUCK
Nachrichten mit Spam-Markierungen, die auf den angegebenen AUSDRUCK passen
~i AUSDRUCK
Nachrichten, deren »Message-ID«-Feld auf den angegebenen AUSDRUCK passt
~k
Nachrichten, die PGP-Schlüsselmaterial enthalten
~l
Nachrichten, die an eine bekannte Mailingliste adressiert sind (entweder von subscribe oder von list definiert)
~L AUSDRUCK
Nachrichten, deren Absender oder Empfänger auf den angegebenen AUSDRUCK passen
%L GRUPPE
Nachrichten, die entweder von einem Mitglied der angegebenen GRUPPE stammen oder von einem solchen empfangen wurden
~m MIN-MAX
Nachrichten im Bereich von MIN bis MAX
~M AUSDRUCK
Nachrichten, die einen MIME-»Content-Type« enthalten, der auf den angegebenen AUSDRUCK passt
~n MIN-MAX
Nachrichten mit einer Bewertung im Bereich von MIN bis MAX
~N
neue Nachrichten
~O
alte Nachrichten
~p
an Sie adressierte Nachrichten (bezieht $from, alternates und die lokale Benutzerkonto-/Rechnerkonfiguration ein)
~P
Nachrichten von Ihnen (bezieht $from, alternates und die lokale Benutzerkonto-/Rechnerkonfiguration ein)
~Q
Nachrichten, die beantwortet wurden
~r MIN-MAX
Nachrichten mit »date-received« im angegebenen Datumsbereich
~R
gelesene Nachrichten
~s AUSDRUCK
Nachrichten, deren »Subject«-Feld (Betreff) auf den angegebenen AUSDRUCK passt
~S
ersetzte Nachrichten
~t AUSDRUCK
an AUSDRUCK adressierte Nachrichten
~T
markierte Nachrichten
~u
Nachrichten, die an eine abonnierte Mailingliste adressiert sind (definiert durch subscribe-Befehle)
~U
ungelesene Nachrichten
~v
Nachricht, die Teil eines zusammengeklappten Diskussionsfadens ist.
~V
kryptografisch überprüfte Nachrichten
~x AUSDRUCK
Nachrichten, deren »References«- oder »In-Reply-To«-Feld auf den angegebenen AUSDRUCK passt
~X MIN-MAX
Nachrichten mit einer Anzahl Anhängen von MIN bis MAX
~y AUSDRUCK
Nachrichten, deren »X-Label«-Feld auf den angegebenen AUSDRUCK passt
~z MIN-MAX
Nachrichten mit einer Größe im Bereich von MIN bis MAX
~=
Nachrichtenduplikate (siehe $duplicate_threads)
~$
Unreferenzierte Nachricht (erfordert Diskussionsfaden-Ansicht)
~(MUSTER)
Nachrichten in Diskussionsfäden, die Nachrichten enthalten, die auf ein bestimmtes Muster passen; zum Beispiel alle Diskussionsfäden, die Nachrichten von Ihnen enthalten: ~(~P)
~<(MUSTER)
Nachrichten, deren unmittelbarer Vorgänger auf das angegebene MUSTER passt; zum Beispiel Antworten auf Ihre Nachrichten: ~<(~P)
~>(MUSTER)
Nachrichten, deren unmittelbarer Nachfolger auf das angegebene MUSTER passt; zum Beispiel Nachrichten, auf die Sie geantwortet haben: ~>(~P)

In der obigen Liste ist der AUSDRUCK ein regulärer Ausdruck.

Mit den Modifikatoren ~d, ~m, ~n, ~r, ~X und ~z können Sie auch Bereiche in den Formen <MAX, >MIN, MIN- und -MAX angeben.

Mit dem Modifikator ~z können Sie die Suffixe »K« und »M« verwenden, um Kilobyte beziehungsweise Megabyte anzugeben.

Die Modifikatoren ~b, ~B, ~h, ~M und ~X erfordern das Einlesen jeder Nachricht, was viel langsamer sein kann.

Indem Sie im Namen des Musters = anstatt ~ verwenden, können Sie Mutt anweisen, den angegebenen AUSDRUCK als einfache Zeichenkette statt als regulären Ausdruck aufzufassen.

Übereinstimmungssuche in Datumsangaben

Die Modifikatoren ~d und ~r werden zur Übereinstimmungssuche von Datumsbereichen verwendet, die als in Ihrer lokalen Zeitzone angegeben interpretiert werden.

Eine Datumsangabe hat die Form TT[/MM[/[cc]JJ]], das ist ein zweistelliges Datum, optional gefolgt von einem zweistelligen Monat, wiederum optional gefolgt von einer Jahresangabe. Weggelassene Felder sind standardmäßig der aktuelle Monat bzw. das aktuelle Jahr.

Mutt versteht entweder zwei- oder vierstellige Jahresangaben. Wenn Sie das Jahr zweistellig angeben, interpretiert Mutt Werte kleiner als 70 als Jahre im 21. Jahrhundert (das heißt, »38« bedeutet 2038 und nicht 1938, und »00« wird als das Jahr 2000 interpretiert) und Werte größer als oder gleich 70 als Jahre im 20. Jahrhundert.

Beachten Sie, dass dieses Verhalten Millennium-(Jahr 2000-)kompatibel ist, aber Mutt ein Problem mit dem Jahr 2070 hat.

Alternativ können Sie ein Datum in der Form JJJJMMTT angeben.

Falls ein Datumsbereich aus einem einzelnen Datum besteht, wird der Modifikator dem genauen Datum entsprechen. Falls der Datumsbereich aus einem Minuszeichen besteht (»-«), gefolgt von einem Datum, erfasst die Übereinstimmungssuche jedes Datum vor und bis zu diesem angegebenen Datum. Für einen Datumsbereich mit einem daran angehängten Minuszeichen gilt analog der Bereich ab diesem Datum. Zwei Datumsangaben, durch ein Minuszeichen getrennt, bezeichnen jedes Datum, das innerhalb des angegebenen Datumsbereichs liegt.

Sie können ein absolutes Datum auch ändern, indem Sie einen Fehlerbereich angeben. Ein solcher Fehlerbereich besteht aus einem der Zeichen +, -, *, gefolgt von einer positiven Zahl, wiederum gefolgt von einem der Einheitenzeichen y, m, w oder d, welches Jahre, Monate, Wochen beziehungsweise Tage bezeichnet. + erhöht das maximale Datum durch das angegebene Zeitintervall, - verringert das minimale Datum durch das angegebene Zeitintervall und * erhöht das maximale Datum sowie verringert das minimale Datum durch das angegebene Zeitintervall. Es ist möglich, mehrere Fehlerspannen anzugeben, die dann kumuliert werden. Beispiel: 1/1/2001-1w+2w*3d

Sie können auch Versätze gegenüber dem aktuellen Datum angeben. Ein Versatz wird als eines der Zeichen <, >, = angegeben, gefolgt von einer positiven Zahl, wiederum gefolgt von einem der Einheitenzeichen y, m, w oder d, H, M oder S. > entspricht Daten, die vor der angegebenen Zeitspanne liegen; ein Versatz, der mit dem Zeichen < beginnt, entspricht Daten, die nach der angegebenen Zeitspanne liegen; und ein Versatz, der mit dem Zeichen = beginnt, entspricht Zeitpunkten, die um genau die angegebene Zeitspanne in der Vergangenheit liegen.

Typ: Quadoption
Vorgabe: no
Wenn der Textkörper der Nachricht $abort_noattach_regexp entspricht und keine Anhänge vorhanden sind, steuert diese Quadoption, ob das Senden der Nachricht abgebrochen wird.
Typ: regulärer Ausdruck
Vorgabe: »attach«
Gibt einen regulären Ausdruck an, der auf den Nachrichtenkörper angewendet wird, um zu bestimmen, ob ein Anhang erwähnt, aber unbeabsichtigt vergessen wurde. Falls der Ausdruck passt, wird anhand von $abort_noattach bestimmt, ob das Senden der Nachricht abgebrochen wird.
Wie bei anderen regulären Ausdrücken in Mutt wird bei der Suche Groß- und Kleinschreibung berücksichtigt, wenn das Muster mindestens einen Großbuchstaben enthält, ansonsten nicht.
Typ: Quadoption
Vorgabe: ask-yes
Falls auf yes gesetzt und beim Verfassen einer Nachricht kein Betreff an der Eingabeaufforderung für Betreffzeilen angegeben wird, dann wird das Verfassen abgebrochen. Falls auf no gesetzt, wird beim Verfassen einer Nachricht ohne Eingabe der Betreffzeile an der Eingabeaufforderung das Verfassen niemals abgebrochen.
Typ: Quadoption
Vorgabe: yes
Falls auf yes gesetzt, wird das Verfassen sofort nach dem Bearbeiten des Nachrichtenkörpers abgebrochen, falls die Datei nicht verändert wurde (diese Überprüfung wird nur nach der ersten Bearbeitung der Datei vorgenommen). Wenn auf no gesetzt, wird das Verfassen niemals abgebrochen.
Typ: Pfad
Vorgabe: »~/.muttrc«
Gibt die Standarddatei an, in der die von der Funktion <create-alias> erstellten Aliase gespeichert werden sollen. Falls gesetzt und außerdem $config_charset gesetzt ist, werden die zu dieser Datei hinzugefügten Einträge in diesem Zeichensatz kodiert, anderenfalls in dem aktuellen Zeichensatz kodiert.
Achtung: Mutt wird diese Datei nicht automatisch einlesen; Sie müssen dies ausdrücklich mit dem Befehl source veranlassen, damit sie eingelesen wird, falls diese Option auf eine dedizierte Alias-Datei zeigt.
Die Vorgabe für diese Option ist die gegenwärtig verwendete muttrc-Datei oder »~/.muttrc«, falls keine benutzerdefinierte muttrc gefunden wurde.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »%4n %2f %t %-10a   %r«
Legt das Format der Daten fest, die im »Alias«-Menü angezeigt werden. Die folgenden Sequenzen im printf(3)-Stil sind verfügbar:
%a
Aliasname
%f
Markierungen - derzeit ein »d« für einen zum Löschen vorgesehenen Alias
%n
Indexnummer
%r
Adresse, zu welcher der Alias expandiert wird
%t
Zeichen, das anzeigt, ob der Alias für die Berücksichtigung ausgewählt ist
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Steuert, ob 8-bit-Daten mittels entweder Quoted-Printable oder Base64-Kodierung beim Senden von Nachrichten in 7-bit-Daten umgewandelt werden sollen.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Steuert, ob ANSI-Farbcodes in Nachrichten (oder Farbanweisungen in RTF-Nachrichten) interpretiert werden sollen. Nachrichten, die solche Codes enthalten, sind selten, aber falls diese Option gesetzt ist, wird deren Text entsprechend farbig dargestellt. Beachten Sie, dass dies Ihre Farbeinstellungen außer Kraft setzen und sogar zu einem Sicherheitsproblem führen kann, da eine Nachricht folgende Zeile enthalten könnte:
[-- PGP-Ausgabe folgt …
Diese Zeile könnte die gleiche Farbe haben wie für Anhänge (siehe auch $crypt_timestamp).
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, wird im aktuellen Menüeintrag ein Pfeil (»->«) angezeigt, anstatt die ganze Zeile hervorzuheben. In langsamen Netzwerken oder über Modemverbindungen werden Reaktionszeiten dadurch verringert, da beim Wechseln zum nächsten oder vorherigen Menüeintrag auf dem Bildschirm weniger neu gezeichnet werden muss.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, wird Mutt beim Anzeigen der Baumansichten von Diskussionsfäden und Anhängen einfache ASCII-Zeichen anstelle der vorgegebenen ACS-Zeichen verwenden.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, wird Mutt vor der Bearbeitung einer ausgehenden Nachricht nach Blindkopie-Empfängern (Bcc) fragen.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, wird Mutt vor der Bearbeitung des Textkörpers einer ausgehenden Nachricht nach Kopie-Empfängern (Cc) fragen.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Diese Variable ist eine durch Doppelpunkte getrennte Liste von Zeichenkodierungs-Schemata für Nachrichten ohne Angabe der Zeichenkodierung. Für Werte der Kopfzeilenfelder und Inhalt des Nachrichtenkörpers ohne Angabe der Zeichenkodierung wird angenommen, dass deren Kodierung in einer dieser Listen zu finden sind. Standardmäßig wird angenommen, dass alle Kopfzeilenfelder und Nachrichtenkörper ohne Angabe der Zeichenkodierung in »us-ascii« kodiert sind.
Beispielsweise könnten japanische Benutzer Folgendes bevorzugen:
set assumed_charset=”iso-2022-jp:euc-jp:shift_jis:utf-8”
Jedoch ist nur der erste Inhalt für den Nachrichtenkörper gültig.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Diese Variable ist eine durch Doppelpunkte getrennte Liste von Zeichenkodierungs-Schemata für Textdatei-Anhänge. Mutt verwendet diese Einstellung, um zu erraten, in welcher Kodierung angehängte Dateien vorliegen, um diese in einen passenden Zeichensatz aus $send_charset umzuwandeln.
Falls nicht gesetzt, wird stattdessen der Wert von $charset verwendet. Zum Beispiel würde für den Umgang mit japanischem Text folgende Konfiguration funktionieren:
set attach_charset=”iso-2022-jp:euc-jp:shift_jis:utf-8”
Achtung: Japanische Benutzer müssen, falls verwendet, diesem Wert »iso-2022-*« voranstellen, wie vorstehend gezeigt.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »%u%D%I %t%4n %T%.40d%> [%.7m/%.10M, %.6e%?C?, %C?, %s] «
Diese Variable beschreibt das Format des »Anhang«-Menüs. Die folgenden Sequenzen im printf(3)-Stil werden verstanden:
%C
Zeichensatz
%c
Erfordert Zeichensatzumwandlung (»n« oder »c«)
%D
Gelöscht-Markierung
%d
Beschreibung (falls nicht vorhanden, wird ersatzweise %F verwendet)
%e
MIME content-transfer-encoding
%F
Dateiname in der »Content-Disposition«-Kopfzeile (falls nicht vorhanden, wird ersatzweise %f verwendet)
%f
Dateiname
%I
Disposition (»I« für eingebettet, »A« für Anhang)
%m
MIME-Haupttyp
%M
MIME-Subtyp
%n
Anhangsnummer
%Q
»Q«, falls der MIME-Teil als zu zählender Anhang infrage kommt
%s
Größe (siehe formatstrings-size)
%t
Ausgewählt-Markierung
%T
Zeichen für grafische Baumansichten
%u
Unlink-Markierung (= zum Löschen vorgesehen)
%X
Anzahl der infrage kommenden MIME-Teile in diesem Teil und dessen Unterteilen (bitte schauen Sie im Abschnitt »attachments« nach möglichen Einflüssen auf die Geschwindigkeit nach)
%>X
Ausrichtung der restlichen Zeichenkette nach rechts und Auffüllung mit dem Zeichen »X«
%|X
Auffüllung bis zum Ende der Zeile mit dem Zeichen »X«
%*X
Weiche Auffüllung mit dem Zeichen »X« als Füllzeichen
Eine Erklärung für die »weiche Auffüllung« finden Sie in der Dokumentation zu $index_format.
Typ: Quadoption
Vorgabe: ask-yes
Diese Quadoption bewirkt, dass der Benutzer beim Speichern empfangener Textanhänge gefragt wird, ob der Zeichensatz umgewandelt werden soll, falls der Zeichensatz des Anhangs (oder $assumed_charset, falls keiner angegeben ist) sich von dem Zeichensatz unterscheidet.
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Das vorgegebene Verzeichnis zum Speichern von Anhängen aus dem »Anhang«-Menü. Falls es nicht existiert, fragt Mutt nach, um das Verzeichnis vor dem Speichern anzulegen.
Falls der Pfad ungültig ist (zum Beispiel kein Verzeichnis, oder es kann nicht mit chdir(2) hineingewechselt werden), verwendet Mutt ersatzweise das aktuelle Verzeichnis.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »\n«
Der für den Umgang mit Anhängen (Speichern, Drucken, Weiterleiten usw.) verwendete Trenner auf einer Liste von ausgewählten Anhängen.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls diese Variable nicht gesetzt ist, verkettet Mutt bei Aktionen mit einer Liste ausgewählter Anhänge (Speichern, Drucken, Weiterleiten usw.) diese Anhänge und agiert mit ihnen, so als ob es ein einzelner Anhang wäre. Das durch $attach_sep festgelegte Trennzeichen wird nach jedem Anhang eingefügt. Wenn gesetzt, verarbeitet Mutt die Anhänge einzeln nacheinander.
Typ: Zeichenkette (übersetzt)
Vorgabe: »Am %d, %n schrieb:«
Diese Zeichenkette wird einer Nachricht vorangestellt, die in einer Antwort zitiert wird. Eine vollständige Liste der definierten Sequenzen im printf(3)-Stil finden Sie im Abschnitt zu $index_format.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Die von strftime(3) zum Formatieren von Daten in der Zuordnungs-Zeichenkette verwendete Locale. Alles, was Ihr System für die Locale-Umgebungsvariable $LC_TIME akzeptiert, kann hier verwendet werden.
Diese Variable dient dazu, das Zuordnungs-Datumsformat anhand des Empfängers oder Postfachs mittels Hooks anzupassen. Standardmäßig verwendet Mutt Ihre Locale-Umgebung, so dass dies nicht gesetzt werden muss, außer wenn der Vorgabewert außer Kraft gesetzt werden soll.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, nimmt Mutt an, dass die Existenz einer »List-Post«-Kopfzeile bedeutet, dass der Empfänger diese Liste abonniert hat. Die Nachricht wird zur »subscribe«-Liste hinzugefügt, außer wenn die Mailingliste in den Listen »unsubscribe« oder »unlist« enthalten ist. Das Auswerten und Überprüfen dieser Dinge verlangsamt das Lesen der Kopfzeilen; daher ist diese Option standardmäßig deaktiviert.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, werden Funktionen im Index-Menü, die eine Nachricht beeinflussen, auf alle ausgewählten Nachrichten angewendet (falls welche ausgewählt sind). Wenn nicht gesetzt, müssen Sie zuerst die Funktion <tag-prefix> (standardmäßig über »;« erreichbar) verwenden, um die nächste Funktion auf alle ausgewählten Nachrichten anzuwenden.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, wird Autocrypt aktiviert, was passiven Verschlüsselungsschutz mit über Kopfzeilen ausgetauschten Schlüsseln ermöglicht. Siehe »autocryptdoc« für weitere Details. (nur Autocrypt)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »%4n %-30a %20p %10s«
Diese Variable beschreibt das Format des Menüs »Autocrypt-Konto«. Die folgenden Sequenzen im printf(3)-Stil werden verstanden:
%a
E-Mail-Adresse
%k
GPG-Schlüsselkennung
%n
Nummer des aktuellen Eintrags
%p
»Entschlüsselung bevorzugt«-Markierung
%s
Statusmarkierung (aktiv/inaktiv)
(nur Autocrypt)
Typ: Pfad
Vorgabe: »~/.mutt/autocrypt«
Diese Variable legt fest, wo Autocrypt-Dateien gespeichert werden, einschließlich des GPG-Schlüsselbundes und der Sqlite-Datenbank. Siehe »autocryptdoc« für weitere Details. (nur Autocrypt)
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, wird beim Beantworten einer Autocrypt-E-Mail automatisch Autocrypt in der Antwort aktiviert. Sie könnten dies nicht setzen wollen, falls Sie den gleichen Schlüssel für Autocrypt als normales »web-of-trust« (»Netz des Vertrauens«) verwenden, so dass Autocrypt nicht für alle verschlüsselten Antworten erzwungen wird. (nur Autocrypt)
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn dies zusammen mit $edit_headers gesetzt ist, überspringt Mutt das anfängliche Senden-Menü (in dem nach Betreff und Empfängern gefragt wird) und ermöglicht Ihnen, direkt mit der Bearbeitung des Textkörpers Ihrer Nachricht zu beginnen. Auf das Senden-Menü kann weiterhin zugegriffen werden, wenn Sie mit der Bearbeitung des Textkörpers Ihrer Nachricht fertig sind.
Achtung: Wenn diese Option gesetzt ist, können Sie keine send-Hooks verwenden, die beim Verfassen einer neuen Nachricht (nicht bei einer Antwort) von den Empfängern abhängig sind, da die Liste der Empfänger anfänglich leer ist.
Siehe auch $fast_reply.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, führt Mutt $editor während des Verfassens der Nachricht im Hintergrund aus. Eine Rückkehrseite wird angezeigt, die auf das Beenden von $editor wartet. Die Rückkehrseite kann beendet werden, wodurch das Durchsehen des Postfachs oder auch das Verfassen anderer Nachrichten ermöglicht wird. In den Hintergrund verschobene Sitzungen können mit der Funktion <background-compose-menu> wieder hervorgeholt werden.
Damit Hintergrundbearbeitung richtig funktioniert, muss $editor auf einen Editor gesetzt werden, der nicht versucht, das Mutt-Terminal zu verwenden: zum Beispiel ein grafischer Editor, oder ein Skript, das den Editor in einem anderen GNU-screen(1)-Fenster startet (und auf ihn wartet).
Weitere Details finden Sie im Abschnitt »bgedit« (»Background Editing« im Handbuch).
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls es irgendwelche Bearbeitungssitzungen im Hintergrund gibt und dies gesetzt ist, werden Sie beim Beenden von Mutt zusätzlich zur $quit-Eingabeaufforderung um Bestätigung gebeten.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »%10S %7p %s«
Diese Variable beschreibt das Format des »Bearbeitung im Hintergrund«-Menüs. Die folgenden Sequenzen im printf(3)-Stil werden verstanden:
%i
Kennung der übergeordneten Nachricht (für Antworten und weitergeleitete Nachrichten)
%n
die laufende Nummer im Menü
%p
PID (Prozesskennung) des $editor-Prozesses
%r
durch Kommata getrennte Liste der »To:«-Empfänger
%R
durch Kommata getrennte Liste der »Cc:«-Empfänger
%s
Betreff der Nachricht
%S
Status des $editor-Prozesses: läuft/beendet
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn diese Variable gesetzt ist, lässt Mutt die Systemglocke ertönen, falls ein Fehler auftritt.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn diese Variable gesetzt ist, lässt Mutt die Systemglocke ertönen, wenn eine Meldung angezeigt wird, dass neue Nachrichten eingetroffen sind. Diese Einstellung ist vom Wert der Variable $beep unabhängig.
Typ: Quadoption
Vorgabe: ask-yes
Steuert, ob Sie bei weitergesendeten Nachrichten um Bestätigung gebeten werden. Falls auf yes gesetzt, werden Sie nicht gefragt, ob Sie eine Nachricht weitersenden wollen. Es ist im Allgemeinen nicht sinnvoll, diese Variable auf no zu setzen und wird daher auch nicht empfohlen, da Sie dann nicht mehr in der Lage sind, Nachrichten weiterzusenden.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn diese Variable gesetzt ist, schließt Mutt »Delivered-To«-Kopfzeilen beim Weitersenden von Nachrichten ein. Postfix-Benutzer könnten diese Variable nicht setzen wollen.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn diese Variable gesetzt ist, setzt Mutt den Cursor in Menüs an den Anfang der aktuellen Zeile, selbst wenn die Variable $arrow_cursor nicht gesetzt ist, wodurch es blinden Benutzern erleichtert wird, Braille-Anzeigen zu benutzen, um diesen Menüs zu folgen. Diese Option ist standardmäßig nicht gesetzt, da viele visuelle Terminals es nicht erlauben, den Cursor unsichtbar zu machen.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn diese Variable gesetzt ist, kürzt Mutt Postfachnamen in der Liste des Postfachbrowsers mit »~« und »=« ab.
Die vorgegebene Einstellung »alpha« von $sort_browser verwendet eine auf der Locale basierende Sortierung (mittels strcoll(3)), die Interpunktion teils ignoriert. Dies kann zu einigen Situationen führen, in denen die Reihenfolge keinen schnell erschließbaren Sinn ergibt. In diesen Fällen ist es sinnvoll, diese Variable nicht zu setzen.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn diese Variable gesetzt ist, versucht der Browser, den Cursor beim Ausführen verschiedener Funktionen im gleichen Postfach zu halten. Diese umfassen das Bewegen in ein Verzeichnis darüber, Umschalten zwischen Postfach- und Verzeichnisliste, Anlegen oder Umbenennen eines Postfachs, Umschalten zwischen abonnierten Postfächern und Wechseln zu einer neuen Eingabemaske.
Typ: Pfad
Vorgabe: »~/.mutt_certificates«
Diese Variable gibt die Datei an, in der die Zertifikate gespeichert werden, denen Sie vertrauen. Wird ein unbekanntes Zertifikat entdeckt, werden Sie gefragt, ob Sie es akzeptieren wollen oder nicht. Falls Sie es akzeptieren, kann das Zertifikat auch in dieser Datei gespeichert werden und weitere Kommunikation wird automatisch akzeptiert.
Sie können CA-Zertifikate auch manuell zu dieser Datei hinzufügen. Jedes Serverzertifikat, das mit einem dieser CA-Zertifikate signiert ist, wird auch automatisch akzeptiert.
Beispiel:
set certificate_file=~/.mutt/certificates
(nur OpenSSL und GnuTLS)
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn diese Variable gesetzt ist, beginnt die Postfach-Vorschlagsfunktion <change-folder> beim nächsten Postfach in Ihrer »Postfächer«-Liste anstatt beim ersten Postfach in der Liste.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Zeichensatz, den Ihr Terminal zum Anzeigen und Eingeben von Textdaten verwendet. Dies wird auch ersatzweise für $send_charset verwendet.
Nach dem Start versucht Mutt, diesen Wert aus Umgebungsvariablen wie $LC_CTYPE oder $LANG abzuleiten.
Achtung: Dies sollte nur gesetzt werden, wenn Mutt nicht in der Lage ist, den verwendeten Zeichensatz selbst korrekt zu ermitteln.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn diese Variable gesetzt ist, verwendet Mutt Dateigrößen-Attribute anstelle von Zugriffszeiten, wenn mbox- und mmdf-Postfächer auf neue Nachrichten geprüft werden.
Diese Variable ist standardmäßig nicht gesetzt und sollte nur aktiviert werden, wenn die Erkennung neuer Nachrichten für diese Postfachtypen nur unzuverlässig oder gar nicht funktioniert.
Beachten Sie, dass diese Variable definiert werden muss, bevor irgendwelche »mailboxes«-Anweisungen in Konfigurationsdateien hinsichtlich mbox-oder mmdf-Postfächern gesetzt werden, da Mutt den anfänglichen Status bezüglich neuer Nachrichten für ein solches Postfach bestimmen muss, indem eine schnelle Postfachuntersuchung erfolgen muss, wenn es definiert ist. Danach wird der Status bezüglich neuer Nachrichten anhand von Änderungen der Dateigröße festgestellt.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Achtung: Diese Option wirkt sich nur auf maildir- und MH-Postfächer aus.
Wenn gesetzt, prüft Mutt auf neu eingetroffene Nachrichten, während das Postfach geöffnet ist. Insbesondere bei MH-Postfächern kann dieser Vorgang einige Zeit in Anspruch nehmen, da das Verzeichnis eingelesen und jede Datei ausgewertet werden muss, um zu sehen, ob diese bereits überprüft wurde. Falls diese Variable nicht gesetzt ist, wird nicht auf neue Nachrichten geprüft, während das Postfach geöffnet ist.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn nicht gesetzt, klappt Mutt einen Diskussionsfaden nicht zusammen, falls er irgendwelche ungelesenen Nachrichten enthält.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, bittet Mutt um Bestätigung, wenn Sie versuchen, <detach-file> auf den ersten Eintrag im »Bearbeiten«-Menü anzuwenden. Dies hilft zu verhindern, dass die eingegebene Nachricht unwiederbringlich verloren geht, wenn Sie versehentlich »D« im Menü drücken.
Hinweis: Mutt fragt nur nach dem ersten Eintrag. Es verfolgt nicht, welche Nachricht die eingegebene Nachricht ist, falls die Einträge umsortiert werden oder falls der erste Eintrag bereits gelöscht wurde.
Typ: Zeichenkette (übersetzt)
Vorgabe: »(lq-- Mutt: Bearbeiten  [Ungefähre Nachrichtengröße: %l   Anh.: %a]%>-«
Steuert das Format der im »Bearbeiten«-Menü angezeigten Statuszeile. Die Zeichenkette ist ähnlich wie $status_format, hat aber ihre eigenen Sequenzen im printf(3)-Stil:
%a
Gesamtzahl der Anhänge
%h
Name des lokalen Rechners
%l
Geschätzte Größe (in Byte) der aktuellen Nachricht (siehe formatstrings-size)
%v
Mutt-Versionszeichenkette
In der Beschreibung zur Option $status_format finden Sie weitere Informationen darüber, wie Sie $compose_format setzen können.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Wenn definiert, kodiert Mutt Befehle in Konfigurationsdateien aus dieser Kodierung in den aktuellen Zeichensatz, wie er durch $charset angegeben ist, und Aliase, die nach $alias_file geschrieben werden, aus dem aktuellen Zeichensatz.
Falls Sie $charset setzen, muss dies vor dem Setzen von $config_charset geschehen.
Neukodierung sollte vermieden werden, da nicht umwandelbare Zeichen, die dann als Fragezeichen dargestellt werden, zu unerwünschten Nebeneffekten führen können (zum Beispiel in regulären Ausdrücken).
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, bittet Mutt beim Anhängen von Nachrichten an ein existierendes Postfach um Bestätigung.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, bittet Mutt beim Anhängen von Speichern von Nachrichten in einem Postfach, das noch nicht existiert, um Bestätigung, bevor es angelegt wird.
Typ: Zahl
Vorgabe: 30
Weist Mutt an, für eine Netzwerkverbindung (für IMAP, POP oder SMTP) eine Zeitüberschreitung der angegebenen Anzahl Sekunden zu setzen, falls die Verbindung nicht aufgebaut werden kann. Ein negativer Wert veranlasst Mutt, unbegrenzt auf einen erfolgreichen Verbindungsaufbau zu warten.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »text/plain«
Gibt den standardmäßigen »Content-Type« für den Textkörper neu verfasster Nachrichten an.
Typ: Quadoption
Vorgabe: yes
Diese Variable steuert, ob Kopien ausgehender Nachrichten für spätere Referenzzwecke gespeichert werden sollen oder nicht. Siehe auch $record, $save_name, $force_name und »fcc-hook«.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Steuert, ob Mutt nur die wichtigen Kopfzeilen anzeigt, wenn die Funktionen <decode-copy> oder <decode-save> aufgerufen werden.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, steigt Mutt beim Suchen und Zählen von Anhängen in »multipart/alternatives« hinab (siehe attachments).
Traditionell haben »multipart/alternative«-Teile einfach unterschiedliche Kodierungen des Hauptteils der Nachricht dargestellt. Unglücklicherweise begannen einige E-Mail-Clients damit, E-Mail-Anhänge innerhalb einer der Alternativen zu platzieren. Wenn Sie dies setzen, wird Mutt ermöglicht, die dort verborgenen Anhänge zu finden und zu zählen und diese dann über die Übereinstimmungssuche mittels %X oder ~X in den Index einzubeziehen.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn set, überlagert Mutt die Farben für indicator, tree, sidebar_highlight und sidebar_indicator auf der aktuell ausgewählten Zeile. Dadurch können default-Farben in diesen außer Kraft gesetzt und Attribute ebenenübergreifend zusammengeführt werden.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn Sie diese Variable setzen, wird Mutt immer versuchen, ausgehende Nachrichten mit PGP zu verschlüsseln. Dies ist wahrscheinlich nur in Verbindung mit dem Befehl »send-hook« sinnvoll. Es kann durch Verwendung des »PGP«-Menüs außer Kraft gesetzt werden, wenn Verschlüsselung nicht erforderlich oder auch Signierung erwünscht ist. Falls $smime_is_default gesetzt ist, wird stattdessen OpenSSL verwendet, um S/MIME-Nachrichten zu erstellen; die Einstellungen können dann stattdessen über das »S/MIME«-Menü außer Kraft gesetzt werden. (nur Kryptografie)
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Diese Variable steuert, ob Mutt Verschlüsseln/Signieren mit PGP für Nachrichten automatisch aktivieren darf. Siehe auch $crypt_autoencrypt, $crypt_replyencrypt, $crypt_autosign, $crypt_replysign und $smime_is_default.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn Sie diese Variable setzen, wird Mutt immer versuchen, ausgehende Nachrichten kryptografisch zu verschlüsseln. Dies kann durch Verwendung des »PGP«-Menüs außer Kraft gesetzt werden, wenn Verschlüsselung nicht erforderlich oder auch Signierung erwünscht ist. Falls $smime_is_default gesetzt ist, wird stattdessen OpenSSL verwendet, um S/MIME-Nachrichten zu erstellen; die Einstellungen können dann stattdessen über das »S/MIME«-Menü außer Kraft gesetzt werden. (nur Kryptografie)
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Diese Variable steuert, ob Mutt Verschlüsseln/Signieren mit S/MIME für Nachrichten automatisch aktivieren darf. Siehe auch $crypt_autoencrypt, $crypt_replyencrypt, $crypt_autosign, $crypt_replysign und $smime_is_default.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt, werden Sie bei Schlüsseln um Bestätigung gebeten, wenn Sie den Befehl crypt-hook verwenden. Falls nicht gesetzt, wird keine solche Aufforderung zur Bestätigung angezeigt. Dies ist generell als unsicher anzusehen, insbesondere bei Tippfehlern.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Das Setzen dieser Variable veranlasst Mutt, Verschlüsselung automatisch zu aktivieren und zu deaktivieren, abhängig davon, ob Mutt die Schlüssel aller Nachrichtenempfänger finden kann.
Wenn diese Option aktiviert ist, aktiviert bzw. deaktiviert Mutt bei jeder Bearbeitung der »To:«-, »Cc:«- und »Bcc:«-Listen die Verschlüsselung. Falls $edit_headers gesetzt ist, tut Mutt dies auch jedes Mal bei der Bearbeitung der Nachricht.
Wenn dies gesetzt ist, kann die Verschlüsselung nicht manuell aktiviert oder deaktiviert werden. Die PGP- oder S/MIME-Menüs stellen eine Auswahlmöglichkeit bereit, mit der Sie diese Option für die aktuelle Nachricht temporär deaktivieren können.
Falls $crypt_autoencrypt oder $crypt_replyencrypt die Verschlüsselung für eine Nachricht aktivieren, wird diese Option für diese Nachricht deaktiviert. Sie kann manuell in den PGP- oder S/MIME-Menüs wieder aktiviert werden. (nur nur Kryptografie)
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, beeinflusst dies das Verhalten von $crypt_opportunistic_encrypt, so dass nur nach »starken Schlüsseln« gesucht wird, also solchen, die gemäß der Web-of-trust-Algorithmen vollständig vertrauenswürdig sind. Ein Schlüssel mit schwacher oder gar keiner Vertrauenswürdigkeit wird die Verschlüsselung nicht aktivieren.
Für S/MIME hängt das Verhalten vom Backend ab. Klassisches S/MIME wird nach Zertifikaten mit der »t«-Markierung (»trusted«, vertrauenswürdig) in der .index-Datei filtern. Das GPGME-Backend wird die gleichen Filter wie OpenPGP verwenden und hängt von der GPGME-Logik zum Zuweisen der Vertrauenswürdigkeitsmarkierungen GPGME_VALIDITY_FULL und GPGME_VALIDITY_ULTIMATE ab.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, zeigt Mutt geschützte Kopfzeilen im Textanzeigeprogramm an und aktualisiert den Index- und Kopfzeilen-Zwischenspeicher mit den überarbeiteten Kopfzeilen. Geschützte Kopfzeilen werden in den verschlüsselten oder signierten Teilen einer E-Mail gespeichert, um Offenlegung und Manipulation zu verhindern. Weitere Informationen finden Sie auf https://github.com/autocrypt/protected-headers. Gegenwärtig unterstützt Mutt nur die »Subject«-(Betreff-)Kopfzeile.
Verschlüsselte Nachrichten, die geschützte Kopfzeilen verwenden, ersetzen oft die offene »Subject«-Kopfzeile durch einen Pseudo-Wert (siehe $crypt_protected_headers_subject). Mutt aktualisiert sein Verständnis des korrekten Betreffs, nachdem die Nachricht geöffnet ist, das heißt, über die Funktion <display-message>. Falls Sie auf eine Nachricht antworten, bevor sie geöffnet ist, wird Mutt die Pseudo-»Subject«-Kopfzeile verwenden; stellen Sie daher sicher, dass Sie eine Nachricht vorher öffnen. (nur Kryptografie)
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn $crypt_protected_headers_read gesetzt ist und eine Nachricht mit einem geschützten »Subject« (Betreff) geöffnet ist, speichert Mutt die aktualisierte »Subject«-Zeile standardmäßig im Kopfzeilen-Zwischenspeicher. Dies ermöglicht beim erneuten Öffnen des Postfachs auf der Basis der geschützten »Subject«-Kopfzeile das Suchen und Eingrenzen, ohne dass die Nachricht jedes Mal erneut geöffnet werden muss. Jedoch werden Sie bei mbox/mh-Postfächern, oder wenn das Zwischenspeichern von Kopfzeilen nicht eingerichtet ist, die Nachricht bei jedem erneuten Öffnen des Postfachs ebenfalls erneut öffnen müssen, bevor Sie den geschützten Betreff wieder sehen oder darin suchen/eingrenzen können.
Wenn diese Variable gesetzt ist, speichert Mutt die geschützte »Subject«-Kopfzeile zusätzlich in den Klartext-Nachrichtenkopfzeilen. Das verbessert zwar die Benutzerfreundlichkeit, aber um den Preis geringerer Sicherheit. Die geschützte »Subject«-Kopfzeile, die vorher verschlüsselt wurde, ist nun im Klartext in den Kopfzeilen gespeichert. Durch Kopieren der Nachricht, sei es durch Mutt selbst oder durch externe Werkzeuge, können diese vorher verschlüsselten Daten offengelegt werden. Bitte überlegen Sie, ob Sie sich der Konsequenzen bewusst sind, bevor Sie diese Variable aktivieren. (nur Kryptografie)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »...«
Wenn $crypt_protected_headers_write gesetzt ist und die Nachricht für die Verschlüsselung markiert ist, wird dies im »Subject«-Feld in den Nachrichtenkopfzeilen ersetzt. Um die Ersetzung eines Betreffs zu verhindern, setzen Sie diese Variable nicht oder auf eine leere Zeichenkette. (nur nur Kryptografie)
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, erzeugt Mutt geschützte Kopfzeilen für signierte und verschlüsselte Nachrichten. Geschützte Kopfzeilen werden in den verschlüsselten oder signierten Teilen einer E-Mail gespeichert, um zu verhindern, dass sie offengelegt oder manipuliert werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf https://github.com/autocrypt/protected-headers. Gegenwärtig unterstützt Mutt nur die »Subject«-(Betreff)Kopfzeile. (nur Kryptografie)
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, werden Antworten auf verschlüsselte Nachrichten automatisch mit PGP oder OpenSSL verschlüsselt. (nur Kryptografie)
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, werden Antworten auf signierte Nachrichten automatisch mit PGP oder OpenSSL signiert.
Achtung: Dies funktioniert nicht bei Nachrichten, die sowohl verschlüsselt als auch signiert sind! (nur Kryptografie)
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, werden Antworten auf verschlüsselte Nachrichten automatisch mit PGP oder OpenSSL signiert. Dies ergibt in Verbindung mit $crypt_replyencrypt Sinn, da es Ihnen ermöglicht, alle Nachrichten zu signieren, die automatisch verschlüsselt sind. Dies umgeht das in $crypt_replysign erwähnte Problem, dass Mutt nicht herausfinden kann, ob eine verschlüsselte Nachricht außerdem auch signiert ist. (nur Kryptografie)
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt, schließt Mutt einen Zeitstempel in die Zeilen ein, die die PGP- oder S/MIME-Ausgabe umgeben, so dass das Fälschen solcher Zeilen schwieriger wird. Falls Sie Farben zum Kennzeichnen dieser Zeilen verwenden und sich auf diese verlassen, sollten Sie diese Einstellung nicht setzen. (nur Kryptografie)
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Diese Variable steuert die Verwendung GPGME-aktivierter Kryptografie-Backends. Falls dies gesetzt ist und Mutt mit GPGME-Unterstützung gebaut wurde, wird der GPGME-Code für S/MIME und PGP anstelle des klassischen Codes verwendet. Beachten Sie, dass Sie diese Option in der .muttrc setzen müssen; das interaktive Setzen wäre wirkungslos.
Beachten Sie, dass das GPGME-Backend die Erzeugung klassischer eingebetteter (traditioneller) mit PGP verschlüsselter oder signierter Nachrichten nicht unterstützt (siehe $pgp_autoinline).
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Steuert, ob Mutt bei der Signaturüberprüfung PKA (siehe http://www.g10code.de/docs/pka-intro.de.pdf ) verwendet (wird nur vom GPGME-Backend unterstützt).
Typ: Quadoption
Vorgabe: yes
Falls yes, wird immer versucht, PGP- oder S/MIME-Signaturen zu überprüfen. Falls ask, wird gefragt, ob die Signatur überprüft werden soll oder nicht. Falls no, wird niemals versucht, kryptografische Signaturen zu überprüfen. (nur Kryptografie)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »!%a, %b %d, %Y at %I:%M:%S%p %Z«
Diese Variable steuert das Format des von der Sequenz »%d« in $index_format ausgegebenen Datums. Dies wird an die strftime(3)-Funktion übergeben, um das Datum zu verarbeiten; in der Handbuchseite finden Sie die korrekte Syntax.
Die Monats- und Wochennamen werden entsprechend der Locale expandiert, außer wenn das erste Zeichen in der Zeichenkette ein Ausrufezeichen (»!«) ist. Falls das erste Zeichen in der Zeichenkette ein Ausrufezeichen ist, wird dieses verworfen und die Monats- und Wochennamen in der übrigen Zeichenkette werden in der Locale C expandiert (das heißt, in Amerikanischem Englisch).
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »~f %s !~P | (~P ~C %s)«
Diese Variable steuert, wie message-hook, reply-hook, send-hook, send2-hook, save-hook und fcc-hook interpretiert werden, wenn sie nur durch einen einfachen regulären Ausdruck anstatt eines Übereinstimmungsmusters angegeben werden. Die Hooks werden expandiert, wo sie deklariert sind, so dass ein Hook anhand des Wertes dieser Variable zu dem Zeitpunkt interpretiert wird, an dem der Hook deklariert ist.
Der Standardwert passt, falls die Nachricht entweder von einem Benutzer, der auf den angegebenen regulären Ausdruck passt, oder von Ihnen selbst stammt (falls die »From:«-Adresse auf »alternates« passt) und »To:« oder »Cc:« auf einen Benutzer gemäß des angegebenen regulären Ausdrucks passen.
Typ: Quadoption
Vorgabe: ask-yes
Steuert, ob beim Schließen oder Synchronisieren eines Postfachs tatsächlich Nachrichten entfernt werden oder nicht. Falls auf yes gesetzt, werden zum Löschen markierte Nachrichten ohne Nachfrage entfernt. Falls auf no gesetzt, werden zum Löschen markierte Nachrichten im Postfach behalten.
Diese Option wird für Maildir-Postfächer ignoriert, wenn $maildir_trash gesetzt ist.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls diese Option gesetzt ist, entfernt Mutt von Nachrichten die Markierung, wenn diese zum Löschen markiert werden. Dies wird entweder angewendet, wenn Sie eine Nachricht explizit löschen oder Sie in einem anderen Postfach speichern.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn diese Option gesetzt ist, zeigt das »Empfangene Anhänge«-Menü von Mutt keine Unterteile einzelner Nachrichten in »multipart/digest« an. Um diese Unterteile anzuzeigen, drücken Sie auf »v« in diesem Menü.
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Wenn gesetzt, wird dadurch ein Befehl zum Filtern von Nachrichten angegeben. Wenn eine Nachricht betrachtet wird, wird diese über $display_filter in die Standardeingabe geleitet und die gefilterte Nachricht aus der Standardausgabe gelesen.
Typ: Pfad
Vorgabe: »/usr/bin/mutt_dotlock«
Enthält den Pfad zum Programm mutt_dotlock(1), das von Mutt verwendet wird.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Diese Variable legt fest, welche Benachrichtigung zurückgegeben wird. Die Zeichenkette besteht aus einer durch Kommata getrennten Liste (ohne Leerzeichen!) aus einer oder mehreren der folgenden Angaben: never, um niemals Benachrichtigungen zu erhalten, failure für Benachrichtigungen bei Übertragungsfehlern, delay bei Verzögerungen und success für Benachrichtigungen über eine erfolgreiche Übertragung.
Beispiel:
set dsn_notify=”failure,delay”
Achtung: Wenn Sie $sendmail für die Auslieferung verwenden, sollten Sie dies nicht aktivieren, außer Sie verwenden entweder Sendmail 8.8.x oder neuer oder einen MTA mit einer sendmail(1)-kompatiblen Schnittstelle, die die Option -N für DSN unterstützt. Für die SMTP-Auslieferung wird die DSN-Unterstützung automatisch erkannt, so dass es vom Server abhängt, ob DSN verwendet wird oder nicht.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Diese Variable steuert, wie viel Ihrer Nachricht in DSN-Nachrichten (Zustellungsbestätigungen) zurückgeliefert wird. Sie kann entweder auf hdrs gesetzt werden, um nur die Kopfzeilen, oder auf full, um die vollständige Nachricht zurückzuliefern.
Beispiel:
set dsn_return=hdrs
Achtung: Wenn Sie $sendmail für die Auslieferung verwenden, sollten Sie dies nicht aktivieren, außer Sie verwenden entweder Sendmail 8.8.x oder neuer oder einen MTA mit einer sendmail(1)-kompatiblen Schnittstelle, die die Option -R für DSN unterstützt. Für die SMTP-Auslieferung wird die DSN-Unterstützung automatisch erkannt, so dass es vom Server abhängt, ob DSN verwendet wird oder nicht.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Diese Variable steuert, ob Mutt, wenn $sort auf threads gesetzt ist, Nachrichten mit der gleichen »Message-ID« in einem Diskussionsfaden verknüpft. Falls gesetzt, denkt Mutt, dass solche Nachrichten Duplikate voneinander sind und dies mit einem Gleichheitszeichen in der Anzeige der Diskussionsfäden darstellen.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Diese Option ermöglicht Ihnen die Bearbeitung der Kopfzeilen Ihrer ausgehenden Nachrichten zusammen mit dem Textkörper Ihrer Nachricht.
Obwohl es im »Bearbeiten«-Menü übersetzte Kopfzeilenbeschriftungen geben kann, werden die an Ihren Editor übergebenen Kopfzeilen standardmäßige RFC-2822-Kopfzeilen sein (zum Beispiel To:, Cc:, Subject:). Die in Ihrem Editor hinzugefügten Kopfzeilen müssen ebenfalls RFC-2822-Standard-Kopfzeilen oder eine der in »edit-header« aufgeführten Pseudo-Kopfzeilen sein. Mutt versteht keine übersetzten Kopfzeilenbeschriftungen, so wie es sie auch beim Auswerten einer tatsächlichen E-Mail nicht verstehen würde.
Beachten Sie, dass Änderungen an den »References:«- und »Date:«-Kopfzeilen aus Gründen der Interoperabilität ignoriert werden.
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Diese Variable gibt an, welcher Editor von Mutt verwendet wird. Vorgabe ist der Wert der Umgebungsvariablen $VISUAL oder $EDITOR oder die Zeichenkette »vi«, falls keine der genannten Variablen gesetzt ist.
Die Zeichenkette $editor darf ein %s enthalten, welches durch den Namen der zu bearbeitenden Datei ersetzt wird. Falls das %s nicht in $editor erscheint, werden ein Leerzeichen und der Name der zu bearbeitenden Datei angehängt.
Die sich ergebende Zeichenkette wird dann durch folgenden Befehl ausgeführt:
sh -c 'Zeichenkette'
Hierbei ist die Zeichenkette die Expansion des vorstehend beschriebenen $editor.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, wird Mutt Nachrichten mit »quoted-printable« kodieren, wenn diese die Zeichenkette »From « (beachten Sie das angehängte Leerzeichen) am beginn einer Zeile enthalten. Damit lässt sich die Manipulation von Nachrichten durch einige E-Mail-Auslieferungs- und -Transport-Programme verhindern (die Falschinterpretation der Zeile als Mbox-Nachrichtentrennzeile wird vermieden).
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Die Datei, die Zufallsdaten enthält, die beim Initialisieren der SSL-Bibliotheksfunktionen verwendet werden. (nur OpenSSL)
Typ: E-Mail-Adresse
Vorgabe: “”
Setzt den envelope-Absender für ausgehende Nachrichten manuell. Dieser Wert wird ignoriert, wenn $use_envelope_from nicht gesetzt ist.
Typ: Zahl
Vorgabe: 30
Diese Variable steuert die Größe (als Anzahl der behaltenen Zeichenketten) der von Mutt angezeigten Fehlermeldungen. Diese können mit der Funktion <error-history> angezeigt werden. Die Chronik wird bei jedem Setzen der Variable geleert.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »~«
Maskierzeichen, das im eingebauten Editor für Funktionen verwendet wird.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, wird beim Beantworten von Nachrichten die anfängliche Eingabeaufforderung für Empfänger und Betreff und beim Weiterleiten von Nachrichten die anfängliche Eingabeaufforderung für Betreff übersprungen.
Hinweis: Setzen dieser Variable ist wirkungslos, wenn die Variable $autoedit gesetzt ist.
Typ: Quadoption
Vorgabe: yes
Diese Variable steuert, ob Anhänge ausgehender Nachrichten zusammen mit dem Textkörper Ihrer Nachricht gespeichert werden oder nicht.
Hinweis: $fcc_before_send erzwingt das Standardverhalten (gesetzt) dieser Option.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn diese Variable gesetzt ist, werden »Fcc«s vor dem Senden der Nachricht ausgeführt. Vor dem Senden kann die Nachricht nicht verändert werden, so dass sie genau so gespeichert wird, wie gesendet: $fcc_attach und $fcc_clear werden ignoriert (und deren Vorgabewerte verwendet).
Wenn nicht gesetzt, werden »Fcc«s nach dem Senden ausgeführt. Die Variablen $fcc_attach und $fcc_clear werden ausgewertet, wodurch es möglich wird, sie ohne Anhänge oder Verschlüsselung/Signierung zu speichern, falls gewünscht.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn diese Variable gesetzt ist, werden »Fcc«s unverschlüsselt und unsigniert gespeichert, selbst wenn die tatsächliche Nachricht verschlüsselt und/oder signiert ist.
Hinweis: $fcc_before_send erzwingt das Standardverhalten (nicht gesetzt) dieser Option. (nur PGP)
Siehe auch $pgp_self_encrypt, $smime_self_encrypt.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Wenn angegeben, ermöglicht dies die Fcc-Speicherung in mehreren Postfächern. Der »Fcc:«-Wert wird durch dieses Trennzeichen gespalten und Mutt wird jeden Teil als ein separates Postfach auswerten.
Siehe $record, fcc-hook und fcc-save-hook.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, können markierte Nachrichten nicht gelöscht werden.
Typ: Pfad
Vorgabe: »~/Mail«
Gibt den Standardort Ihrer Postfächer an. Ein »+« oder »-« am Anfang des Pfadnamens wird zum Wert dieser Variable expandiert. Beachten Sie, dass Sie beim Ändern des Vorgabewerts dieser Variable sicherstellen müssen, dass die Zuweisung geschieht, bevor Sie »+« oder »-« für irgendwelche anderen Variablen verwenden, da die Expansion ausgeführt wird, wenn der Befehl »mailboxes« ausgeführt wird.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »%2C %t %N %F %2l %-8.8u %-8.8g %8s %d %f«
Mit dieser Variable können Sie die Anzeige des Dateibrowsers an Ihre persönlichen Wünsche anpassen. Diese Zeichenkette ist ähnlich wie $index_format, hat aber ihre eigenen Sequenzen im printf(3)-Stil:
%C
Nummer der aktuellen Datei
%d
Datum/Zeit der letzten Änderung des Postfachs
%D
Datum/Zeit der letzten Änderung des Postfachs mittels $date_format
%f
Dateiname (»/« wird an Verzeichnisnamen, »@« an symbolische Links und »*« an ausführbare Dateien angehängt)
%F
Dateizugriffsrechte
%g
Gruppenname (oder numerische Gruppenkennung, GID, falls dieser fehlt)
%l
Anzahl harter Verweise
%m
Anzahl der Nachrichten im Postfach *
%n
Anzahl der ungelesenen Nachrichten im Postfach *
%N
N, falls es im Postfach neue Nachrichten gibt, anderenfalls leer
%s
Größe in Byte (siehe formatstrings-size)
%t
»*«, falls die Datei markiert ist, anderenfalls leer
%u
Benutzername (oder numerische Benutzerkennung, UID, falls dieser fehlt)
%>X
Ausrichtung der restlichen Zeichenkette nach rechts und Auffüllung mit dem Zeichen »X«
%|X
Auffüllung bis zum Ende der Zeile mit dem Zeichen »X«
%*X
Weiche Auffüllung mit dem Zeichen »X« als Füllzeichen
Eine Erklärung für die »weiche Auffüllung« finden Sie in der Dokumentation zu $index_format.
* = kann optional ausgegeben werden, falls verschieden von 0
%m, %n und %N funktionieren nur für überwachte Postfächer. %m erfordert, dass $mail_check_stats gesetzt ist. %n erfordert, dass $mail_check_stats gesetzt ist (außer für IMAP-Postfächer).
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Steuert, ob das Kopfzeilenfeld »Mail-Followup-To:« beim Versenden von Nachrichten erzeugt wird. Wenn gesetzt, erzeugt Mutt dieses Feld, wenn Sie an eine bekannte Mailingliste antworten, die durch die Befehle subscribe oder lists angegeben ist.
Dieses Feld hat zwei Zwecke. Zum einen verhindert es, dass Sie Duplikate der Antworten auf Nachrichten erhalten, die Sie an Mailinglisten senden, und außerdem stellt es sicher, dass Sie eine Antwort getrennt von anderen Nachrichten erhalten, die Sie an bekannte Mailinglisten, die Sie nicht abonniert haben, versendet haben.
Die Kopfzeile enthält für abonnierte Listen nur die Adresse der Liste und für nicht abonnierte Listen sowohl die Adresse der Liste als auch Ihre eigene E-Mail-Adresse. Ohne diese Kopfzeile wird eine an die abonnierte Liste auf Ihre Nachricht gesendete Gruppenantwort an sowohl die Liste als auch an Ihre Adresse versendet, wodurch Sie zwei Kopien der gleichen E-Mail erhalten.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Diese Variable ist ähnlich wie $save_name, mit dem Unterschied, dass Mutt eine Kopie Ihrer ausgehenden Nachricht mit dem Benutzernamen der Adresse selbst dann speichert, wenn das Postfach nicht existiert.
Siehe auch die Variable $record.
Typ: Quadoption
Vorgabe: ask-yes
Beim eingebetteten Weiterleiten (das heißt, $mime_forward ist nicht gesetzt oder wird mit »nein« beantwortet und $forward_decode ist gesetzt) werden Anhänge, die nicht auf eine vernünftige Weise dekodiert werden können, an die neu zu verfassende Nachricht angehängt, falls diese Quadoption gesetzt ist oder mit »ja« beantwortet wird.
Typ: Zeichenkette (übersetzt)
Vorgabe: “----- Weitergeleitete Nachricht von %f -----”
Diese Zeichenkette wird einer Nachricht vorangestellt, die im Textkörper einer Nachricht weitergeleitet wurde (wenn $mime_forward nicht gesetzt ist). Eine vollständige Auflistung der definierten Sequenzen im printf(3)-Stil finden Sie im Abschnitt $index_format. Siehe auch $attribution_locale.
Typ: Zeichenkette (übersetzt)
Vorgabe: »----- Ende weitergeleitete Nachricht -----«
Diese Zeichenkette wird an eine Nachricht angehängt, die im Textkörper einer Nachricht weitergeleitet wurde (wenn $mime_forward nicht gesetzt ist). Eine vollständige Auflistung der definierten Sequenzen im printf(3)-Stil finden Sie im Abschnitt $index_format. Siehe auch $attribution_locale.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Steuert die Dekodierung komplexer MIME-Nachrichten in text/plain beim Weiterleiten einer Nachricht. Der Nachrichtenkopf wird auch gemäß RFC 2047 dekodiert. Diese Variable wird nur dann verwendet, wenn $mime_forward nicht gesetzt ist, anderenfalls wird stattdessen $mime_forward_decode verwendet.
Typ: Quadoption
Vorgabe: yes
Diese Quadoption steuert den Umgang mit verschlüsselten Nachrichten beim Weiterleiten oder Anhängen einer Nachricht. Wenn auf »yes« gesetzt oder mit »ja« beantwortet, wird die äußere Ebene der Verschlüsselung entfernt.
Diese Variable wird verwendet, wenn $mime_forward gesetzt und $mime_forward_decode nicht gesetzt ist. Sie wird auch beim Anhängen einer Nachricht über <attach-message> im »Bearbeiten«-Menü verwendet. (nur PGP)
Typ: Quadoption
Vorgabe: yes
Diese Quadoption steuert, ob die Nachricht beim Weiterleiten automatisch im Editor zur Bearbeitung geöffnet wird. Wenn Sie immer ohne Änderungen weiterleiten wollen, setzen Sie dies auf »no«.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »[%a: %s]«
Diese Variable steuert den vorgegebenen Betreff beim Weiterleiten einer Nachricht. Sie verwendet die gleichen Formatsequenzen wie die Variable $index_format.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, werden weitergeleitete Nachrichten, die in den Textkörper der Nachricht gesetzt sind (wenn $mime_forward nicht gesetzt ist), mittels $indent_string als Zitat formatiert.
Typ: E-Mail-Adresse
Vorgabe: “”
Wenn gesetzt, enthält diese Variable eine vorgegebene »From:«-Adresse. Diese kann mit »my_hdr« (aus einem »send-hook«) und $reverse_name außer Kraft gesetzt werden. Diese Variable wird ignoriert, wenn $use_from nicht gesetzt ist.
Die Vorgabe für diese Einstellung ist der Inhalt der Umgebungsvariable $EMAIL.
Typ: regulärer Ausdruck
Vorgabe: »^[^,]*«
Ein regulärer Ausdruck, den Mutt zum Auswerten des GECOS-Feldes eines Passworteintrags verwendet, wenn ein Alias expandiert wird. Der Vorgabewert liefert die Zeichenkette bis zum ersten erkannten »,« zurück. Falls das GECOS-Feld eine Zeichenkette wie »Nachname,Vorname« enthält, dann sollten Sie den Ausdruck auf ».*« setzen.
Dies kann sinnvoll sein, wenn Sie folgendes Verhalten beobachten: Sie adressieren eine E-Mail an den Benutzer mit der Kennung »stefev«, dessen vollständiger Name »Steve Franklin« ist. Falls Mutt »stevef« zu »Steve Franklin« »stevef@foo.bar« expandiert, dann sollten Sie $gecos_mask auf einen regulären Ausdruck setzen, der auf den ganzen Namen passt, so dass Mutt »Franklin« zu »Franklin, Steve« expandiert.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn nicht gesetzt, werden die normalerweise vom Befehl »my_hdr« erzeugten Kopfzeilenfelder nicht erzeugt. Diese Variable darf vor dem Verfassen einer neuen oder dem Beantworten einer Nachricht nicht gesetzt sein, damit dies wirksam wird. Falls gesetzt, werden die benutzerdefinierten Kopfzeilenfelder zu jeder neuen Nachricht hinzugefügt.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, veranlasst diese Variable Mutt, die Kopfzeilen der Nachricht, auf die Sie antworten, in den Bearbeitungspuffer zu setzen. Die Einstellung $weed wird angewendet.
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Diese Variable zeigt auf die Datenbank des Kopfzeilen-Zwischenspeichers. Falls sie auf ein Verzeichnis zeigt, wird Mutt eine Kopfzeilen-Zwischenspeicher-Datenbankdatei pro Postfach pflegen; wenn sie auf eine Datei zeigt, wird diese Datei global als einzelner Kopfzeilen-Zwischenspeicher verwendet. Standardmäßig ist diese Variable nicht gesetzt, so dass kein Kopfzeilen-Zwischenspeicher verwendet wird. Falls diese auf ein Verzeichnis zeigt, muss dieses vorher angelegt werden.
Die Zwischenspeicherung von Kopfzeilen kann die Geschwindigkeit beim Öffnen von POP- IMAP-MH- oder Maildir-Postfächern wesentlich erhöhen.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn Mutt mit Qdbm, Tokyocabinet oder Kyotocabinet als Backend für Kopfzeilen-Zwischenspeicherung kompiliert wurde, bestimmt diese Option, ob die Datenbank komprimiert wird. Komprimierte Datenbanken belegen etwa ein Fünftel des üblichen Speicherplatzes. Die Dekomprimierung kann allerdings dazu führen, dass zwischengespeicherte Postfächer langsamer geöffnet werden, wenngleich dies immer noch wesentlich schneller als das Öffnen von Postfächern ohne zwischengespeicherte Kopfzeilen ist.
Typ: Zahl (Datentyp »long«)
Vorgabe: 16384
Wenn Mutt mit Gdbm oder Bdb4 als Backend für Kopfzeilen-Zwischenspeicherung kompiliert wurde, ändert diese Option die Seitengröße der Datenbank. Zu große oder zu kleine Werte können Platz, Speicher oder CPU-Zeit verschwenden. Die Vorgabe sollte für die meisten Anwendungsfälle mehr oder weniger optimal sein.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, verhalten sich reguläre Ausdrücke für die Einfärbung von Kopfzeilen wir jene für den Textkörper: Die Farbe wird auf genau den Text angewendet, der auf den regulären Ausdruck passt. Wenn nicht gesetzt, wird die Farbe auf die gesamten Kopfzeilen angewendet.
Eine Anwendungsmöglichkeit dieser Option könnte sein, Farben einfach nur auf Kopfzeilenbezeichnungen anzuwenden.
Siehe »color« für weitere Details.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, werden Hilfezeilen, welche die von jedem Menü bereitgestellten Tastenzuordnungen für wesentliche Funktionen beschreiben, in der ersten Bildschirmzeile angezeigt.
Achtung: Die Zuordnung wird nicht korrekt angezeigt, wenn die Funktion an eine Tastenfolge statt an einen einfachen Tastendruck gebunden ist. Auch die Hilfezeile könnte nicht aktualisiert werden, wenn eine Zuordnung im laufenden Betrieb von Mutt geändert wird. Da diese Variable vorrangig auf neue Benutzer abzielt, sollte aber keines davon ein schwerwiegendes Problem sein.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, überspringt Mutt beim Hinzufügen des Domain-Teils zu Adressen den Rechnername-Teil der Variable $hostname. Diese Variable beeinflusst die Erzeugung der Nachrichtenkennungen (»Message-ID:«) nicht und führt nicht dazu, dass Top-Level-Domains abgeschnitten werden.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, zeigt Mutt in der Diskussionsfaden-Baumansicht nicht die vorhandenen Nachrichten an, die durch Begrenzung ausgeblendet sind.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, zeigt Mutt in der Diskussionsfaden-Baumansicht nicht die Existenz von Nachrichten an.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, zeigt Mutt in der Diskussionsfaden-Baumansicht nicht die Betreffs der Nachrichten an, die den gleichen Betreff wie deren Vorgängernachricht oder die nächstliegendste Betreffzeile unter den vorher angezeigten Nachrichten haben.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, zeigt Mutt ganz oben in den Diskussionsfäden in der Diskussionsfaden-Baumansicht die Existenz von Nachrichten nicht an, die durch festgelegte Begrenzungen ausgeblendet sind. Wenn $hide_limited gesetzt ist, dann ist diese Option wirkungslos.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, zeigt Mutt ganz oben in den Diskussionsfäden in der Diskussionsfaden-Baumansicht die Existenz von fehlenden Nachrichten nicht an. Wenn $hide_missing gesetzt ist, dann ist diese Option wirkungslos.
Typ: Zahl
Vorgabe: 10
Diese Variable steuert die Größe (als Anzahl der gespeicherten Zeichenketten) des Zeichenketten-Chronikpuffers pro Kategorie. Der Puffer wird bei jedem Setzen der Variable geleert.
Typ: Pfad
Vorgabe: »~/.mutthistory«
Die Datei, in der Mutt seine Chronik speichert.
Siehe auch $save_history.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, wird die gesamte Zeichenkettenchronik nach Duplikaten durchsucht, wenn ein neuer Eintrag hinzugefügt wird. Duplikateinträge in der $history_file werden auch entfernt, wenn diese regelmäßig verdichtet wird.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, zeigt Mutt keine Anhänge mit der Disposition »attachment« eingebettet an, selbst wenn dieser Teil als einfacher Text dargestellt werden könnte. Diese MIME-Teile können nur über das Anhänge-Menü betrachtet werden.
Falls nicht gesetzt, zeigt Mutt alle MIME-Teile an, die es sauber in einfachen Text umwandeln kann.
Typ: Quadoption
Vorgabe: yes
Diese Variable steuert, ob eine »Mail-Followup-To«-Kopfzeile bei Gruppenantworten auf eine Nachricht respektiert wird.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Gibt den vollständigen Rechnernamen des Systems an, auf dem Mutt läuft, welcher den Namen des Rechners und die DNS-Domain umfasst, zu der Rechner gehört. Dies wird sowohl als Domain-Teil (nach »@«) für lokale E-Mail-Adressen als auch für »Message-ID«-Kopfzeilen verwendet.
Dessen Wert wird beim Start folgendermaßen ermittelt: Zuerst wird der Netzwerkname des Rechners mit der Funktion uname(3) ermittelt. Die Domain wird dann mittels der Funktionen gethostname(2) und getaddrinfo(3) nachgeschlagen. Sollte durch alle diese Aufrufe die Domain nicht bestimmt werden können, wird der vollständige von uname zurückgelieferte Wert verwendet. Wahlweise kann Mutt mit einer festen Domain kompiliert werden, so dass in diesem Fall eine erkannte Domain nicht verwendet wird.
Ab Mutt 2.0 werden die im vorangegangenen Abschnitt beschriebenen Aktionen erst nach dem Auswerten der .muttrc ausgeführt anstatt vorher. Dadurch können Sie, falls die DNS-Aktionen Startverzögerungen hervorrufen, diese durch manuelles Setzen des Wertes in der .muttrc vermeiden.
Siehe auch $use_domain und $hidden_host.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, zeigt Ihnen Mutt internationale Domainnamen dekodiert an. Hinweis: Sie können IDNs für Adressen auch dann verwenden, wenn dies nicht gesetzt ist. Diese Variable beeinflusst nur die Dekodierung. (nur IDN)
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, kodiert Mutt internationale Domainnamen mittels IDN. Setzen Sie dies nicht, wenn Ihr SMTP-Server mit neueren UTF-kodierten Domains (gemäß RFC 6531) umgehen kann. (nur IDN)
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Diese Option ersetzt aufeinanderfolgenden Leerraum zwischen dem kodierten Wort und dem Text durch ein einzelnes Leerzeichen, um zu verhindern, dass das MIME-kodierte »Subject:«-Feld in mehrere Zeilen umgebrochen wird.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Beeinflusst das Verhalten der Funktion <reply>, wenn Sie auf Nachrichten von Mailinglisten antworten (wie sie durch die Befehle »subscribe« oder »lists« definiert werden). Wenn dies gesetzt ist und das Feld »Reply-To:« auf den gleichen Wert wie das Feld »To:« gesetzt ist, nimmt Mutt an, dass das Feld »Reply-To:« durch die Mailingliste gesetzt wurde, um Antworten an die Mailingliste zu automatisieren, und wird dieses Feld ignorieren. Um direkt an eine Mailingliste zu antworten, wenn diese Option gesetzt ist, verwenden Sie die Funktion <list-reply>; <group-reply> antwortet sowohl an den Absender als auch an die Liste.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dies ist eine durch Doppelpunkte getrennte Liste der Authentifizierungsmethoden, die Mutt versucht, um sich an einem IMAP-Server anzumelden, und zwar in der Reihenfolge, in der sie versucht werden sollen. Authentifizierungsmethoden sind entweder »login« oder die rechte Seite einer »AUTH=xxx«-Capability-Zeichenkette von IMAP, zum Beispiel »digest-md5«, »gssapi« oder »cram-md5«. Für diese Option wird Groß-/Kleinschreibung nicht berücksichtigt. Falls nicht gesetzt (die Vorgabe), versucht Mutt alle verfügbaren Methoden, in der Reihenfolge von der sichersten bis zur unsichersten.
Beispiel:
set imap_authenticators=”gssapi:cram-md5:login”
Achtung: Mutt weicht nur auf andere Authentifizierungsmethoden aus, wenn die vorherigen Methoden nicht verfügbar sind. Falls eine Methode zwar verfügbar ist, aber die Authentifizierung fehlschlägt, baut Mutt keine Verbindung zum IMAP-Server auf.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, holt Mutt den Satz der abonnierten Postfächer beim Aufbau einer Verbindung zum Server und fügt ihn zum Satz der Postfächer hinzu, die es auf neue Nachrichten prüft, so als ob Sie individuelle »mailboxes«-Befehle aufgerufen hätten.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, verwendet Mutt die CONDSTORE-Erweiterung (RFC 7162), wenn diese vom Server bereitgestellt wird. Die gegenwärtige Implementierung in Mutt ist elementar und wird nur zum anfänglichen Holen der Nachrichten und Aktualisieren der Markierungen verwendet.
Bei einigen IMAP-Servern kann das Herunterladen der anfänglichen Nachrichten dadurch etwas beschleunigt werden. Leider gehört der IMAP-Server von Gmail nicht dazu, wodurch die Performance noch verschlechtert wird, wenn dies aktiviert ist. Ihre Erfolgsaussichten sind nicht abschätzbar.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, verwendet Mutt die COMPRESS=DEFLATE-Erweiterung (RFC 4978), wenn diese vom Server bereitgestellt wird.
Im Allgemeinen kann eine gute Effizienz der Kompression erzielt werden, welche das Lesen großer Postfächer auch auf weniger guten Verbindungen beschleunigt.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »/.«
Dies enthält eine Liste der Zeichen, die Sie als Postfachtrenner beim Anzeigen von IMAP-Pfaden verwenden wollen. Insbesondere hilft Ihnen dies dabei, das Kürzel »=« für Ihre Variable folder zu verwenden.
Typ: Zahl (Datentyp »long«)
Vorgabe: 0
Wenn dies auf einen Wert größer als 0 gesetzt ist, werden neue Kopfzeilen in Gruppen von so vielen pro Anfrage wie angegeben heruntergeladen. Bei einem sehr großen Postfach kann dies eine mögliche Zeitüberschreitung und Trennung der Verbindung beim Öffnen des Postfachs verhindern. Dies geschieht durch Senden eines FETCH pro Kopfzeilengruppe anstatt eines einzigen FETCH für alle neuen Kopfzeilen zusammen.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Mutt fordert folgende Kopfzeilenfelder – zusätzlich zu den Standard-Kopfzeilen – von IMAP-Servern vor dem Anzeigen des Index-Menüs an: »Date:«, »From:«, »Sender:«, »Subject:«, »To:«, »Cc:«, »Message-ID:«, »References:«, »Content-Type:«, »Content-Description:», »In-Reply-To:«, »Reply-To:«, »Lines:«, »List-Post:«, »X-Label:«. Sie können zur Erkennung unerwünschter Nachrichten (Spam) weitere Kopfzeilen hinzufügen.
Achtung: In dieser Liste sind die Einträge durch Leerzeichen getrennt. Die Einträge sollten in Großbuchstaben geschrieben werden und keinen Doppelpunkt enthalten, zum Beispiel »X-BOGOSITY X-SPAM-STATUS« für die Kopfzeilenfelder »X-Bogosity:« und »X-Spam-Status:«.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, versucht Mutt die IMAP-Erweiterung IDLE zu verwenden, um im aktuellen Postfach auf neue Nachrichten zu prüfen. Einige Server (Dovecot war die Inspiration für diese Option) reagieren schlecht auf die Mutt-Implementierung. Falls Ihre Verbindung regelmäßig einfriert, sollten Sie dies nicht setzen.
Typ: Zahl
Vorgabe: 300
Diese Variable gibt die maximale Zeit in Sekunden an, die Mutt warten wird, bevor offene IMAP-Verbindungen abgefragt werden, um zu verhindern, dass sie geschlossen werden, bevor Mutt damit fertig ist. Die Vorgabe liegt gut innerhalb des durch RFC angegebenen Minimums von 30 Minuten, bevor ein Server dies tun darf, aber in der Praxis wird die RFC-Angabe hin und wieder verletzt. Reduzieren Sie diesen Wert, falls Sie bemerken, dass Sie wegen Inaktivität von Ihrem IMAP-Server getrennt werden.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Diese Variable legt fest, ob beim Durchsuchen von IMAP-Postfächern nur abonnierte Postfächer oder alle Postfächer berücksichtigt werden sollen. Dies kann im IMAP-Browser mit der Funktion <toggle-subscribed> umgeschaltet werden.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Ihr Anmeldename auf dem IMAP-Server.
Die Vorgabe für diese Variable ist der Wert von $imap_user.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Der auszuführende Befehl zum Erzeugen eines OAUTH-Refresh-Tokens zum Autorisieren der Verbindung zu Ihrem IMAP-Server. Dieser Befehl wird bei jedem Verbindungsversuch ausgeführt, der den Authentifizierungsmechanismus OAUTHBEARER verwendet. Siehe »oauth« für Details.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Gibt das Passwort für Ihr IMAP-Benutzerkonto an. Falls nicht gesetzt, fragt Mutt Sie nach Ihrem Passwort, wenn Sie die Funktion <imap-fetch-mail> aufrufen oder versuchen, ein IMAP-Postfach zu öffnen.
Warnung: Sie sollten diese Option nur verwenden, wenn Sie sich an einem hinreichend sicheren Rechner befinden, da der Superuser Ihre muttrc selbst dann lesen kann, wenn Sie der einzige sind, der die Datei lesen kann.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, öffnet Mutt keine neuen IMAP-Verbindungen, um auf neue Nachrichten zu prüfen. Mutt prüft nur über existierende Verbindungen auf neue Nachrichten. Dies ist praktisch, wenn Sie beim Aufruf von Mutt nicht nach Benutzername/Passwort-Paaren gefragt werden wollen oder wenn das Öffnen der Verbindung langsam ist.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, vermeidet Mutt das implizierte Markieren Ihrer Nachrichten als gelesen, wenn Sie eine Nachricht vom Server holen. Dies ist generell eine gute Sache, kann aber das Schließen eines IMAP-Postfachs etwas verlangsamen. Diese Option existiert, um Geschwindigkeitsfreaks zu besänftigen.
Typ: Zahl
Vorgabe: 15
Steuert die Anzahl der IMAP-Befehle, die in der Warteschlange aufgereiht werden, bevor sie an den Server gesendet werden. Eine tiefere Pipeline verringert die Zeit, die Mutt auf den Server warten muss und kann IMAP-Server gefühlt viel reaktionsfreudiger erscheinen lassen. Aber nicht alle Server behandeln Befehls-Pipelines korrekt. Sollten Sie also Probleme haben, könnten Sie diese Variable auf 0 setzen.
Hinweis: Änderungen dieser Variable wirken sich nicht auf offene Verbindungen aus.
Typ: Zahl
Vorgabe: 15
Diese Variable gibt die maximale Zeit in Sekunden an, die Mutt beim Abfragen von IMAP-Verbindungen auf neue Nachrichten auf eine Antwort warten wird, bevor eine Zeitüberschreitung greift und die Verbindung geschlossen wird. Setzen Sie dies auf 0, um die Zeitüberschreitung zu deaktivieren.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, verwendet Mutt die QRESYNC-Erweiterung (RFC 7162), wenn diese vom Server bereitgestellt wird. Die gegenwärtige Implementierung in Mutt ist elementar und wird nur zum anfänglichen Holen der Nachrichten und Aktualisieren der Markierungen verwendet.
Achtung: Diese Funktion ist derzeit experimentell. Falls Sie seltsames Verhalten bemerken, wie doppelte oder fehlende Nachrichten, melden Sie dies bitte an uns als Fehler.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, zeigt Mutt Warnmeldungen des IMAP-Servers als Fehlermeldungen an. Da diese Meldungen oft harmlos sind oder aufgrund von Konfigurationsproblemen auf dem Server ausgegeben wurden, auf die der Benutzer keinen Einfluss hat, könnten Sie diese irgendwann unterdrücken wollen.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Der Name des Benutzers, auf dessen Nachrichten Sie auf dem IMAP-Server zugreifen wollen.
Die Vorgabe für diese Variable ist Ihr Benutzername auf dem lokalen Rechner.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls auf »yes« gesetzt, schaut Mutt für jeden MIME-Anhang, für den es keine Definition eines internen Betrachters gefunden hat, nach einem Mailcap-Eintrag, für den die »copiousoutput«-Markierung gesetzt ist. Falls ein solcher Eintrag gefunden wird, wird Mutt den in diesem Eintrag definierten Betrachter verwenden, um den Nachrichtenkörperteil in Textform umzuwandeln.
Typ: Quadoption
Vorgabe: ask-yes
Steuert, ob eine der Kopie der Nachrichten, auf die Sie antworten, in Ihre Antworten einbezogen wird.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Steuert, ob Mutt beim Beantworten separat verschlüsselte Anhang-Inhalte einbezieht oder nicht.
Diese Variable wurde hinzugefügt, um bei Antworten die unbeabsichtigte Offenlegung verschlüsselter Inhalte gegenüber einem Angreifer zu vermeiden. Falls eine vorher verschlüsselte Nachricht vom Angreifer angehängt wurde, könnte dies einen unvorsichtigen Empfänger dazu verleiten, die Nachricht zu entschlüsseln und sie in die Antwort einzufügen.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Steuert, ob Mutt beim Beantworten nur den ersten Anhang einbezieht oder nicht.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »> «
Gibt die Zeichenkette an, die in einer Nachricht, die sie beantworten, jeder zitierten Textzeile vorangestellt wird. Wir raten dringend davon ab, diesen Wert zu ändern, da dies fanatische Internetnutzer erregen könnte.
Der Wert dieser Option wird ignoriert, falls $text_flowed gesetzt ist, da der Zitiermechanismus für format=flowed strikt definiert ist.
Diese Option ist eine Formatzeichenkette; bitte schauen Sie in die Beschreibung von $index_format, welche Sequenzen im printf(3)-Stil unterstützt werden.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »%4C %Z %{%b %d} %-15.15L (%?l?%4l&%4c?) %s«
Mit dieser Variable können Sie die Nachrichtenindex-Anzeige an Ihre persönlichen Wünsche anpassen.
»Formatzeichenketten« ähneln den in der C-Funktion printf(3) zur Formatierung der Ausgabe verwendeten Zeichenketten (siehe die Handbuchseite für weitere Details). Eine Erklärung des %?-Konstrukts finden Sie in der Beschreibung zu $status_format. Die folgenden Sequenzen sind in Mutt definiert:
%a
Adresse des Verfassers
%A
»reply-to«-Adresse (Antwortadresse, falls vorhanden; anderenfalls die Adresse des Verfassers)
%b
Dateiname des originalen Nachrichtenpostfachs.
%B
die Liste, an die die Nachricht gesendet wurde oder anderenfalls der Postfachname (%b).
%c
Anzahl der Zeichen (Byte) in der Nachricht (siehe formatstrings-size)
%C
Nummer der aktuellen Nachricht
%d
Datum und Zeit der Nachricht in dem von $date_format angegebenen Format, umgewandelt in die Zeitzone des Absenders
%D
Datum und Zeit der Nachricht in dem von $date_format angegebenen Format, umgewandelt in die lokale Zeitzone
%e
Nummer der aktuellen Nachricht im Diskussionsfaden
%E
Anzahl der Nachrichten im aktuellen Diskussionsstrang
%f
Absender (Adresse und echter Name) entweder aus »From:« oder »Return-Path:«
%F
Name des Verfassers, oder falls die Nachricht von Ihnen stammt, Name des Empfängers
%H
Spam-Attribut(e) dieser Nachricht
%i
Nachrichtenkennung der aktuellen Nachricht
%l
Anzahl der Zeilen in der unverarbeiteten Nachricht (könnte mit Maildir-, MH- und IMAP-Postfächern nicht funktionieren)
%L
Falls eine Adresse im Kopfzeilenfeld »To:« oder »Cc:« auf eine im Befehl »subscribe« des Benutzers definierte Adresse passt, zeigt dies »To <Listenname>an, anderenfalls das Gleiche wie %F.
%m
Gesamtanzahl der Nachrichten im Postfach
%M
Anzahl der verborgenen Nachrichten, falls der Diskussionsstrang eingeklappt ist.
%N
Nachrichtenbewertung
%n
Echter Name des Verfassers (oder Adresse, falls dieser fehlt)
%O
Originales Speicherpostfach, wo Mutt zuvor eine Nachricht zurückgestellt hat: Listenname, oder Name, wenn diese nicht an eine Mailingliste gesendet wurde
%P
Fortschrittsanzeige für das eingebaute Textanzeigeprogramm (wie viel der Datei bereits angezeigt wurde)
%r
durch Kommata getrennte Liste der »To:«-Empfänger
%R
durch Kommata getrennte Liste der »Cc:«-Empfänger
%s
Betreff der Nachricht
%S
Status der Nachricht als einzelnes Zeichen (»N«/»O«/»D«/»d«/»!«/»r«/»*«)
%t
»To:«-Feld (Empfänger)
%T
das entsprechende Zeichen aus der Zeichenkette $to_chars
%u
Benutzername des Autors
%v
Vorname des Verfassers, oder der Empfänger, falls die Nachricht von Ihnen selbst stammt
%X
Anzahl der Anhänge (bitte schauen Sie im Abschnitt »attachments« nach möglichen Einflüssen auf die Geschwindigkeit)
%y
»X-Label:«-Feld, falls vorhanden
%Y
»X-Label:«-Feld, falls vorhanden, und (1) kein Teil des Diskussionsfadenbaums ist, (2) ganz oben in einem Diskussionsfaden steht, oder (3) sich das »X-Label:« vom »X-Label:« der vorigen Nachricht unterscheidet.
%Z
Aus drei Zeichen bestehende Nachrichtenstatus-Markierung. Das erste Zeichen steht für die Neu-/Gelesen-/Beantwortet-Markierung (»n«/»o«/»r«/»O«/»N«). Das zweite steht für die Gelöscht- oder Verschlüsselungsmarkierung (»D«/»d«/»S«/»P«/»s«/»K«). Das dritte ist entweder ausgewählt oder markiert (»*«/»!«) oder eines der in $to_chars aufgelisteten Zeichen.
%@Name@
fügt eine Formatzeichenkette aus dem passenden »index-format-hook«-Befehl ein und wertet diese aus
%{Format}
Datum und Zeit der Nachricht werden in die Zeitzone des Absenders umgewandelt und »Format« wird durch die Bibliotheksfunktion strftime(3) expandiert; ein vorangestelltes Ausrufezeichen deaktiviert Locales.
%[Format]
Datum und Zeit der Nachricht werden in die lokale Zeitzone umgewandelt. »Format« wird durch die Bibliotheksfunktion strftime(3) expandiert; ein vorangestelltes Ausrufezeichen deaktiviert Locales.
%(Format)
Lokale(s) Datum und Zeit des Empfangs der Nachricht. »Format« wird durch die Bibliotheksfunktion strftime(3) expandiert; ein vorangestelltes Ausrufezeichen deaktiviert Locales.
%<Format>
Aktuelle lokale Zeit. »Format« wird durch die Bibliotheksfunktion strftime(3) expandiert; ein vorangestelltes Ausrufezeichen deaktiviert Locales.
%>X
Ausrichtung der restlichen Zeichenkette nach rechts und Auffüllung mit dem Zeichen »X«
%|X
Auffüllung bis zum Ende der Zeile mit dem Zeichen »X«
%*X
Weiche Auffüllung mit dem Zeichen »X« als Füllzeichen
Beachten Sie, dass »%l« für mbox/mmdf auf die unverarbeitete Nachricht angewendet wird und der Wert für maildir/mh aus dem »Lines:«-Kopfzeilenfeld kommt, sofern dieses vorhanden ist (was normalerweise das Gleiche bedeutet). Daher hängt der Wert von der in den verschiedenen Teilen der Nachricht verwendeten Kodierungen ab und hat in der Praxis kaum Bedeutung.
Die »weiche Auffüllung« erfordert eine ausführlichere Erklärung: Durch die normale Ausrichtung nach rechts wird alles angezeigt, was links von »%>« steht, und alles, was rechts liegt nur dann, wenn dafür Platz zur Verfügung steht (einschließlich eventueller Auffüllung). Im Gegensatz dazu hat bei einer weichen Auffüllung die rechte Seite Priorität, wodurch garantiert wird, dass Platz für die Anzeige zur Verfügung steht und nur dann aufgefüllt wird, wenn noch Platz dafür ist. Falls nötig, blendet die weiche Auffüllung den Text auf der linken Seite aus, um Platz für den Text rechts zu schaffen.
Beachten Sie, dass diese Expandier-Aktionen in »save-hook«, »fcc-hook«, »fcc-save-hook« und »index-format-hook« unterstützt werden.
Sie werden auch in den Konfigurationsvariablen $attribution, $forward_attribution_intro, $forward_attribution_trailer, $forward_format, $indent_string, $message_format, $pager_format und $post_indent_string unterstützt.
Typ: Pfad
Vorgabe: »/usr/bin/ispell«
Art des Aufrufs von ispell(1) (Rechtschreibprüfungssoftware des GNU-Projekts)
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, werden als ausgewählt markierte gelesene Nachrichten oder als Ergebnis eines »mbox-hook«-Befehls nicht von Ihrem Spool-Postfach in Ihr $mbox-Postfach verschoben.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt, wird die »Date«-Kopfzeile der von Ihnen gesendeten Nachrichten auf Ihrer lokalen Zeitzone basierend gesetzt. Falls nicht gesetzt, wird stattdessen ein Datum in UTC (Weltzeit) verwendet, damit keine Informationen zu Ihrem aktuellen Standort zu übermittelt werden.
Typ: Zahl
Vorgabe: 5
Diese Variable legt fest, wie oft (in Sekunden) Mutt auf neue Nachrichten prüfen soll. Siehe auch die Variable $timeout.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, werden Sie von Mutt nur über neue E-Mails benachrichtigt, die empfangen wurden, seit Sie das Postfach zum letzten Mal geöffnet hatten. Wenn nicht gesetzt, benachrichtigt Mutt Sie, wenn neue Nachrichten im Postfach vorhanden sind, unabhängig davon, ob Sie es kürzlich geöffnet haben.
Wenn $mark_old gesetzt ist und im Postfach nur alte Nachrichten vorhanden sind, fasst Mutt das so auf, dass es keine neuen Nachrichten enthält.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, ermittelt Mutt beim Prüfen auf neue Nachrichten regelmäßig Nachrichtenstatistiken für ein Postfach. Es prüft auf ungelesene und markierte Nachrichten und ermittelt die Gesamtzahl der Nachrichten. (Hinweis: IMAP-Postfächer unterstützen nur die Abfrage der ungelesenen Nachrichten und der Gesamtzahl).
Da dieser Vorgang leistungshungriger ist, ist nicht gesetzt die Vorgabe. Über die separate Option $mail_check_stats_interval kann gesteuert werden, wie oft die Statistiken aktualisiert werden.
Nachrichtenstatistiken können auch explizit durch Aufruf der Funktion <check-stats> ermittelt werden.
Typ: Zahl
Vorgabe: 60
Wenn $mail_check_stats gesetzt ist, regelt diese Variable, wie oft (in Sekunden) Mutt die Nachrichtenanzahlen aktualisiert.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Diese Variable gibt an, welche Dateien abgefragt werden, wenn versucht wird, MIME-Nachrichtenkörper anzuzeigen, die von Mutt nicht direkt unterstützt werden. Der Vorgabewert wird während des Starts erzeugt: siehe den Abschnitt »mailcap« des Handbuchs.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt, wird Mutt die möglichen Zeichen in Mailcap-basierten %-Expandier-Aktionen auf eine wohldefinierte Menge sicherer Zeichen beschränken. Dies ist zwar eine sichere Einstellung, wobei wir aber nicht sicher sind, ob es nicht anspruchsvollere MIME-Aspekte negativ beeinflusst.
ÄNDERN SIE DIESE EINSTELLUNG NICHT, ES SEI DENN, SIE WISSEN GENAU, WAS SIE TUN!
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Prüft, ob Programme, die nicht mit Maildir umgehen können (nicht Mutt selbst), Maildir-Dateien geändert haben, wenn der Kopfzeilen-Zwischenspeicher verwendet wird. Dies resultiert in einem stat(2)-Aufruf pro Nachricht, jedes Mal wenn das Postfach geöffnet wird (was bei NFS-Postfächern sehr langsam werden kann).
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, werden zum Löschen markierte Nachrichten mit der Maildir-Markierung »trashed« gespeichert, anstatt sie mit unlink(2) zu löschen. Achtung: Dies betrifft nur Maildir-Postfächer. Das Setzen dieser Option hat auf andere Postfachtypen keinen Einfluss.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, wird Mutt sowohl das »new«- als auch das »cur«-Verzeichnis eines Maildir-Postfachs auf neue Nachrichten abfragen. Dies kann sinnvoll sein, wenn andere Programme, die mit dem Postfach interagieren (zum Beispiel Dovecot), neue Nachrichten in das »cur«-Verzeichnis verschieben. Beachten Sie, dass diese Option das Abfragen neuer Nachrichten für große Postfächer verlangsamen kann, da Mutt alle »cur«-Nachrichten einlesen muss.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »'«
Präfix für Makros, die mit mark-message erstellt wurden. Ein neues, mit <mark-message>a automatisch erzeugtes Makro wird aus diesem Präfix und dem Buchstaben a gebildet.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Steuert, ob Mutt neue unread-Nachrichten (ungelesene Nachrichten) als alt markiert, wenn Sie ein Postfach schließen, ohne diese gelesen zu haben. Wenn dies gesetzt ist, wird beim nächsten Start von Mutt ein »O« neben diesen Nachrichten im Index-Menü angezeigt, was bedeutet, dass diese als alt angesehen werden.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Steuert die Anzeige umgebrochener Zeilen im internen Textanzeigeprogramm. Falls gesetzt, wird ein »+« am Anfang der umgebrochenen Zeilen angezeigt.
Siehe auch die Variable $smart_wrap.
Typ: regulärer Ausdruck
Vorgabe: »!^\.[^.]«
Ein regulärer Ausdruck, der im Dateibrowser verwendet wird, optional mit einem vorangestellten Negierungsoperator »!«. Nur Dateinamen, die dieser Maske entsprechen, werden angezeigt. Für die Übereinstimmungssuche wird stets Groß-/Kleinschreibung berücksichtigt.
Typ: Pfad
Vorgabe: »~/mbox«
Dies gibt das Postfach an, in dem gelesene Nachrichten aus Ihrem $spoolfile-Postfach angehängt werden.
Siehe auch die Variable $move.
Typ: Postfachtyp
Vorgabe: mbox
Der vorgegebene Postfachtyp beim Anlegen neuer Postfächer. Kann eines von »mbox«, »MMDF«, »MH« oder »Maildir« sein. Dies wird durch die Befehlszeilenoption -m außer Kraft gesetzt.
Typ: Zahl
Vorgabe: 0
Diese Variable steuert die Anzahl der Kontextzeilen, die beim Rollen durch Menüs angezeigt werden (ähnlich wie bei $pager_context).
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn nicht gesetzt, wird der unterste Menüeintrag niemals bis unter den unteren Bildschirmrand gerollt, außer es gibt weniger Einträge als Zeilen verfügbar sind. Wenn gesetzt, kann der unterste Eintrag bis unter den Rand verschoben werden.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, werden Menüs um eine Zeile nach oben oder nach unten gerollt, wenn Sie versuchen, über die Bilschirmränder hinaus zu navigieren. Falls nicht gesetzt, wird der Bildschirm geleert und die nächste oder vorige Seite des Menüs angezeigt (nützlich für langsame Verbindungen, um häufiges Neuzeichnen zu vermeiden).
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, löscht Mutt obsolete Einträge aus dem Nachrichten-Zwischenspeicher, wenn das Postfach synchronisiert wird. Sie werden das möglicherweise nur selten setzen wollen, da es Geschwindigkeitseinbußen zur Folge hat (insbesondere bei großen Postfächern).
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Wenn Sie dies auf ein Verzeichnis setzen, wird Mutt Kopien von Nachrichten von IMAP- und POP-Servern hier zwischenspeichern. Es ist Ihnen freigestellt, Einträge jederzeit zu löschen.
Wenn Sie diese Variable auf ein Verzeichnis setzen, muss Mutt jede ferne Nachricht nur einmal holen und kann die Suche anhand regulärer Ausdrücke so schnell wie für lokale Postfächer ausführen.
Siehe auch die Variable $message_cache_clean.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »%s«
Diese Zeichenkette wird im »Anhänge«-Menü für Anhänge des Typs message/rfc822 angezeigt. Eine vollständige Liste der definierten Sequenzen im printf(3)-Stil finden Sie im Abschnitt zu $index_format.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »<%z@%f>«
Diese Variable beschreibt das Format der »Message-ID«, die beim Senden von Nachrichten erzeugt wird. Mit Mutt 2.0 wurde ein kompakteres Format eingeführt, aber mit dieser Variable können Sie Ihr eigenes Format wählen. Der Wert darf mit »|« enden, um einen externen Filter aufzurufen. Siehe formatstrings-filters.
Bitte beachten Sie, dass der Wert der »Message-ID« einer strikten Syntax folgt; daher müssen Sie selbst sicherstellen, dass die von der Vorgabe abweichenden Änderungen korrekt sind. Insbesondere muss der Wert der Syntax in RFC 5322 folgen: "<" id-left "@" id-right ">". Leerzeichen sind nicht erlaubt und id-left sollte der »dot-atom-text«-Syntax aus RFC 5322 folgen. Die id-right sollte generell bei %f verbleiben.
Wenn Sie das alte »Message-ID«-Format verwenden wollen, können Sie es wie folgt setzen: »<%Y%02m%02d%02H%02M%02S.G%c%p@%f>«.
Die folgenden Sequenzen im printf(3)-Stil werden verstanden:
%c
Schrittzähler-Schleife von »A« bis »Z«
%d
Aktueller Tag des Monats (GMT)
%f
$hostname
%H
Aktuelle Stunde im 24-Stunden-System (GMT)
%m
Nummer des aktuellen Monats (GMT)
%M
Aktuelle Minute der Stunde (GMT)
%p
PID des laufenden mutt-Prozesses
%r
3 byte Pseudo-Zufallsdaten, kodiert in Base64
%S
Aktuelle Sekunde der Minute (GMT)
%x
1 byte hexadezimal kodierte Pseudo-Zufallsdaten (Beispiel: »1b«)
%Y
Aktuelles Jahr, vierstellig (GMT)
%z
4-byte-Zeitstempel + 8 byte Pseudo-Zufallsdaten, kodiert in Base64
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, zwingt dies Mutt, Tastenfolgen mit gesetztem »High bit« (bit 8) so zu interpretieren, als hätte der Benutzer die Esc-Taste und alles, was nach dem entfernen des »High bit« übrig ist, gedrückt. Wenn beispielsweise die gedrückte Taste einen ASCII-Wert von 0xf8 hat, dann wird das so aufgefasst, als hätte der Benutzer Esc und »x« gedrückt. Dies kommt daher, dass sich durch das Entfernen des »High bit« von 0xf8 der Code 0x78 ergibt, was dem ASCII-Zeichen »x« entspricht.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls nicht gesetzt, entfernt Mutt beim Beantworten einer Nachricht Ihre Adresse (siehe den Befehl alternates) aus der Liste der Empfänger.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn nicht gesetzt, ahmt Mutt das MH-Verhalten nach und benennt gelöschte Nachrichten in MH-Postfächern in ,<alter Dateiname> um, anstatt sie wirklich zu löschen. Dadurch verbleibt die Nachricht auf der Platte, aber Programme, die das Postfach lesen, ignorieren sie. Falls gesetzt, werden die Nachrichtendateien einfach gelöscht.
Diese Option ist ähnlich wie $maildir_trash für Maildir-Postfächer.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »flagged«
Der Name der MH-Sequenz zum Kennzeichnen von markierten Nachrichten.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »replied«
Der Name der MH-Sequenz zum Kennzeichnen von beantworteten Nachrichten.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »unseen«
Der Name der MH-Sequenz für ungelesene Nachrichten.
Typ: Quadoption
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, dann wird die weiterzuleitende Nachricht als separater Teil mit dem MIME-Typ message/rfc822 angehängt, anstatt sie in den Hauptteil der Nachricht einzubeziehen. Dies ist beim Weiterleiten von MIME-Nachrichten nützlich, damit der Empfänger die Nachricht sauber so anzeigen kann, wie sie an Sie ausgeliefert wurde. Wenn Sie fallweise zwischen MIME und Nicht-MIME wechseln wollen, setzen Sie diese Variable auf »ask-no« oder »ask-yes«.
Siehe auch $forward_decode und $mime_forward_decode.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Steuert beim Weiterleiten einer Nachricht, wenn $mime_forward gesetzt ist, die Dekodierung komplexer MIME-Nachrichten in text/plain. Anderenfalls wird stattdessen $forward_decode verwendet.
Typ: Quadoption
Vorgabe: yes
Wenn diese Option gesetzt ist, werden beim Weiterleiten mehrerer Anhänge aus dem »Anhänge«-Menü jene Anhänge, die nicht in vernünftiger Weise dekodiert werden können, an die neu erstellte Nachricht angehängt.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dies gibt einen Befehl an, der zur Ermittlung des MIME-Typs eines neuen Anhangs beim Verfassen einer Nachricht verwendet wird. Außer wenn $mime_type_query_first gesetzt ist, wird dieser Befehl nur ausgeführt, falls die Dateiendung des Anhangs nicht in der Datei mime.types gefunden wurde.
Die Zeichenkette darf ein »%s« enthalten, was durch den Dateinamen des Anhangs ersetzt wird. Mutt fügt entsprechend der Shell-Regeln automatisch Anführungszeichen vor und hinter dem »%s« ein; Sie sollten daher nicht selbst Anführungszeichen setzen. Falls in der Zeichenkette kein »%s« gefunden wird, wird Mutt den Dateinamen des Anhangs ans Ende der Zeichenkette anhängen.
Der Befehl sollte eine einzelne Zeile ausgeben, die den MIME-Typ des Anhangs enthält.
Empfohlene Werte sind »xdg-mime query filetype« oder »file -bi«.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, wird der Befehl $mime_type_query_command ausgeführt, bevor in mime.types nachgeschlagen wird.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »%4n %c %-16s %a«
Diese Variable beschreibt das Format der Remailer-Zeile des Auswahlbildschirms der Mixmaster-Kette. Die folgenden Sequenzen im printf(3)-Stil sind verwendbar:
%n
die laufende Nummer im Menü
%c
die Fähigkeiten des Remailers
%s
der Kurzname des Remailers
%a
die E-Mail-Adresse des Remailers
(nur Mixmaster)
Typ: Pfad
Vorgabe: »mixmaster«
Diese Variable enthält den Pfad zum Mixmaster-Programm auf Ihrem System. Er wird zusammen mit verschiedenen Parametergruppen verwendet, um eine Liste der vorhandenen Remailer zu erhalten und letztendlich eine Nachricht über die Mixmaster-Kette zu versenden. (nur Mixmaster)
Typ: Quadoption
Vorgabe: no
Steuert, ob Mutt gelesene Nachrichten aus Ihrem Spool-Postfach oder als Ergebnis des Befehls »mbox-hook« in Ihr $mbox-Postfach verschiebt oder nicht.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, wandelt Mutt ungeschützte Klammer-Argumente in Befehle als MuttLisp-Ausdrücke um.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Diese Variable, wenn gesetzt, macht die Diskussionsfaden-Baumansicht schmaler, so dass tiefer verschachtelte Diskussionsfäden auf den Bildschirm passen.
Typ: Zahl
Vorgabe: 10
Für Vorgänge, für die die Übertragung großer Datenmengen über das Netzwerk erwartet wird, wird die Fortschrittsanzeige alle $net_inc Kilobyte aktualisiert. Falls auf 0 gesetzt, werden keine Fortschrittsmeldungen angezeigt.
Siehe auch $read_inc, $write_inc und $net_inc.
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Falls gesetzt, ruft Mutt diesen Befehl auf, nachdem eine neue Nachricht empfangen wurde. Siehe die Dokumentation zu $status_format für die möglichen Formatierwerte für diesen Befehl.
Typ: Pfad
Vorgabe: »builtin«
Diese Variable gibt an, welches Textanzeigeprogramm (Pager) Sie zum Betrachten von Nachrichten verwenden wollen. Der Wert »builtin« verwendet das eingebaute Textanzeigeprogramm; anderenfalls sollte diese Variable den Pfadnamen zum externen Textanzeigeprogramm angeben, das Sie verwenden wollen.
Die Zeichenkette darf ein »%s« enthalten, was durch den Dateinamen der erzeugten Nachricht ersetzt wird. Mutt fügt entsprechend der Shell-Regeln automatisch Anführungszeichen vor und hinter dem »%s« ein; Sie sollten daher nicht selbst Anführungszeichen setzen. Falls in der Zeichenkette kein »%s« gefunden wird, wird Mutt den Dateinamen der Nachricht ans Ende der Zeichenkette anhängen.
Die Verwendung eines externen Textanzeigeprogramms hat eine Reihe von Nachteilen: Sie werden zusätzliche Tastenanschläge benötigen, da Sie Mutt-Funktionen nicht direkt aus dem Textanzeigeprogramm aufrufen können, und bei Änderungen der Bildschirmgröße werden Zeilen, die länger als die Bildschirmbreite sind, im Hilfemenü schlecht formatiert werden.
Für die Verwendung eines externen Textanzeigeprogramms, siehe auch $prompt_after, welches standardmäßig gesetzt ist.
Typ: Zahl
Vorgabe: 0
Diese Variable steuert die Anzahl der Kontextzeilen, die bei der Anzeige der nächsten oder vorherigen Seite im internen Textanzeigeprogramm zu sehen sind. Per Vorgabe zeigt Mutt die Zeile nach der letzten Zeile der aktuellen Seite am Anfang der nächsten Seite an (also keine Kontextzeilen).
Diese Variable regelt auch den Umfang des Kontexts, der bei Suchergebnissen angezeigt wird. Falls als positive Zahl angegeben, wird diese Anzahl dem Treffer vorausgehender Zeilen angezeigt; falls als 0 angegeben, werden keine vorausgehenden Zeilen als Kontext angezeigt.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »-%Z- %C/%m: %-20.20n   %s%*  -- (%P)«
Diese Variable steuert das Format des einzeiligen Nachrichten-»Status«, der vor jeder Nachricht entweder im internen oder im externen Textanzeigeprogramm angezeigt wird. Gültige Sequenzen sind im Abschnitt $index_format aufgelistet.
Typ: Zahl
Vorgabe: 0
Bestimmt die Anzahl der Zeilen eines Mini-Index, der im Textanzeigeprogramm angezeigt wird. Befindet sich die aktuelle Nachricht nicht in der Nähe des oberen oder unteren Endes des Postfachs, dann wird etwa ein Drittel des Abstands unterhalb dieses Mini-Index angezeigt, wodurch der Leser den Kontext einiger Nachrichten vor und nach dieser Nachricht sehen kann. Damit können Sie beispielsweise bestimmen, wie viele Nachrichten Sie im aktuellen Diskussionsfaden noch zu lesen haben. Eine der Zeilen ist als Statuszeile für den Index reserviert; daher werden bei einer Einstellung von 6 nur 5 Zeilen des eigentlichen Index angezeigt. Falls die Anzahl der Nachrichten im aktuellen Postfach kleiner als $pager_index_lines ist, dann wird der Index nur so viele Zeilen wie nötig verwenden.
Typ: Zahl
Vorgabe: 0
Steuert die Anzahl der Kontextzeilen, die vor unzitiertem Text angezeigt werden, wenn Sie <skip-quoted> verwenden. Wenn dies auf eine positive Zahl gesetzt ist, wird maximal diese Anzahl Zeilen des vorhergehenden Zitats angezeigt. Falls das vorhergehende Zitat kürzer ist, wird das gesamte Zitat angezeigt.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, springt das interne Textanzeigeprogramm nicht zur nächsten Nachricht, wenn Sie am Ende der Nachricht angekommen sind und die Funktion <next-page> aufrufen.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »%2n %-15e  %d«
Diese Variable beschreibt das Format des »Mustervervollständigung«-Menüs. Die folgenden Sequenzen im printf(3)-Stil werden verstanden:
%d
Musterbeschreibung
%e
Musterausdruck
%n
Indexnummer
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, wird Mutt automatisch versuchen, traditionelle PGP-Nachrichten zu entschlüsseln, wann immer der Benutzer eine Aktion ausführt, die normalerweise den Inhalt der Nachricht bearbeiten würde. Wenn der Benutzer beispielsweise eine traditionelle PGP-Nachricht anzeigt, die nicht manuell mit der Funktion <check-traditional-pgp> überprüft wurde, prüft Mutt automatisch, ob es sich bei der Nachricht um traditionelles PGP handelt.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Diese Option steuert, ob Mutt unter bestimmten Umständen klassische, eingebettete (traditionelle) PGP-verschlüsselte oder -signierte Nachrichten erzeugt. Dies kann über das PGP-Menü außer Kraft gesetzt werden, wenn eingebettet nicht erforderlich ist. Diese Option wird vom GPGME-Backend nicht unterstützt.
Beachten Sie, dass Mutt automatisch PGP/MIME für Nachrichten verwenden könnte, die aus mehr als einem einzelnen MIME-Teil bestehen. Mutt kann so eingerichtet werden, dass es vor dem Versenden von PGP/MIME-Nachrichten nachfragt, wenn eingebettet (traditionell) nicht funktionieren würde.
Siehe auch die Variable $pgp_mime_auto.
Beachten Sie auch, dass das PGP-Nachrichtenformat im alten Stil als extrem veraltet angesehen wird. (nur PGP)
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt, überprüft Mutt beim Signieren oder Verschlüsseln den Rückgabewert des PGP-Subprozesses. Ein Rückgabewert ungleich 0 bedeutet, dass der Subprozess fehlgeschlagen ist. (nur PGP)
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt, prüft Mutt den Status der Dateideskriptor-Ausgabe von $pgp_decrypt_command und $pgp_decode_command auf GnuPG-Statuscodes, die auf eine erfolgreiche Verschlüsselung hinweisen. Es wird geprüft, ob DECRYPTION_OKAY vorhanden und DECRYPTION_FAILED nicht vorhanden ist und aller PLAINTEXT zwischen den Statuscodes BEGIN_DECRYPTION und END_DECRYPTION steht.
Falls nicht gesetzt, prüft Mutt stattdessen den Status der Dateideskriptor-Ausgabe anhand von $pgp_decryption_okay. (nur PGP)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieses Format wird zum Erzeugen einer klassischen »clearsigned«-PGP-Nachricht verwendet. Beachten Sie, dass dieses Format als hoffnungslos veraltet gilt und von dessen Verwendung strikt abgeraten wird.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $pgp_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur PGP)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Diese Formatzeichenkette gibt einen Befehl an, der zum Dekodieren von application/pgp-Anhängen verwendet wird.
Die PGP-Befehlsformate haben ihre eigenen Sequenzen im printf(3)-Stil:
%p
Wird zu PGPPASSFD=0 expandiert, wenn eine Passphrase benötigt wird, anderenfalls zu einer leeren Zeichenkette. Hinweis: Dies darf mit einem %?-Konstrukt verwendet werden.
%f
Expandiert zum Namen einer Datei, die eine Nachricht enthält.
%s
Expandiert zum Namen einer Datei, die den Signatur-Teil eines multipart/signed-Anhangs enthält, wenn sie überprüft wird.
%a
Falls gesetzt, ist dies der Wert von $pgp_sign_as, anderenfalls der Wert von $pgp_default_key.
%r
Eine oder mehrere Schlüsselkennungen (oder Fingerabdrücke, falls verfügbar).
Beispiele für die Konfiguration dieser Formate für die verschiedenen kursierenden Versionen von PGP finden Sie in den pgp- und gpg-Beispielkonfigurationsdateien im Unterverzeichnis samples/, das auf Ihrem System zusammen mit der Dokumantation installiert wurde. (nur PGP)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Entschlüsseln einer mit PGP verschlüsselten Nachricht verwendet.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $pgp_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur PGP)
Typ: regulärer Ausdruck
Vorgabe: »«
Falls Sie dieser Variable Text zuweisen, wird eine verschlüsselte PGP-Nachricht erst dann als erfolgreich entschlüsselt betrachtet, wenn die Ausgabe von $pgp_decrypt_command den Text enthält. Damit können Sie sich vor einer gefälschten verschlüsselten Nachricht mit multipart/encrypted-Kopfzeilen schützen, die aber einen Block enthält, der nicht verschlüsselt ist (zum Beispiel einfach signierter und ASCII-geschützter Text).
Beachten Sie, dass diese Variable ignoriert wird, falls pgp_check_gpg_decrypt_status_fd gesetzt ist. (nur PGP)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dies ist das zur Verwendung bei PGP-Aktionen vorgegebene Schlüsselpaar. Es wird zum Verschlüsseln verwendet (siehe $postpone_encrypt und $pgp_self_encrypt).
Es wird auch zum Signieren verwendet, es sei denn, $pgp_sign_as ist gesetzt.
pgp_self_encrypt_as ist ein inzwischen veralteter Alias für diese Variable und sollte nicht mehr verwendet werden. (nur PGP)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Verschlüsseln eines Nachrichtenkörpers verwendet, ohne ihn zu signieren.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $pgp_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur PGP)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Signieren und Verschlüsseln eines Nachrichtenkörpers verwendet.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $pgp_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur PGP)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »%4n %t%f %4l/0x%k %-4a %2c %u«
Mit dieser Variable können Sie das PGP-Schlüsselauswahlmenü an Ihre persönlichen Wünsche anpassen. Diese Zeichenkette ist ähnlich wie $index_format, hat aber ihre eigenen Sequenzen im printf(3)-Stil:
%n
Zahl
%k
Schlüsselkennung
%u
Benutzerkennung
%a
Algorithmus
%l
Schlüssellänge
%f
flags
%c
Fähigkeiten
%t
Vertrauen/Gültigkeit der Schlüssel-Benutzerkennung-Assoziation
%[<s>]
Datum des Schlüssels, wobei <s> ein strftime(3)-Ausdruck ist
(nur PGP)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Exportieren eines öffentlichen Schlüssels aus dem Schlüsselbund des Benutzers verwendet.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $pgp_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur PGP)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird immer dann aufgerufen, wenn Mutt den zu einer E-Mail-Adresse gehörenden öffentlichen Schlüssel besorgen muss. Von den von $pgp_decode_command unterstützten Sequenzen ist %r die einzige printf(3)-kompatible Sequenz, die mit diesem Format verwendet wird. Beachten Sie, dass %r in diesem Fall zur E-Mail-Adresse expandiert wird, nicht zur ID des öffentlichen Schlüssels (da die Schlüsselkennung nicht bekannt ist; daher ruft Mutt diesen Befehl auf). (nur PGP)
Typ: regulärer Ausdruck
Vorgabe: »«
Wenn Sie dieser Variable Text zuweisen, wird die PGP-Signatur nur dann als überprüft betrachtet, wenn die Ausgabe von $pgp_verify_command den Text enthält. Verwenden Sie diese Variable, falls der Rückgabecode des Befehls selbst dann 0 ist, wenn die Signatur ungültig ist. (nur PGP)
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Das Setzen dieser Variable veranlasst Mutt, OpenPGP-Unterschlüssel zu ignorieren. Stattdessen erbt der Prinzipalschlüssel die Fähigkeiten des Unterschlüssels. Falls nicht gesetzt, werden Sie interessante Schlüsselauswahlspiele zocken können. (nur PGP)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Importieren eines Schlüssels aus einer Nachricht in den öffentlichen Schlüsselbund des Benutzers verwendet.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $pgp_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur PGP)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Auflisten des Inhalts des öffentlichen Schlüsselbunds verwendet. Das Ausgabeformat muss analog zu dem des folgenden Befehls sein:
gpg --list-keys --with-colons --with-fingerprint
Dieses Format wird auch vom Dienstprogramm mutt_pgpring erzeugt, welches mit Mutt geliefert wird.
Achtung: Die GPG-Option fixed-list-mode sollte nicht verwendet werden. Sie erzeugt ein anderes Datumsformat, was dazu führen könnte, dass Mutt inkorrekte Schlüsselerzeugungsdaten anzeigt.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $pgp_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. Beachten Sie, dass %r in diesem Fall zur Suchzeichenkette expandiert wird, welche eine Liste aus einem oder mehreren in Anführungszeichen gesetzten Werten wie E-Mail-Adresse, Name oder Schlüsselkennung ist. (nur PGP)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Auflisten des Inhalts des geheimen Schlüsselbunds verwendet. Das Ausgabeformat muss analog zu dem des folgenden Befehls sein:
gpg --list-keys --with-colons --with-fingerprint
Dieses Format wird auch vom Dienstprogramm mutt_pgpring erzeugt, welches mit Mutt geliefert wird.
Achtung: Die GPG-Option fixed-list-mode sollte nicht verwendet werden. Sie erzeugt ein anderes Datumsformat, was dazu führen könnte, dass Mutt inkorrekte Schlüsselerzeugungsdaten anzeigt.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $pgp_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. Beachten Sie, dass %r in diesem Fall zur Suchzeichenkette expandiert wird, welche eine Liste aus einem oder mehreren in Anführungszeichen gesetzten Werten wie E-Mail-Adresse, Name oder Schlüsselkennung ist. (nur PGP)
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt, werden 64-bit-PGP-Schlüsselkennungen, falls nicht gesetzt, normale 32-bit-Schlüsselkennungen vewendet. Mutt ist dazu übergegangen, Fingerabdrücke (oder ersatzweise lange Schlüsselkennungen) zu verwenden. Diese Option steuert nun die Anzeige der Schlüsselkennungen im Schlüsselauswahlmenü und an einigen anderen Stellen. (nur PGP)
Typ: Quadoption
Vorgabe: ask-yes
Diese Option steuert, ob Mutt Sie beim automatischen Senden einer (signierten/verschlüsselten) Nachricht mittels PGP/MIME um Bestätigung bittet, wenn eingebettet (traditionell) fehlschlägt (aus irgendeinem Grund).
Beachten Sie auch, dass das PGP-Nachrichtenformat im alten Stil als extrem veraltet angesehen wird. (nur PGP)
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Das Setzen dieser Variable veranlasst Mutt, stets zu versuchen, eine eingebettete (traditionelle) Nachricht zu erzeugen, wenn Sie auf eine Nachricht antworten, die eingebettet mit PGP verschlüsselt/signiert ist. Dies kann über das »PGP«-Menü außer Kraft gesetzt werden, wenn Einbettung nicht nötig ist. Diese Option erkennt nicht automatisch, ob die (zu beantwortende) Nachricht eingebettet ist; stattdessen verlässt sie sich auf die vorher durch Mutt selbst durchgeführten Prüfungen auf markierte Nachrichten.
Beachten Sie, dass Mutt automatisch PGP/MIME für Nachrichten verwenden könnte, die aus mehr als einem einzelnen MIME-Teil bestehen. Mutt kann so eingerichtet werden, dass es vor dem Versenden von PGP/MIME-Nachrichten nachfragt, wenn eingebettet (traditionell) nicht funktionieren würde.
Siehe auch die Variable $pgp_mime_auto.
Beachten Sie auch, dass das PGP-Nachrichtenformat im alten Stil als extrem veraltet angesehen wird. (nur PGP)
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, werden signierte und verschlüsselte Nachrichten aus verschachtelten multipart/signed- und multipart/encrypted-Nachrichtenkörperteilen bestehen.
Dies ist für Anwendungsbereiche wie verschlüsselte und signierte Mailinglisten nützlich, wobei die äußere Hülle (multipart/encrypted) einfach entfernt werden kann, während der innere Teil multipart/signed erhalten bleibt. (nur PGP)
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, werden PGP-verschlüsselte Nachrichten auch mit dem Schlüssel in $pgp_default_key entschlüsselt. (nur PGP)
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt, zeigt Mutt unbrauchbare Schlüssel im PGP-Schlüsselauswahlmenü an. Dies umfasst Schlüssel, die widerrufen wurden, abgelaufen sind oder vom Benutzer als »deaktiviert« markiert wurden. (nur PGP)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Falls Sie ein anderes Schlüsselpaar zum Signieren verwenden, sollten Sie dies auf den Signierschlüssel setzen. Die meisten Benutzer werden nur $pgp_default_key setzen müssen. Es wird empfohlen, dass Sie Ihren Schlüssel in Form einer Schlüsselkennung angeben (zum Beispiel 0x00112233). (nur PGP)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Mit diesem Befehl wird die abgetrennte PGP-Signatur für einen multipart/signed-PGP/MIME-Nachrichtenkörperteil erstellt.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $pgp_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur PGP)
Typ: Sortierreihenfolge
Vorgabe: address
Gibt an, wie die Einträge im PGP-Menü sortiert werden sollen. Folgende Werte sind verwendbar:
alphabetisch nach Benutzerkennung sortieren
alphabetisch nach Schlüsselkennung sortieren
nach Schlüsselerzeugungsdatum sortieren
nach Vertrauenswürdigkeit des Schlüssels sortieren
Falls Sie die jeweils umgekehrte Reihenfolge der vorstehend genannten Werte bevorzugen, stellen Sie diesen »reverse-« voran. (nur PGP)
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt, kodiert Mutt automatisch PGP/MIME-signierte Nachrichten als »quoted-printable«. Bitte beachten sie, dass es zu Problemen mit nicht überprüfbaren PGP-Signaturen kommen kann, falls die Variable nicht gesetzt ist, so dass Sie dies nur ändern sollten, wenn Sie genau wissen, was Sie tun. (nur PGP)
Typ: Zahl (Datentyp »long«)
Vorgabe: 300
Die Anzahl Sekunden, nach der eine zwischengespeicherte Passphrase abläuft, wenn sie nicht verwendet wird. (nur PGP)
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt, erwartet Mutt einen gpg-agent(1)-Prozess, der die Passphrasen-Eingaben für einen geheimen Schlüssel verarbeitet. Falls nicht gesetzt, fragt Mutt nach der Passphrase und gibt sie über die Standardeingabe an den pgp-Befehl weiter.
Beachten Sie, dass GnuPG ab Version 2.1 automatisch einen Agenten erzeugt und fordert, dass dieser Agent für die Passphrasenverwaltung eingesetzt wird. Da diese Version zunehmend verbreitet ist, ist diese Variable jetzt standardmäßig gesetzt.
Mutt arbeitet mit einem grafischen oder Curses-basierten Programm zur PIN-Eingabe. Eine terminalbasierte PIN-Eingabe sollte nicht verwendet werden.
Falls Sie eine ältere Version von GnuPG oder ein anderes Verschlüsselungsprogramm ohne laufenden Agenten verwenden, werden Sie diese nicht setzen dürfen. (nur PGP)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Überprüfen von PGP-Signaturen verwendet.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $pgp_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur PGP)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Überprüfen von Schlüsselinformationen im Schlüsselauswahlmenü verwendet.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $pgp_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur PGP)
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wird in Verbindung mit der Funktion <pipe-message> verwendet. Wenn nicht gesetzt, wird Mutt die Nachrichten ohne Vorverarbeitung an den externen Befehl per Pipe weiterleiten. Wenn gesetzt, wird Mutt zuerst versuchen, die Nachrichten zu dekodieren.
Siehe auch $pipe_decode_weed, wodurch gesteuert wird, ob nur die wichtigsten Kopfzeilen angezeigt werden, wenn dies gesetzt ist.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Für <pipe-message>, wenn $pipe_decode gesetzt ist, steuert dies weiter, ob Mutt nur die wichtigen Kopfzeilen anzeigen wird.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »\n«
Der Trenner, der zwischen Nachrichten eingefügt wird, wenn eine Liste ausgewählter Nachrichten an einen externen Unix-Befehl per Pipe weitergeleitet wird.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wird in Verbindung mit der Funktion <pipe-message> folgend auf <tag-prefix> verwendet. Falls diese Variable nicht gesetzt ist, wird Mutt beim Weiterleiten einer Liste ausgewählter Nachrichten per Pipe die Nachrichten verketten und sie in dieser verketteten Form an den externen Befehl per Pipe weiterleiten. Wenn gesetzt, leitet Mutt die Nachrichten einzeln durch die Pipe weiter. In beiden Fällen werden die Nachrichten in der aktuellen Sortierreihenfolge weitergeleitet und der Trenner $pipe_sep nach jeder Nachricht eingefügt.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt, versucht Mutt alle verfügbaren Authentifizierungsmethoden. Wenn nicht gesetzt, weicht Mutt nur dann ersatzweise auf andere Authentifizierungsmethoden aus, falls die vorherigen Methoden nicht verfügbar sind. Falls eine Methode verfügbar ist, die Authentifizierung aber dennoch fehlschlägt, wird sich Mutt nicht mit dem POP-Server verbinden.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dies ist eine durch Doppelpunkte getrennte Liste der Authentifizierungsmethoden, die Mutt versuchen darf, um sich an einem POP-Server anzumelden, und zwar in der Reihenfolge, in der Mutt sie versuchen soll. Authentifizierungsmethoden sind entweder »user« oder »apop«, oder irgendein SASL-Mechanismus, zum Beispiel »digest-md5«, »gssapi« oder »cram-md5«. Für diese Option wird Groß-/Kleinschreibung nicht berücksichtigt. Falls diese Option nicht gesetzt ist (Vorgabe), dann wird Mutt alle verfügbaren Methoden in der Reihenfolge der sichersten bis zur unsichersten Methode versuchen.
Beispiel:
set pop_authenticators=”digest-md5:apop:user”
Typ: Zahl
Vorgabe: 60
Diese Variable steuert, wie oft Mutt (in Sekunden) im aktuell ausgewählten Postfach nach neuen Nachrichten schauen soll, sofern es ein POP-Postfach ist.
Typ: Quadoption
Vorgabe: ask-no
Falls gesetzt, wird Mutt erfolgreich heruntergeladene Nachrichten vom POP-Server löschen, wenn die Funktion <fetch-mail> verwendet wird. Falls nicht gesetzt, wird Mutt Nachrichten herunterladen, aber diese auch auf dem POP-Server belassen.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Der Name Ihres POP-Servers für die Funktion <fetch-mail>. Sie können auch Alternativen für Port, Benutzername oder Passwort angeben, zum Beispiel:
[pop[s]://][Benutzername[:Passwort]@]POP-Server[:Port]
wobei »[…]« einen optionalen Teil bezeichnet.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls diese Variable gesetzt ist, wird Mutt bei Verwendung der Funktion <fetch-mail> versuchen, mit dem POP-Befehl »LAST« nur ungelesene Nachrichten Nachrichten vom POP-Server herunterzuladen.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Der auszuführende Befehl zum Erzeugen eines OAUTH-Refresh-Tokens zum Autorisieren der Verbindung zu Ihrem POP-Server. Dieser Befehl wird bei jedem Verbindungsversuch ausgeführt, der den Authentifizierungsmechanismus OAUTHBEARER verwendet. Siehe »oauth« für Details.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Gibt das Passwort für Ihr POP-Benutzerkonto an. Falls nicht gesetzt, fragt Mutt beim Öffnen eines POP-Postfachs nach Ihrem Passwort.
Warnung: Sie sollten diese Option nur verwenden, wenn Sie sich an einem hinreichend sicheren Rechner befinden, da der Superuser Ihre muttrc selbst dann lesen kann, wenn Sie der einzige sind, der die Datei lesen kann.
Typ: Quadoption
Vorgabe: ask-yes
Steuert, ob Mutt versuchen soll, die Verbindung zum POP-Server erneut aufzubauen, wenn sie geschlossen wurde, oder nicht.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Ihr Anmeldename auf dem POP-Server.
Die Vorgabe für diese Variable ist Ihr Benutzername auf dem lokalen Rechner.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Ähnlich wie bei der Variable $attribution hängt Mutt diese Zeichenkette nach der Einbeziehung einer Nachricht an, auf die geantwortet wird. Für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil, siehe den Abschnitt zu $index_format.
Typ: Quadoption
Vorgabe: ask-yes
Steuert, ob Nachrichten im Postfach $postponed gespeichert werden oder nicht, wenn Sie sie nicht sofort versenden wollen.
Siehe auch die Variable $recall.
Typ: Pfad
Vorgabe: »~/postponed«
Mutt erlaubt Ihnen das »zeitlich unbegrenzte Zurückstellen« einer Nachricht, die Sie bearbeiten. Wenn Sie sie zurückstellen, speichert Mutt Sie in dem von dieser Variable angegebenen Postfach.
Siehe auch die Variable $postpone.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, werden die für die Verschlüsselung vorgesehenen Nachrichten für den Absender verschlüsselt. Mutt versucht zunächst, mit dem in $pgp_default_key oder $smime_default_key angegebenen Wert zu verschlüsseln. Falls diese nicht gesetzt sind, wird es das veraltete $postpone_encrypt_as versuchen. (nur Kryptografie)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dies ist eine als veraltet angesehene Ausweichvariable für $postpone_encrypt. Bitte verwenden Sie $pgp_default_key oder $smime_default_key. (nur Kryptografie)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Falls gesetzt, ist dies ein Shell-Befehl, der ausgeführt wird, wenn Mutt keine Verbindung zum Server aufbauen kann. Dies ist zum Aufbau sicherer Verbindungen nützlich, zum Beispiel mit ssh(1). Falls der Befehl einen Status ungleich 0 zurückliefert, gibt Mutt es auf, die Verbindung zum Server zu öffnen. Beispiel:
set preconnect=”ssh -f -q -L 1234:example.com:143 example.com \
sleep 20 < /dev/null > /dev/null”
Das Postfach »foo« auf »example.com« ist nun unter »{localhost:1234}foo« erreichbar.
Hinweis: Damit dieses Beispiel funktioniert, müssen Sie in der Lage sein, sich ohne Passworteingabe am fernen Rechner anzumelden.
Typ: Quadoption
Vorgabe: ask-no
Steuert, ob Mutt Nachrichten tatsächlich druckt oder nicht. Dies ist auf die Vorgabe »ask-no« gesetzt, da manche Leute oft unbeabsichtigt »p« drücken.
Typ: Pfad
Vorgabe: »lpr«
Dies gibt die Befehls-Pipe an, die zum Drucken von Nachrichten verwendet werden soll.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wird in Verbindung mit der Funktion <print-message> verwendet. Falls diese Option gesetzt ist, wird die Nachricht dekodiert, bevor sie an den durch $print_command angegebenen externen Befehl übergeben wird. Falls diese Option nicht gesetzt ist, wird die Nachricht beim Drucken nicht weiter bearbeitet. Letzteres kann sinnvoll sein, wenn Sie einen fortgeschrittenen Druckerfilter haben, der E-Mail-Nachrichten sauber für den Druck formatieren kann.
Siehe auch $print_decode_weed, wodurch gesteuert wird, ob nur die wichtigsten Kopfzeilen angezeigt werden, wenn dies gesetzt ist.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Steuert weiterhin bei gesetztem $print_decode für <print-message>, ob Mutt nur die wichtigen Kopfzeilen anzeigen wird.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wird in Verbindung mit der Funktion <print-message> verwendet. Falls diese Option gesetzt ist, wird der durch $print_command festgelegte Befehl für jede zu druckende Nachricht einmal ausgeführt. Falls diese Option nicht gesetzt ist, wird der durch $print_command festgelegte Befehl nur einmalig ausgeführt und alle Nachrichten verkettet, wobei ein Seitenvorschub als Trenner für die Nachrichten verwendet wird.
Für jene, die den E-Mail-Druckmodus des Programms enscript(1) verwenden, könnte es sehr wahrscheinlich sinnvoll sein, diese Option zu setzen.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls Sie ein externes Textanzeigeprogramm verwenden, wird Mutt durch das Setzen dieser Variable veranlasst, nach einem Befehl zu fragen, wenn das Textanzeigeprogramm beendet wird, anstatt zum Index-Menü zurückzukehren. Falls nicht gesetzt, kehrt Mutt zum Index-Menü zurück, wenn das externe Textanzeigeprogramm beendet wird.
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Dies gibt den Befehl an, den Mutt für externe Adressabfragen verwendet. Die Zeichenkette darf ein »%s« enthalten, welches durch die Abfragezeichenkette ersetzt wird, die der Benutzer eingibt. Mutt wird die in »%s« ersetzte Zeichenkette automatisch nach den Regeln der Shell in Anführungszeichen setzen, so dass Sie das nicht selbst tun sollten. Falls kein »%s« in der Zeichenkette gefunden wird, hängt Mutt die Abfrage des Benutzers an das Ende der Zeichenkette an. Siehe »query« für weitere Informationen.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »%4c %t %-25.25a %-25.25n %?e?(%e)?«
Diese Variable beschreibt das Format des »Abfrage«-Menüs. Die folgenden Sequenzen im printf(3)-Stil werden verstanden:
%a
Zieladresse
%c
Nummer des aktuellen Eintrags
%e
Zusätzliche Informationen *
%n
Zielname
%t
»*«, falls der aktuelle Eintrag ausgewählt ist, anderenfalls ein Leerzeichen
%>X
Ausrichtung der restlichen Zeichenkette nach rechts und Auffüllung mit dem Zeichen »X«
%|X
Auffüllung bis zum Ende der Zeile mit dem Zeichen »X«
%*X
Weiche Auffüllung mit dem Zeichen »X« als Füllzeichen
Eine Erklärung für die »weiche Auffüllung« finden Sie in der Dokumentation zu $index_format.
* = kann optional ausgegeben werden, falls nicht 0, siehe die Dokumentation zu $status_format.
Typ: Quadoption
Vorgabe: yes
Diese Variable steuert, ob »quit« und »exit« Mutt tatsächlich beenden. Falls diese Option gesetzt ist, wird beendet; ist sie nicht gesetzt, haben sie keine Wirkung; wenn auf ask-yes oder ask-no gesetzt, werden Sie um Bestätigung gebeten, wenn Sie das Programm zu beenden versuchen.
Typ: regulärer Ausdruck
Vorgabe: »^([ \t]*[|>:}#])+«
Ein regulärer Ausdruck, der im internen Textanzeigeprogramm verwendet wird, um zitierte Abschnitte im Nachrichtenkörper zu erkennen. Zitierter Text kann mit dem Befehl <toggle-quoted> herausgefiltert oder mit den »color qouted«-Anweisungen farbig dargestellt werden.
Tiefere Zitierebenen können unterschiedlich eingefärbt werden (»color quoted1«, »color quoted2« usw.). Die Zitierebene wird bestimmt, indem das letzte Zeichen aus dem passenden Text entfernt und rekursiv die Treffersuche anhand des regulären Ausdrucks wiederholt wird, bis kein Treffer mehr gefunden wird.
Die Übereinstimmungserkennung kann durch den regulären Ausdruck $smileys außer Kraft gesetzt werden.
Typ: Zahl
Vorgabe: 10
Falls dies auf einen Wert größer als 0 gesetzt ist, zeigt Mutt beim Lesen eines Postfachs oder beim Ausführen von Suchfunktionen wie Suchen und Eingrenzen an, welche Nachricht aktuell bearbeitet wird. Die Nachricht wird nach der angegebenen Anzahl der gelesenen oder gesuchten Nachrichten angezeigt (wenn Sie dies beispielsweise auf 25 setzen, zeigt Mutt eine Meldung an, wenn es bei Nachricht 25 angekommen ist, und dann wieder, wenn Nachricht 50 erreicht ist). Diese Variable soll dazu dienen, den Fortschritt beim Lesen oder Durchsuchen großer Postfächer anzuzeigen, das einige Zeit dauern kann. Wenn auf 0 gesetzt, wird vor dem Lesen des Postfachs nur eine einzelne Nachricht angezeigt.
Siehe auch die Variablen $write_inc, $net_inc und $time_inc und den Abschnitt »tuning« des Handbuchs für Überlegungen zur Performance.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, werden alle Postfächer schreibgeschützt geöffnet.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Diese Variable gibt an, welcher »echte« oder »persönliche« Name beim Senden von Nachrichten verwendet werden soll.
Standardmäßig ist dies das GECOS-Feld aus /etc/passwd. Beachten Sie, dass diese Variable nicht verwendet wird, wenn der Benutzer in der Variable $from einen echten Namen festgelegt hat.
Typ: Quadoption
Vorgabe: ask-yes
Steuert, ob Mutt beim Verfassen einer neuen Nachricht zurückgestellte Nachrichten wieder aufruft oder nicht.
Das Setzen dieser Variable auf yes ist generell nicht sinnvoll und wird daher nicht empfohlen. Beachten Sie, dass die Funktion <recall-message> zum manuellen Wiederaufruf zurückgestellter Nachrichten verwendet werden kann.
Siehe auch die Variable $postponed.
Typ: Pfad
Vorgabe: »~/sent«
Dies gibt die Datei an, an die Ihre ausgehenden Nachrichten angehängt werden. Dies ist als hauptsächliche Methode zum Speichern einer Kopie Ihrer Nachrichten gedacht, aber eine andere Möglichkeit wäre die Verwendung des Befehls »my_hdr« zum Erzeugen eines »Bcc:«-Kopfzeilenfeldes mit Ihrer E-Mail-Adresse darin.
Der Wert von $record wird durch die Variablen $force_name und $save_name und den Befehl »fcc-hook« außer Kraft gesetzt. Siehe auch $copy und $write_bcc.
Mehrere Postfächer können angegeben werden, wenn $fcc_delimiter auf einen Trenner für Zeichenketten gesetzt ist.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Diese Option steuert, wie Zitate aus »format=flowed«-Nachrichten im Textanzeigeprogramm und beim Beantworten dargestellt werden (wenn $text_flowed nicht gesetzt ist). Wenn gesetzt, fügt diese Option Leerzeichen nach jeder Zitatzeichen-Ebene ein, wobei »>>>foo« zu »> > > foo« wird.
Achtung: Falls $reflow_text nicht gesetzt ist, ist diese Option wirkungslos. Außerdem hat diese Option keine Wirkung auf Antworten, wenn $text_flowed gesetzt ist.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, wird Mutt Absätze in »text/plain«-Teilen als »format=flowed« neu formatieren. Falls nicht gesetzt, wird Mutt Absätze unverändert so darstellen, wie sie im Nachrichtenkörper erscheinen. Siehe RFC 3676 für Details zu format=flowed.
Siehe auch $reflow_wrap und $wrap.
Typ: Zahl
Vorgabe: 78
Diese Variable steuert die maximale Absatzbreite beim Neuformatieren der »text/plain«-Teile, wenn $reflow_text gesetzt ist. Wenn der Wert 0 ist, werden Absätze am rechten Rand des Terminals umgebrochen. Ein positiver Wert setzt die Absatzbreite auf einen Wert relativ zum linken Rand. Ein negativer Wert setzt die Absatzbreite auf einen Wert relativ zum rechten Rand.
Siehe auch $wrap.
Typ: regulärer Ausdruck (übersetzt)
Vorgabe: »^(re)(\[[0-9]+\])*:[ \t]*«
Ein regulärer Ausdruck, anhand dessen Antworten beim Knüpfen von Diskussionsfäden und Beantworten von Nachrichten erkannt werden. Der Standardwert korrespondiert zum vorgegebenen »Re:«-Präfix.
Dieser Wert könnte in Ihre Sprache übersetzt worden sein, wobei andere Präfixe hinzugefügt wurden, die in Ihrer Sprache üblich sind. Sie können Ihre eigenen Präfixe hinzufügen, indem Sie sie innerhalb von »^(re)« einfügen. Beispiele: »^(re|se)« oder »^(re|aw|se«.
Der zweite Klammerausdruck entspricht null oder mehr in eckige Klammern eingeschlossenen Zahlen, die dem Präfix folgen, wie beispielsweise »Re[1]: «. Das anfängliche »\\[« bezeichnet eine wörtliche linke eckige Klammer. Beachten Sie, dass der Rückschrägstrich verdoppelt werden muss, wenn Sie ihn innerhalb einer in doppelte englische Anführungszeichen eingeschlossenen Zeichenkette in der .muttrc verwenden. »[0-9]+« bezeichnet eine oder mehrere Zahlen. »\\]« bezeichnet eine wörtliche rechte eckige Klammer. Am Ende hat der gesamte Klammerausdruck das Suffix »*«, was bedeutet, dass er null oder mehrmals auftauchen kann.
Der letzte Teil passt auf einen Doppelpunkt, optional gefolgt von einem Leerzeichen oder Tabulator. Beachten Sie, dass »\t» innerhalb einer in doppelte englische Anführungszeichen eingeschlossenen Zeichenkette in einen wörtlichen Tabulator umgewandelt wird. Falls Sie eine in einfache englische Anführungszeichen eingeschlossene Zeichenkette verwenden, müssten Sie tatsächlich ein Tabulator-Zeichen eingeben und würden die doppelten Rückschrägstriche durch einfache ersetzen müssen.
Hinweis: Das Ergebnis der Übereinstimmungssuche im Betreff anhand dieses regulären Ausdrucks wird in den Kopfzeilen-Zwischenspeicher geschrieben. Mutt ist nicht intelligent genug, um den Kopfzeilen-Zwischenspeicher basierend auf den Änderungen in $reply_regexp für ungültig zu erklären. Falls Sie also keine korrekten Werte im Index sehen, versuchen Sie, den Kopfzeilen-Zwischenspeicher temporär zu deaktivieren. Sollte dies das Problem lösen, dann entfernen Sie die veralteten Kopfzeilen-Zwischenspeicher-Dateien, sobald die Variable Ihren Vorstellungen entspricht, und schalten Sie danach den Kopfzeilen-Zwischenspeicher wieder ein.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls nicht gesetzt und Sie auf eine von Ihnen gesendete Nachricht antworten, nimmt Mutt an, dass Sie an die Empfänger der Nachricht statt an sich selbst antworten wollen.
Siehe auch den Befehl alternates.
Typ: Quadoption
Vorgabe: ask-yes
Falls gesetzt, wird Mutt beim Beantworten einer Nachricht die in der »Reply-To:«-Kopfzeile aufgelisteten Adressen als Empfänger verwenden. Falls nicht gesetzt, verwendet es stattdessen die Adressen aus der »From:«-Kopfzeile. Diese Option ist beim Lesen einer Mailingliste nützlich, die die »Reply-To:«-Kopfzeile auf die Listenadresse setzt und Sie aber direkt in einer privaten Nachricht an den Verfasser antworten wollen.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, springt der Cursor automatisch zur nächsten (möglicherweise nicht gelöschten) Nachricht, wenn ein Befehl ausgeführt wird, der die aktuelle Nachricht verändert.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, werden Entwurfsdateien (die in der Befehlszeile mit -H angegeben sind) auf ähnliche Weise wie beim Wiederaufnehmen einer zurückgestellten Nachricht verarbeitet. Es wird nicht nach Empfängern gefragt, »send«-Hooks werden nicht angewendet, Aliase werden nicht expandiert und es werden keine benutzerdefinierten Kopfzeilen und Signaturen zur Nachricht hinzugefügt.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt, wird für zuvor bearbeitete Entwurfsdateien (über -E -H in der Befehlszeile) $resume_draft_files automatisch gesetzt, wenn sie wieder als Entwurfsdatei verwendet werden.
Beim ersten Speichern einer Entwurfsdatei fügt Mutt eine Kopfzeile »X-Mutt-Resume-Draft« zur gespeicherten Datei hinzu. Beim nächsten Einlesen der Entwurfsdatei setzt Mutt beim Setzen der Kopfzeile auch $resume_draft_files, wenn es diese Kopfzeile sieht.
Diese Option soll verhindern, dass Signaturen, benutzerdefinierte Kopfzeilen und andere Verarbeitungseffekte mehrmals in der Entwurfsdatei erscheinen.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Diese Variable steuert, ob Mutt die »persönlichen« Namen Ihrer Aliase im Index-Menü anzeigt, wenn es einen Alias findet, der auf den Absender der Nachricht passt. Zum Beispiel haben Sie folgenden Alias:
alias juser abd30425@example.com (Joe User)
und empfangen dann Nachrichten mit den folgenden Kopfzeilen:
From: abd30425@example.com
Dieser würde dann im Index-Menü als »Joe User« anstatt »abd30425@example.com« angezeigt. Dies ist nützlich, wenn sich die E-Mail-Adresse der Person nicht gut merken lässt.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Es kann gelegentlich vorkommen, dass Sie E-Mails auf einem bestimmten Rechner empfangen, die Nachrichten dann auf einen anderen Rechner übertragen und von dort auf einige der Nachrichten antworten. Falls diese Variable gesetzt ist, wird die vorgegebene »From:«-Zeile der Antworten aus der Adresse gebildet, auf der Sie die Nachrichten erhalten haben, die sie beantworten, falls diese Adresse auf Ihr »alternates« passt. Falls die Variable nicht gesetzt ist oder die Adresse, die verwendet werden würde, nicht auf Ihr »alternates« passt, wird für die »From:«-Zeile Ihre Adresse auf dem aktuellen Rechner verwendet.
Siehe auch den Befehl alternates und $reverse_realname.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Diese Variable dient der Feineinstellung des Verhaltens von $reverse_name.
Wenn dies nicht gesetzt ist, entfernt Mutt den Anteil des echten Namens einer passenden Adresse. Damit können Sie die E-Mail-Adresse verwenden, ohne auch das verwenden zu müssen, was der Absender in das Feld für den echten Namen gesetzt hat.
Wenn gesetzt, verwendet Mutt die passende Adresse unverändert.
In jedem Fall wird ein fehlender echter Name nachträglich mittels der Variable $realname eingetragen.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn diese Variable gesetzt ist, dekodiert Mutt gemäß RFC 2047 kodierte MIME-Parameter. Sie werden diese Variable setzen wollen, wenn Mutt Ihnen vorschlägt, Anhänge in Dateien des folgenden Namensschemas zu speichern:
=?iso-8859-1?Q?file=5F=E4=5F991116=2Ezip?=
Wenn diese Variable interaktiv gesetzt ist, wird die Änderung erst wirksam, wenn Sie Postfächer wechseln.
Beachten Sie, dass diese Nutzung der Kodierung von RFC 2047 vom Standard ausdrücklich verboten ist, aber trotzdem in der Praxis vorkommt.
Beachten Sie auch, dass das Setzen dieses Parameters sich nicht darauf auswirkt, wie Mutt diese Art der Kodierung erzeugt. Stattdessen wird Mutt bedingungslos die in RFC 2231 spezifizierte Kodierung verwenden.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, nimmt Mutt die vollständige Adresse des Absenders, wenn es ein Standardpostfach zum Speichern einer Nachricht wählt. Falls $save_name oder $force_name ebenfalls gesetzt ist, wird auch die Auswahl des »Fcc:«-Postfachs davon beeinflusst.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn nicht gesetzt, werden Postfächer, die keine gespeicherten Nachrichten enthalten, beim Schließen entfernt (eine Ausnahme ist $spoolfile, welches niemals entfernt wird). Falls gesetzt, werden Postfächer niemals entfernt.
Achtung: Dies bezieht sich nur auf MBOX- und MMDF-Postfächer; Mutt löscht keine MH- und Maildir-Verzeichnisse.
Typ: Zahl
Vorgabe: 0
Diese Variable steuert die Größe der Chronik (pro Kategorie), die in der Datei $history_file gespeichert wird.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Diese Variable steuert, wie Kopien ausgehender Nachrichten gespeichert werden. Wenn gesetzt, wird überprüft, ob ein durch die Empfängeradresse angegebenes Postfach existiert (dies geschieht durch Suchen nach einem Postfach im Verzeichnis $folder mit dem Benutzername-Teil der Empfängeradresse). Falls das Postfach existiert, wird die ausgehende Nachricht in diesem Postfach gespeichert, anderenfalls wird die ausgehende Nachricht im Postfach $record gespeichert.
Siehe auch die Variable $force_name.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn diese Variable nicht gesetzt ist, sind Bewertungen ausgeschaltet. Dies kann zum selektiven Ausschalten von Bewertungen sinnvoll sein, wenn die Variable $score_threshold_delete und ähnliche verwendet werden.
Typ: Zahl
Vorgabe: -1
Nachrichten, denen eine Bewertung gleich oder niedriger als der Wert dieser Variable zugewiesen wurde, werden von Mutt automatisch zum löschen markiert. Da die Mutt-Bewertungen stets größer oder gleich Null sind, wird durch die Vorgabeeinstellung dieser Variable niemals eine Nachricht zum Löschen markiert.
Typ: Zahl
Vorgabe: 9999
Nachrichten mit einer zugewiesenen Bewertung größer als oder gleich dem Wert dieser Variable werden automatisch als »markiert« gekennzeichnet.
Typ: Zahl
Vorgabe: -1
Nachrichten mit einer zugewiesenen Bewertung kleiner als oder gleich dem Wert dieser Variable werden von Mutt automatisch als gelesen markiert. Da die Bewertungen in Mutt stets größer oder gleich 0 sind, wird durch die Vorgabeeinstellung dieser Variable niemals eine Nachricht als gelesen markiert.
Typ: Zahl
Vorgabe: 0
Für das Textanzeigeprogramm gibt diese Variable die Anzahl der vor Suchergebnissen angezeigten Zeilen an. Standardmäßig werden Suchergebnisse ohne vorausgehende Zeilen angezeigt.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »us-ascii:iso-8859-1:utf-8«
Eine durch Doppelpunkte getrennte Liste von Zeichensätzen für ausgehende Nachrichten. Mutt wird den ersten Zeichensatz verwenden, in den der Text exakt umgewandelt werden kann. Falls Ihr $charset nicht »iso-8859-1« ist und Empfänger »UTF-8« nicht verstehen könnten, ist es ratsam, einen weithin akzeptierten Zeichensatz (wie »iso-8859-2«, »koi8-r« oder »iso-2022-jp«) entweder anstatt oder nach »iso-8859-1« in diese Liste aufzunehmen.
Im Fall, dass der Text nicht exakt in einen dieser Zeichensätze umgewandelt werden kann, verwendet Mutt ersatzweise $charset.
Typ: Quadoption
Vorgabe: no
Falls gesetzt, wird Mutt einen »multipart/alternative«-Container und einen alternativen Teil mit dem in $send_multipart_alternative_filter angegebenen Filterskript erzeugen. Siehe den Abschnitt »MIME Multipart/Alternative« (alternative-order) im Handbuch.
Beachten Sie, dass die Aktivierung von »multipart/alternative« zur eingebetteten PGP-Verschlüsselung nicht kompatibel ist. Mutt wird nachfragen, ob in diesem Fall PGP/MIME verwendet werden soll.
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Dies gibt ein Filterskript an, welches den Hauptteil der Nachricht (den verfassten Text) in ein alternatives Format umwandelt. Die Nachricht wird in die Standardeingabe des Filters geleitet. Die erwartete Ausgabe des Filters ist der erzeugte MIME-Typ, zum Beispiel »text/html«, gefolgt von einer Leerzeile und dann dem umgewandelten Inhalt. Siehe den Abschnitt »MIME Multipart/Alternative« (alternative-order) im Handbuch.
Typ: Pfad
Vorgabe: »/usr/sbin/sendmail -oem -oi«
Gibt das Programm und dessen Argumente an, das zum Ausliefern der von Mutt gesendeten Nachrichten verwendet wird. Mutt erwartet, dass es die zusätzlichen Argumente als Empfängeradressen interpretiert. Mutt hängt alle Empfänger nach dem Hinzufügen des Trenners »--« an (falls dieser nicht schon vorhanden ist). Zusätzliche Schalter, wie für $use_8bitmime, $use_envelope_from, $dsn_notify oder $dsn_return werden vor dem Trenner eingefügt.
Achtung: Dieser Befehl wird anders als die meisten anderen Befehle in Mutt ausgeführt. Er wird durch Leerraum in Kürzel zerlegt und direkt über execvp(3) mit einem Feld aus Argumenten aufgerufen – daher werden Befehle oder Argumente mit enthaltenem Leerzeichen nicht unterstützt. Die Shell wird zur Ausführung des Befehls nicht verwendet, daher wird Shell-Maskierung ebenfalls nicht unterstützt.
Siehe auch: $write_bcc.
Typ: Zahl
Vorgabe: 0
Gibt die Anzahl der Sekunden an, die auf die Beendigung des $sendmail-Prozesses gewartet werden soll, bis aufgegeben wird und die Auslieferung in den Hintergrund geschoben wird.
Mutt interpretiert den Wert dieser Variable wie folgt:
>0
Anzahl der Sekunden, die vor dem Fortsetzen auf das Beenden von Sendmail gewartet wird
0
Auf das Beenden von Sendmail wird unbegrenzt gewartet
<0
Ohne zu warten wird Sendmail immer in den Hintergrund geschoben
Beachten Sie, dass bei Angabe eines Wertes ungleich 0 die Ausgabe des Kindprozesses in einer temporären Datei gespeichert wird. Bei Fehlern werden Sie darüber informiert, wo die Ausgabe zu finden ist.
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Befehl zum Aufruf einer Subshell. Standardmäßig wird die Anmeldeshell des Benutzers aus /etc/passwd verwendet.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »/.«
Dies enthält die Liste der Zeichen, die als Postfachtrennzeichen bei der Anzeige von Pfaden in der Seitenleiste angesehen werden.
Lokale E-Mails werden oft in Verzeichnisse eingeordnet: `Verzeichnis1/Verzeichnis2/Postfach'.
set sidebar_delim_chars='/'
IMAP-Postfächer werden oft folgendermaßen benannt: »Postfach1.Postfach2.Postfach«.
set sidebar_delim_chars='.'
Siehe auch: $sidebar_short_path, $sidebar_folder_indent, $sidebar_indent_string.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »|«
Dies gibt die Zeichen an, die zwischen der Seitenleiste (sofern sichtbar) und den anderen Mutt-Teilfenstern gezeichnet werden. Dabei werden ASCII- und Unicode-Linienzeichen unterstützt.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Setzen Sie dies, um Postfächer in der Seitenleiste einzurücken.
Siehe auch: $sidebar_short_path, $sidebar_indent_string, $sidebar_delim_chars.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »%B%*  %n«
Mit dieser Variable können Sie die Anzeige der Seitenleiste an Ihre persönlichen Wünsche anpassen. Diese Zeichenkette ist ähnlich wie $index_format, hat aber ihre eigenen Sequenzen im printf(3)-Stil:
%B
Name des Postfachs
%S
* Größe des Postfachs (Gesamtzahl der Nachrichten)
%N
* Anzahl der ungelesenen Nachrichten im Postfach
%n
N, falls es im Postfach neue Nachrichten gibt, anderenfalls leer
%F
* Anzahl der markierten Nachrichten im Postfach
%!
»!«: eine markierte Nachricht; »!!«: zwei markierte Nachrichten; »n!«: n markierte Nachrichten (für n > 2). Anderenfalls wird nichts ausgegeben.
%d
* @ Anzahl der gelöschten Nachrichten
%L
* @ Anzahl der Nachrichten, die die gesetzte Begrenzung übersteigen
%t
* @ Anzahl der ausgewählten Nachrichten
%>X
Ausrichtung der restlichen Zeichenkette nach rechts und Auffüllung mit dem Zeichen »X«
%|X
Auffüllung bis zum Ende der Zeile mit dem Zeichen »X«
%*X
Weiche Auffüllung mit dem Zeichen »X« als Füllzeichen
* = Kann optional ausgegeben werden, falls nicht Null; @ = Nur auf das aktuelle Postfach anwendbar
Um %S, %N, %F und %! verwenden zu können, muss $mail_check_stats gesetzt sein. Wenn gesetzt, wird für diese Option der Wert »%B%?F? [%F]?%* %?N?%N/?%S« empfohlen.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »  «
Dies gibt die Zeichenkette an, die zum Einrücken der Postfächer in der Seitenleiste verwendet wird. Standardmäßig werden zwei Leerzeichen verwendet.
Siehe auch: $sidebar_short_path, $sidebar_folder_indent, $sidebar_delim_chars.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, zeigt die Seitenleiste nur Postfächer an, die neue oder markierte Nachrichten enthalten.
Siehe auch: sidebar_whitelist.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, wird der Befehl <sidebar-next-new> nicht am Ende der Postfachliste stoppen, sondern setzt an deren Anfang fort. Der Befehl <sidebar-prev-new> setzt auf ähnliche Weise am Ende der Liste fort.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, ändert diese Option, wie $sidebar_short_path und $sidebar_folder_indent kürzen und einrücken: Beide orientieren sich an den vorherigen Seitenleisteneinträgen und nehmen Kürzungen bzw. Einrückungen anhand des nächstliegenden übergeordneten Eintrags vor.
Ein Beispiel für die gesetzte bzw. nicht gesetzte Option für in dieser Reihenfolge aufgelistete Postfächer, mit $sidebar_short_path=yes, $sidebar_folder_indent=yes und $sidebar_indent_string=»→«:
gesetzt nicht gesetzt
=a.b
=a.b →b
=a.b.c.d
→c.d →→→d
=a.b.e
→e →→e
Die zweite Zeile zeigt es am deutlichsten. Wenn diese Option gesetzt ist, wird =a.b.c.d relativ zu =a.b gekürzt und wird zu c.d; außerdem wird es um eine Stelle relativ zu =a.b eingerückt. Wenn diese Option nicht gesetzt ist, wird =a.b.c.d immer auf den letzten Teil des Postfachs gekürzt und d wird in Bezug zu $folder (dargestellt durch »=«) um drei Stellen eingerückt.
Wenn gesetzt, wird die dritte Zeile auch relativ zur ersten Zeile eingerückt und gekürzt.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Standardmäßig zeigt die Seitenleiste den Pfad zum Postfach relativ zur Variable $folder an. Wenn Sie sidebar_shortpath=yes setzen, werden Namen relativ zum vorhergehenden Namen gekürzt. Ein Beispiel:
shortpath=yes shortpath=yes, folderindent=yes, indentstr=”..”
Frucht Frucht
Apfel ..Apfel
Banane ..Banane
Kirsche ..Kirsche
Siehe auch: $sidebar_delim_chars, $sidebar_folder_indent, $sidebar_indent_string.
Typ: Sortierreihenfolge
Vorgabe: unsorted
Gibt an, wie Postfacheinträge in der Seitenleiste sortiert werden sollen. Per Vorgabe werden Einträge alphabetisch sortiert. Zulässige Werte sind:
‐ alpha (alphabetisch)
‐ count (Anzahl aller Nachrichten)
‐ flagged (Anzahl der markierten Nachrichten)
‐ name (alphabetisch)
‐ new (Anzahl der ungelesenen Nachrichten)
‐ path (alphabetisch)
‐ unread (Anzahl der ungelesenen Nachrichten)
‐ unsorted
Optional können Sie »reverse-« voranstellen, um die Sortierreihenfolge umzukehren (Beispiel: »set sidebar_sort_method=reverse-alpha«.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, werden Postfächer in der Seitenleiste mit ihren Schnellzugriff-Präfixen »=« oder »~« angezeigt.
Wenn nicht gesetzt, entfernt die Seitenleiste ein passendes $folder-Präfix, aber verwendet anderenfalls keine Postfach-Schnellzugriffe.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Dies gibt an, ob die Seitenleiste angezeigt werden soll oder nicht. Die Seitenleiste zeigt eine Liste aller Ihrer Postfächer an.
Siehe auch: $sidebar_format, $sidebar_width
Typ: Zahl
Vorgabe: 30
Dies steuert die Breite der Seitenleiste, die in Bildschirmspalten angegeben wird. Beispiel: sidebar_width=20 könnte 20 ASCII-Zeichen oder 10 chinesische Zeichen anzeigen.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt, wird eine Zeile, die »-- « enthält (bitte beachten Sie das angehängte Leerzeichen), vor Ihrer $signature eingefügt. Es wird ausdrücklich empfohlen, diese Variable nicht ungesetzt zu lassen, außer wenn Ihre Signatur einfach nur Ihren Namen enthält. Der Grund dafür ist, dass viele Softwarepakete das »-- « verwenden, um Ihre Signatur zu erkennen. Beispielsweise kann Mutt anhand dessen die Signatur im eingebauten Textanzeigeprogramm in einer anderen Farbe hervorheben.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, wird die Signatur vor irgendwelchen zitierten oder weitergeleiteten Teilen eingefügt. Wir raten grundsätzlich davon ab, diese Variable zu setzen, es sei denn, Sie wissen wirklich, was Sie tun. Rechnen Sie damit, dass Sie sich damit den Unmut einiger Netiquette-Wächter zuziehen werden.
Typ: Pfad
Vorgabe: »~/.signature«
Gibt den Dateinamen Ihrer Signatur an, die an alle ausgehenden Nachrichten angehängt wird. Falls der Dateiname mit einem Pipe-Zeichen (»|«) endet, wird angenommen, dass der Dateiname ein Shell-Befehl ist und die Eingabe aus dessen Standardausgabe gelesen werden soll.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »~f %s | ~s %s«
Gibt an, wie Mutt eine einfache Suche in ein echtes Suchmuster expandieren soll. Eine einfache Suche enthält keinen der Mustermodifikatoren (»~«). Siehe »patterns« für weitere Informationen zu Suchmustern.
Wenn Sie beispielsweise einfach »Joe« an einer Such- oder Eingrenzungs-Eingabeaufforderung eingeben, expandiert Mutt dies automatisch zu dem durch diese Variable angegebenen Wert, indem »%s« durch die angegebene Zeichenkette ersetzt wird. Der Standardwert würde »Joe« durch »~f Joe | ~s Joe« ersetzen.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, werden die Nachrichtengrößen für Werte kleiner als 1 Kilobyte in Byte angezeigt. Siehe formatstrings-size.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt, werden die Nachrichtengrößen mit einem einzelnen Dezimalwert für Größen von 0 bis 10 Kilobyte und 1 bis 10 Megabyte angezeigt. Siehe formatstrings-size.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt, werden die Nachrichtengrößen für Werte größer oder gleich 1 Megabyte in Megabyte angezeigt. Siehe formatstrings-size.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, werden die Einheiten der Nachrichtengrößen links von der Zahl angezeigt. Siehe formatstrings-size.
Typ: Zahl
Vorgabe: 1
Gibt die Zeit in Sekunden an, die während der Anzeige diverser informeller Meldungen gewartet wird, während von Postfach zu Postfach gewechselt wird und nach dem Bereinigen des aktuellen Postfachs. Die Vorgabe für die Pause ist eine Sekunde, so dass ein Wert von 0 diese Pause unterdrückt.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Steuert im internen Textanzeigeprogramm die Anzeige von Zeilen, die länger als die Bildschirmbreite sind. Falls gesetzt, werden lange Zeilen an Wortgrenzen umgebrochen. Falls nicht gesetzt, werden lange Zeilen einfach am Bildschirmrand umgebrochen. Siehe auch die Variable $markers.
Typ: regulärer Ausdruck
Vorgabe: “(>From )|(:[-^]?[][)(><}{|/DP])”
Das Textanzeigeprogramm verwendet diese Variable zum Erkennen häufiger Fehler von $quote_regexp, beispielsweise Smileys und betrachtet eine Zeile nicht als Zitat, wenn diese auch auf $smileys passt. Dies passiert meist am Anfang einer Zeile.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Diese Option steuert, ob Sie beim Hinzufügen eines Zertifikats zur Datenbank um die Eingabe einer Bezeichnung gebeten werden wollen oder nicht. Dies ist standardmäßig gesetzt. (nur S/MIME)
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Diese Variable enthält den Namen entweder eines Verzeichnisses oder einer Datei, die vertrauenswürdige Zertifikate für die Verwendung mit OpenSSL enthält. (nur S/MIME)
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Da es für S/MIME keinen öffentlichen und geheimen Schlüsselbund wie für PGP gibt, muss Mutt sich selbst um die Speicherung und das Holen von Schlüsseln kümmern. Dies ist derzeit noch sehr elementar. Schlüssel und Zertifikate werden in zwei verschiedenen Verzeichnissen gespeichert, die beide nach den von OpenSSL ermittelten Hash-Werten benannt sind. Es gibt eine Index-Datei, welche die Schlüsselkennung-Paare für die Postfachadresse enthält und die manuell bearbeitet werden kann. Diese Option zeigt auf den Ort der Zertifikate. (nur S/MIME)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Diese Formatzeichenkette gibt einen Befehl an, der zum Entschlüsseln von application/x-pkcs7-mime-Anhängen verwendet wird.
Die OpenSSL-Befehlsformate haben ihre eigenen Sequenzen im printf(3)-Stil, ähnlich denen von PGP:
%f
Expandiert zum Namen einer Datei, die eine Nachricht enthält.
%s
Expandiert zum Namen einer Datei, die den Signatur-Teil eines multipart/signed-Anhangs enthält, wenn sie überprüft wird.
%k
Das mit $smime_default_key angegebene Schlüsselpaar
%c
Eine oder mehrere Zertifikatkennungen.
%a
Der für die Verschlüsselung verwendete Algorithmus.
%d
Der mit $smime_sign_digest_alg angegebene Hash-Algorithmus.
%C
Zertifikat-Ort: Abhängig davon, ob $smime_ca_location auf ein Verzeichnis oder eine Datei zeigt, wird dies entweder zu »-CAPfad $smime_ca_location« oder »-CADatei $smime_ca_location« expandiert.
Beispiele für die Konfiguration dieser Formate finden Sie in der Datei smime.rc im Unterverzeichnis samples/, das auf Ihrem System mit der Dokumentation installiert wurde. (nur S/MIME)
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt (Vorgabe), verwendet Mutt den Standardschlüssel für die Entschlüsselung. Anderenfalls, wenn Sie mehrere Zertifikat-Schlüssel-Paare verwenden, versucht Mutt den zu verwendenden Schlüssel aus der Postfachadresse zu ermitteln. Falls Mutt keinen Schlüssel finden kann, werden Sie gebeten, einen anzugeben. (nur S/MIME)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dies ist das vorgegebene für S/MIME-Aktionen zu verwendende Schlüsselpaar und muss auf die Schlüsselkennung (den von OpenSSL erzeugten Hash-Wert) gesetzt werden, um korrekt zu funktionieren.
Es wird für die Verschlüsselung verwendet (siehe $postpone_encrypt und $smime_self_encrypt). Falls GPGME aktiviert ist, ist dies die von gpgsm(1) angezeigte Schlüsselkennung.
Es wird zum Entschlüsseln verwendet, außer wenn $smime_decrypt_use_default_key nicht gesetzt ist.
Es wird auch zum Signieren verwendet, außer wenn $smime_sign_as gesetzt ist.
Das (inzwischen als veraltet angesehene) smime_self_encrypt_as ist ein Alias für diese Variable und sollte nicht mehr verwendet werden. (nur S/MIME)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Erstellen von mit S/MIME verschlüsselten Nachrichten verwendet.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $smime_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur S/MIME)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »aes256«
Dies legt den Algorithmus fest, der für die Verschlüsselung verwendet werden soll. Folgende Werte sind verwendbar: »aes128«, »aes192«, »aes256«, »des«, »des3«, »rc2-40«, »rc2-64«, »rc2-128«. (nur S/MIME)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Entnehmen von X509-Zertifikaten aus einer PKCS7-Struktur verwendet.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $smime_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur S/MIME)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Entnehmen der E-Mail-Adresse(n) zum Speichern von X509-Zertifikaten und für Überprüfungszwecke verwendet (um zu prüfen, ob das Zertifikat für das Postfach des Absenders ausgegeben wurde).
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $smime_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur S/MIME)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird dazu verwendet, nur das X509-Signaturzertifikat zu entnehmen, so dass der Eigentümer des Zertifikats mit dem »From:«-Feld der E-Mail verglichen werden kann.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $smime_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur S/MIME)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Importieren von Zertifikaten mittels smime_keys verwendet.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $smime_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur S/MIME)
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Mutt verwendet standardmäßig PGP für alle automatisch ausgeführten Signier- und Verschlüsselungsaktionen. Um diese Vorgabe außer Kraft zu setzen und stattdessen OpenSSL zu verwenden, muss dies gesetzt werden. Jedoch ist dies beim Beantworten von Nachrichten wirkungslos, da Mutt automatisch die gleiche Anwendung wählt, die zum Signieren/Verschlüsseln der ursprünglichen Nachricht eingesetzt wurde. Beachten Sie, dass Sie diese Variable außer Kraft setzen, indem Sie $crypt_autosmime nicht setzen. (nur S/MIME)
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Da es für S/MIME keinen öffentlichen und geheimen Schlüsselbund wie für PGP gibt, muss Mutt sich selbst um die Speicherung und das Holen von Schlüsseln/Zertifikaten kümmern. Dies ist derzeit noch sehr elementar. Schlüssel und Zertifikate werden in zwei verschiedenen Verzeichnissen gespeichert, die beide nach den von OpenSSL ermittelten Hash-Werten benannt sind. Es gibt eine Index-Datei, welche die Schlüsselkennung-Paare für die Postfachadresse enthält und die manuell bearbeitet werden kann. Diese Option zeigt auf den Ort der geheimen Schlüssel. (nur S/MIME)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Entnehmen von PKCS7-Strukturen aus S/MIME-Signaturen verwendet, um das/die öffentliche(n) X509-Zertifikat(e) zu erhalten.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $smime_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur S/MIME)
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, werden mit S/MIME verschlüsselte Nachrichten auch mit dem in $smime_default_key angegebenen Zertifikat verschlüsselt. (nur S/MIME)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Falls Sie einen anderen Schlüssel zum Signieren verwenden, sollten Sie dies auf den Signierschlüssel setzen. Die meisten Benutzer werden nur $smime_default_key setzen müssen. (nur S/MIME)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Erzeugen von S/MIME-Signaturen des Typs multipart/signed verwendet, die von allen E-Mail-Clients gelesen werden können.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $smime_decrypt_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. ACHTUNG: Die Vorgabe für %c und %k ist $smime_sign_as, falls gesetzt, anderenfalls $smime_default_key. (nur S/MIME)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »sha256«
Dies legt den Algorithmus fest, der für den Nachrichten-Hash verwendet werden soll. Folgende Werte sind verwendbar: »md5«, »sha1«, »sha224«, »sha256«, »sha384«, »sha512«. (nur S/MIME)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Erzeugen von S/MIME-Signaturen des Typs application/x-pkcs7-signature verwendet, die nur von E-Mail-Clients verarbeitet werden können, welche die S/MIME-Erweiterung unterstützen.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $smime_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur S/MIME)
Typ: Zahl (Datentyp »long«)
Vorgabe: 300
Die Anzahl Sekunden, nach der eine zwischengespeicherte Passphrase abläuft, wenn sie nicht verwendet wird. (nur S/MIME)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Überprüfen von S/MIME-Signaturen des Typs multipart/signed verwendet.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $smime_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur S/MIME)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dieser Befehl wird zum Überprüfen von S/MIME-Signaturen des Typs application/x-pkcs7-mime verwendet.
Dies ist eine Formatzeichenkette, siehe den Befehl $smime_decode_command für verwendbare Sequenzen im printf(3)-Stil. (nur S/MIME)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Dies ist eine durch Doppelpunkte getrennte Liste der Authentifizierungsmethoden, die Mutt versuchen darf, um sich an einem SMTP-Server anzumelden, und zwar in der Reihenfolge, in der Mutt sie versuchen soll. Authentifizierungsmethoden können beliebige SASL-Mechanismen sein, zum Beispiel »digest-md5«, »gssapi« oder »cram-md5«. Für diese Option wird Groß-/Kleinschreibung nicht berücksichtigt. Falls diese Option nicht gesetzt ist (Vorgabe), dann wird Mutt alle verfügbaren Methoden in der Reihenfolge der sichersten bis zur unsichersten Methode versuchen.
Beispiel:
set smtp_authenticators=”digest-md5:cram-md5”
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Der auszuführende Befehl zum Erzeugen eines OAUTH-Refresh-Tokens zum Autorisieren der Verbindung zu Ihrem SMTP-Server. Dieser Befehl wird bei jedem Verbindungsversuch ausgeführt, der den Authentifizierungsmechanismus OAUTHBEARER verwendet. Siehe »oauth« für Details.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Gibt das Passwort für Ihr SMTP-Benutzerkonto an. Falls nicht gesetzt, fragt Mutt nach Ihrem Passwort, wenn Sie zum ersten Mal Nachrichten über SMTP versenden. Siehe $smtp_url für die Einrichtung von Mutt zum Senden von E-Mails über SMTP.
Warnung: Sie sollten diese Option nur verwenden, wenn Sie sich an einem hinreichend sicheren Rechner befinden, da der Superuser Ihre muttrc selbst dann lesen kann, wenn Sie der einzige sind, der die Datei lesen kann.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Definiert den SMTP-Smarthost, über den Nachrichten bei der Auslieferung geleitet werden. Dies sollte die Form einer SMTP-URL haben, zum Beispiel:
smtp[s]://[Benutzer[:Passwort]@]Rechner[:Port]
wobei »[…]« einen optionalen Teil bezeichnet. Das Setzen dieser Variable setzt den Wert der Variable $sendmail außer Kraft.
Siehe auch $write_bcc.
Typ: Sortierreihenfolge
Vorgabe: date
Gibt an, wie Nachrichten im »Index«-Menü sortiert werden sollen. Folgende Werte sind verwendbar:
‐ date oder date-sent (Datum oder Sendedatum)
‐ date-received (Empfangsdatum)
‐ from (Absender)
‐ mailbox-order (unsortiert)
‐ score (Bewertung)
‐ size (Größe)
‐ spam (unerwünschte Nachrichten)
‐ subject (Betreff)
‐ threads (Diskussionsfäden)
‐ to (Empfänger)
Optional können Sie »reverse-« voranstellen, um die Sortierreihenfolge umzukehren (Beispiel: »set sort=reverse-date-sent«.
Für Werte außer »threads« stellt dies die primäre Sortiermethode bereit. Wenn beim Sortieren zwei Nachrichten auf den gleichen Platz kommen, dann wird $sort_aux als zweites Sortierkriterium verwendet.
Wenn auf »threads« gesetzt, verknüpft Mutt Nachrichten im Index zu Diskussionsfäden. Es verwendet die Variable $sort_thread_groups zum Sortieren zwischen verschiedenen Diskussionsfäden (in der obersten Ebene) und $sort_aux zum Sortieren von Sub-Diskussionsfäden und Folgenachrichten.
Typ: Sortierreihenfolge
Vorgabe: alias
Gibt an, wie die Einträge im »Alias«-Menü sortiert werden sollen. Folgende Werte sind verwendbar:
‐ address (alphabetisch nach E-Mail-Adresse sortiert)
‐ alias (alphabetisch nach Alias-Name sortiert)
‐ unsorted (wird in der durch die .muttrc vorgegebenen Reihenfolge belassen)
Typ: Sortierreihenfolge
Vorgabe: date
Für den Modus ohne Nachrichtenverknüpfung wird hierdurch eine zweitrangige Sortierung nach Nachrichten im »Index«-Menü bereitgestellt, die angewendet wird, wenn der $sort-Wert für zwei Nachrichten gleich ist.
Bei der Sortierung nach Diskussionsfäden steuert diese Variable, wie die Verzweigungen sortiert werden. Diese Variable kann auf jeden Wert gesetzt werden, den $sort versteht, außer »threads« (in diesem Fall wird Mutt einfach »date-sent« verwenden). Sie können auch das Präfix »last-« zusätzlich zum Präfix »reverse« verwenden, aber »last-« muss nach »reverse-« kommen. Das Präfix »last-« sortiert Nachrichten nach deren Geschwistern, die den letzten Ableger haben, wobei der Rest von $sort_aux als Reihenfolge verwendet wird. Beispielsweise würde
set sort_aux=last-date-received
bedeuten, dass beim Eintreffen einer neuen Nachricht in einem Unter-Diskussionsfaden dieser Unter-Diskussionsfaden zu dem wird, der als letzter angezeigt wird.
Hinweis: Für eine umgekehrte Sortierreihenfolge der Diskussionsfäden (mit $sort auf »reversed-threads« gesetzt) wird $sort_aux wiederum umgekehrt (was nicht die richtige Funktionsweise ist, aber es wird behalten, um keine vorhandene Konfigurationseinstellung zu beeinflussen).
Typ: Sortierreihenfolge
Vorgabe: alpha
Gibt an, wie Einträge im Dateibrowser sortiert werden sollen. Per Vorgabe werden Einträge alphabetisch sortiert. Zulässige Werte sind:
‐ alpha (alphabetisch)
‐ count (Anzahl)
‐ date (Datum)
‐ size (Größe)
‐ unread (ungelesen)
‐ unsorted
Optional können Sie »reverse-« voranstellen, um die Sortierreihenfolge umzukehren (Beispiel: »set sort_browser=reverse-date«.
Typ: Sortierreihenfolge
Vorgabe: unsorted
Gibt an, wie Einträge im Postfach-Browser sortiert werden sollen. Standardmäßig sind diese unsortiert und werden in der Reihenfolge angezeigt, wie Sie im Befehl »mailboxes« aufgelistet sind. Folgende Werte sind verwendbar:
‐ alpha (alphabetisch)
‐ count (Anzahl)
‐ date (Datum)
‐ size (Größe)
‐ unread (ungelesen)
‐ unsorted
Optional können Sie »reverse-« voranstellen, um die Sortierreihenfolge umzukehren (Beispiel: »set sort_browser_mailboxes=reverse-alpha«.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Diese Variable ist nur beim Sortieren nach Diskussionsfäden nützlich, wenn $strict_threads nicht gesetzt ist. In diesem Fall ändert es die Heuristik, die Mutt verwendet, um Nachrichten in Diskussionsfäden nach Betreff zu sortieren. Wenn $sort_re gesetzt ist, hängt Mutt nur dann eine Nachricht als Kind nach Betreff an, wenn der Betreff der Kind-Nachricht mit einer Teilzeichenkette beginnt, die auf die Einstellung von $reply_regexp passt. Wenn $sort_re nicht gesetzt ist, hängt Mutt die Nachricht unabhängig davon an, sofern die Nicht-$reply_regexp-Teile beider Nachrichten identisch sind.
Typ: Sortierreihenfolge
Vorgabe: aux
Beim Sortieren nach Diskussionsfäden steuert diese Variable, wie Diskussionsfäden in Relation zu anderen Diskussionsfäden sortiert werden (in der obersten Ebene). Diese Variable kann auf jeden Wert gesetzt werden, den $sort versteht, außer »threads«. Sie können auch das Präfix »last-« zusätzlich zum Präfix »reverse« verwenden, aber »last-« muss nach »reverse-« kommen. Das Präfix »last-« sortiert Nachrichten nach deren Geschwistern, die den neuesten Ableger haben, wobei der Rest von $sort_thread_groups als Reihenfolge verwendet wird. Beispielsweise würde
Für die Abwärtskompatibilität ist »aux« die Vorgabe, was bedeutet, dass $sort_aux auch für die Sortierung der Diskussionsfäden der obersten Ebene verwendet wird. Der Wert »aux« respektiert die Präfixe »last-« oder »reverse-« nicht, es gibt die Sortierung einfach direkt an $sort_aux weiter.
Hinweis: Für eine umgekehrte Sortierreihenfolge der Diskussionsfäden (mit $sort auf »reversed-threads« gesetzt) wird $sort_aux wiederum umgekehrt (was nicht die richtige Funktionsweiseist, aber es wird behalten, um keine vorhandene Konfigurationseinstellung zu beeinflussen).
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »,«
Diese Variable steuert das Verhalten bei der Erkennung mehrerer Spam-Kopfzeilen: Falls nicht gesetzt, wird jede folgende Kopfzeile jeden zuvor gefundenen Wert für die Spam-Markierung außer Kraft setzen. Falls gesetzt, wird jeder folgende Treffer an den vorherigen angehängt, wobei der Wert dieser Variable als Trenner verwendet wird.
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Falls Ihr Spool-Postfach nicht an einem Standardort ist und Mutt es nicht finden kann, können Sie mit dieser Variable dessen Ort angeben. Mutt setzt diese Variable anfänglich auf den Wert der Umgebungsvariable $MAIL oder $MAILDIR, falls eine davon definiert ist.
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Diese Variable gibt eine Datei an, die vertrauenswürdige CA-Zertifikate enthält. Jedes Server-Zertifikat, das mit einem dieser CA-Zertifikate signiert ist, wird automatisch ebenfalls akzeptiert. (Nur GnuTLS)
Beispiel:
set ssl_ca_certificates_file=/etc/ssl/certs/ca-certificates.crt
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Die Datei, welche ein Client-Zertifikat und den zugehörigen geheimen Schlüssel enthält.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls diese Variable gesetzt ist, wird Mutt fordern, dass alle Verbindungen zu fernen Servern verschlüsselt werden müssen. Außerdem wird es versuchen, TLS auszuhandeln, und zwar selbst dann, wenn der Server diese Fähigkeit nicht anbietet. Diese Option setzt $ssl_starttls außer Kraft.
Typ: Zahl
Vorgabe: 0
Diese Variable gibt die minimal akzeptable Primzahlengröße (in Bit) für die Verwendung in jedem Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch an. Bei einem Wert von 0 wird die Vorgabe aus der GnuTLS-Bibliothek verwendet. (nur GnuTLS)
Typ: Quadoption
Vorgabe: yes
Falls gesetzt (die Vorgabe), versucht Mutt, STARTTLS auf Servern zu verwenden, die diese Fähigkeit anbieten. Wenn nicht gesetzt, wird Mutt nicht versuchen, STARTTLS zu verwenden, unabhängig von den Fähigkeiten des Servers.
Beachten Sie, dass STARTTLS Angriffen vielerlei Art ausgesetzt ist, beispielsweise einem maschinellen Einhängen in die Verbindung, um die Informationen des Servers über unterstützte Funktionen zu unterdrücken. Das Setzen von $ssl_force_tls wird empfohlen, falls Sie sich auf STARTTLS verlassen.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, wird Mutt SSLv2 bei der Kommunikation mit Servern verwenden, die es anfordern. Achtung: Seit 2011 wird SSLv2 als unsicher betrachtet und dessen Verwendung nicht empfohlen. Siehe See https://tools.ietf.org/html/rfc6176. (nur OpenSSL)
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, wird Mutt SSLv3 bei der Kommunikation mit Servern verwenden, die es anfordern. Achtung: Seit 2015 wird SSLv3 als unsicher betrachtet und dessen Verwendung nicht empfohlen. Siehe See https://tools.ietf.org/html/rfc7525.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, wird Mutt TLSv1.0 bei der Kommunikation mit Servern verwenden, die es anfordern. Achtung: Seit 2015 wird TLSv1.0 als unsicher betrachtet und dessen Verwendung nicht empfohlen. Siehe See https://tools.ietf.org/html/rfc7525.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, wird Mutt TLSv1.1 bei der Kommunikation mit Servern verwenden, die es anfordern. Achtung: Seit 2015 wird TLSv1.1 als unsicher betrachtet und dessen Verwendung nicht empfohlen. Siehe See https://tools.ietf.org/html/rfc7525.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt, wird Mutt TLSv1.2 bei der Kommunikation mit Servern verwenden, die es anfordern.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt, wird Mutt TLSv1.3 bei der Kommunikation mit Servern verwenden, die es anfordern.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls auf yes gesetzt, wird Mutt CA-Zertifikate im systemweiten Zertifikatspeicher verwenden, wenn es überprüft, ob ein Serverzertifikat von einer vertrauenswürdigen Ausgabestelle signiert ist. (nur OpenSSL)
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt (die Vorgabe), wird Mutt kein Serverzertifikat automatisch akzeptieren, das noch nicht gültig oder bereits abgelaufen ist. Sie sollten dies nur für besonders bekannte Rechner ungesetzt lassen (mittels der Funktion <account-hook>).
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Falls gesetzt (die Vorgabe), wird Mutt kein Serverzertifikat automatisch akzeptieren, dessen Rechnername nicht auf den Rechner in Ihrer Postfach-URL passt. Sie sollten dies nur für besonders bekannte Rechner ungesetzt lassen (mittels der Funktion <account-hook>).
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Definiert einen alternativen Rechnernamen, anhand dessen das Serverzertifikat geprüft werden soll. Dies sollte nicht gesetzt werden, es sei denn, Sie wissen genau, was Sie tun. Es könnte jedoch für eine Verbindung zu einem .onion-Rechner hilfreich sein, ohne einen sauber konfigurierten Rechnernamen im Zertifikat zu haben. Siehe $ssl_verify_host.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Die Vorgabe für diese Option sollte nicht geändert werden, es sei denn, Sie sind sich sicher, was Sie tun.
Das Setzen dieser Variable auf yes erlaubt die Überprüfung von Teil-Zertifizierungsketten, das heißt, einer Zertifikatskette, von der nicht die Wurzel, sondern eine mittlere Zertifizierungsstelle oder das Rechnerzertifikat als vertrauenswürdig markiert sind (in $certificate_file), ohne die Wurzel-Zertifizierungsstelle als vertrauenswürdig markiert zu haben.
(Nur OpenSSL 1.0.2b und neuer).
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Enthält eine durch Doppelpunkte getrennte Liste von Chiffren zur Verwendung mit SSL. Für OpenSSL, siehe ciphers(1) für die Syntax der Zeichenkette.
Für GnuTLS wird diese Option anstelle von »NORMAL« am Beginn der Prioritätszeichenkette verwendet. Siehe gnutls_priority_init(3) für die Syntax und weitere Details. (Achtung: Dafür ist die GnuTLS-Version 2.1.7 oder neuer erforderlich.)
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »-*%A«
Gibt die Zeichen an, die vom »%r«-Kennzeichner in $status_format verwendet werden. Das erste Zeichen wird verwendet, wenn das Postfach unverändert ist. Das zweite Zeichen wird verwendet, wenn das Postfach verändert wurde und eine Neusynchronisierung erforderlich ist. Das dritte Zeichen wird verwendet, wenn das Postfach schreibgeschützt ist oder es beim Verlassen nicht geschrieben wird (Sie können mit der Aktion <toggle-write>, die standardmäßig an »%« gebunden ist, einrichten, ob Änderungen an einem Postfach geschrieben werden oder nicht). Das vierte Zeichen wird verwendet, um zu kennzeichnen, dass das aktuelle Postfach im »attach-«-Nachrichtenmodus geöffnet wurde (bestimmte Aktionen wie Verfassen einer neuen Nachricht, Antworten, Weiterleiten usw. sind in diesem Modus nicht erlaubt).
Typ: Zeichenkette (übersetzt)
Vorgabe: »-%r-Mutt: %f [Nachr:%?M?%M/?%m%?n? Neu:%n?%?o? Alt:%o?%?d? Lösch:%d?%?F? Mark:%F?%?t? Ausgw:%t?%?p? Zurückg:%p?%?b? Eing:%b?%?B? Hinterg:%B?%?l? %l?]---(%s/%?T?%T/?%S)-%>-(%P)---«
Steuert das Format der im »Index«-Menü angezeigten Statuszeile. Die Zeichenkette ist ähnlich wie $index_format, hat aber ihre eigenen Sequenzen im printf(3)-Stil:
%b
Anzahl der Postfächer mit neuen Nachrichten *
%B
Anzahl der in den Hintergrund verschobenen Bearbeitungssitzungen *
%d
Anzahl der gelöschten Nachrichten *
%f
Vollständiger Pfadname des aktuellen Postfachs
%F
Anzahl der markierten Nachrichten *
%h
Name des lokalen Rechners
%l
Größe des aktuellen Postfachs in Byte (siehe formatstrings-size) *
%L
Größe der angezeigten Nachrichten in Byte (das heißt, die der aktuellen Begrenzung entsprechen; siehe formatstrings-size) *
%m
Anzahl der Nachrichten im Postfach *
%M
Anzahl der angezeigten Nachrichten (das heißt, die der aktuellen Begrenzung entsprechen) *
%n
Anzahl der neuen Nachrichten im Postfach *
%o
Anzahl der alten ungelesenen Nachrichten *
%p
Anzahl der zurückgestellten Nachrichten *
%P
Position im Index als Prozentsatz
%r
Anzeige oder Kennzeichen »modified/read-only/won't-write/attach-message« (verändert/schreibgeschützt/nicht schreiben/Nachricht anhängen), entsprechend $status_chars
%R
Anzahl der gelesenen Nachrichten *
%s
aktueller Sortiermodus ($sort)
%S
aktuelle Aux-Sortiermethode ($sort_aux)
%t
Anzahl der markierten Nachrichten *
%T
aktuelle Diskussionsfadengruppen-Sortiermethode ($sort_thread_groups) *
%u
Anzahl der alten ungelesenen Nachrichten *
%v
Mutt-Versionszeichenkette
%V
Muster der gegenwärtig aktiven Begrenzungen, falls es welche gibt *
%>X
Ausrichtung der restlichen Zeichenkette nach rechts und Auffüllung mit dem Zeichen »X«
%|X
Auffüllung bis zum Ende der Zeile mit dem Zeichen »X«
%*X
Weiche Auffüllung mit dem Zeichen »X« als Füllzeichen
Eine Erklärung für die »weiche Auffüllung« finden Sie in der Dokumentation zu $index_format.
* = kann optional ausgegeben werden, falls verschieden von 0
Einige der vorstehend genannten Sequenzen können dazu verwendet werden, optional eine Zeichenkette auszugeben, falls der Wert der Sequenz verschieden von 0 ist. So könnte es zum Beispiel sein, dass Sie nur die Anzahl der markierten Nachrichten sehen wollen, sofern solche existieren. Um optional eine Zeichenkette basierend auf einer der vorstehend genannten Sequenzen auszugeben, verwenden Sie folgendes Konstrukt:
%?<Sequenzzeichen>?<optionale_Zeichenkette>?
wobei das Sequenzzeichen ein Zeichen aus der obigen Tabelle und die optionale_Zeichenkette diejenige ist, die Sie ausgegeben haben wollen, falls das Sequenzzeichen nicht 0 ist. Die optionale_Zeichenkette darf sowohl andere Sequenzen als auch normalen Text enthalten, aber Sie dürfen keine optionalen Zeichenketten ineinander verschachteln.
Das folgende Beispiel zeigt, wie Sie optional die Anzahl der neuen Nachrichten im Postfach ausgeben lassen:
%?n?%n neue Nachrichten.?
Sie können auch mit der folgenden Konstruktion zwischen zwei Zeichenketten wechseln:
%?<Sequenzzeichen>?<if_Zeichenkette>&<else_Zeichenkette>?
Falls der Wert der Sequenzzeichenkette nicht 0 ist, wird die if_Zeichenkette expandiert, anderenfalls die else_Zeichenkette.
Sie können erzwingen, dass das Ergebnis jeder Sequenz im printf(3)-Stil in Kleinschreibung ausgegeben wird, indem Sie dem Sequenzzeichen einen Unterstrich (»_«) voranstellen. Wenn Sie beispielsweise den lokalen Rechnernamen in Kleinschreibung haben wollen, verwenden Sie »%_h«.
Wenn Sie dem Sequenzzeichen einen Doppelpunkt (»:«) voranstellen, ersetzt Mutt alle Punkte in der Expansion durch Unterstriche. Dies kann bei IMAP-Postfächern hilfreich sein, die Punkte in Postfachnamen nicht akzeptieren.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Durch Setzen dieser Variable wird die »Statusleiste« in der ersten Bildschirmzeile statt am unteren Rand angezeigt. Falls $help ebenfalls gesetzt ist, wird die Hilfe am unteren Rand angezeigt.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Falls gesetzt, werden beim Knüpfen von Diskussionsfäden nur die Kopfzeilen »In-Reply-To« und »References:« berücksichtigt, wenn Sie anhand von $sort nach Diskussionsfäden sortieren. Standardmäßig werden Nachrichten mit der gleichen Betreffzeile in »Pseudo-Diskussionsfäden« gruppiert. Das könnte nicht immer erwünscht sein, wie beispielsweise in einem persönlichen Postfach, in dem sich inhaltlich nicht zusammenhängende Nachrichten mit Betreffzeilen wie »hallo« befinden, die dann gruppiert werden würden. Siehe auch $sort_re für eine weniger drastische Möglichkeit, dieses Verhalten zu beeinflussen.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn nicht gesetzt, stoppt Mutt nicht, wenn der Benutzer die Suspendier-Taste des Terminals drückt, üblicherweise »^Z«. Dies ist nützlich, wenn Sie Mutt in einem xterm(1) mit einem Befehl wie »xterm -e mutt« ausführen.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, erzeugt Mutt »format=flowed«-Textkörper mit dem Inhaltstyp »text/plain; format=flowed«. Dieses Format ist für manche E-Mail-Software leichter handhabbar und sieht generell wie normaler Text aus. Um die Funktionen dieses Formats verwenden zu können, muss Ihr Editor es unterstützen.
Diese Option steuert nur neu verfasste Nachrichten. Zurückgestellte und erneut gesendete Nachrichten sowie Nachrichtenentwürfe (über -H in der Befehlszeile) werden den »Content-type« der Quellnachricht verwenden.
Beachten Sie, dass $indent_string ignoriert wird, wenn diese Option gesetzt ist.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Beeinflusst die im Abschnitt »MUSTER« beschriebenen Suchoperationen ~b, ~B und ~h. Falls gesetzt, werden die Kopfzeilen und Textkörper/Anhänge zu durchsuchender Nachrichten vor dem Suchen dekodiert. Falls nicht gesetzt, werden die Nachrichten so durchsucht, wie sie im Postfach erscheinen.
Benutzer, die Anhänge durchsuchen oder nach Nicht-ASCII-Zeichen suchen, sollten diesen Wert setzen, da die Dekodierung auch MIME-Auswertung/-Dekodierung und mögliche Zeichensatzumwandlungen einbezieht. Anderenfalls wendet Mutt dies auf die rohe empfangene Nachricht an (zum Beispiel »quoted-printable«-kodiert oder mit kodierten Kopfzeilen), was zu ungenauen Suchergebnissen führen könnte.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, verwendet Mutt beim Verknüpfen von Nachrichten in Diskussionsfäden nach Betreff das Empfangsdatum anstatt des Sendedatums.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, füllt das interne Textanzeigeprogramm die Leerzeilen am unteren Bildschirmrand mit einer Tilde (»~«) auf.
Typ: Zahl
Vorgabe: 0
Zusammen mit $read_inc, $write_inc und $net_inc steuert diese Variable, wie oft Fortschrittsanzeigen aktualisiert werden. Aktualisierungen der Fortschrittanzeigen mit weniger als $time_inc Millisekunden werden unterdrückt. Dies kann den Durchsatz auf Systemen mit langsamen Terminals verbessern, oder wenn Mutt auf einem fernen System läuft.
Siehe auch den Abschnitt »tuning« des Handbuchs für Überlegungen zur Performance.
Typ: Zahl
Vorgabe: 600
Wenn Mutt auf Benutzereingaben wartet, beispielsweise während der Navigation in Menüs oder in einer Eingabeaufforderung, wird Mutt blockiert, bis die Eingabe da ist. Abhängig vom Kontext kann dies bestimmte Abläufe behindern, wie das Prüfen auf neue Nachrichten oder das Aufrechterhalten einer bestehenden IMAP-Verbindung.
Diese Variable steuert, wie viele Sekunden Mutt maximal auf Eingaben warten wird, diese Vorgänge ausführt und wiederum auf Eingaben wartet.
Ein Wert von 0 veranlasst Mutt, niemals eine Zeitüberschreitung auszulösen.
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Mit dieser Variable können Sie angeben, wo Mutt seine temporären Dateien speichert, die zum Anzeigen und Verfassen von Nachrichten notwendig sind. Falls diese Variable nicht gesetzt ist, wird die Umgebungsvariable $TMPDIR verwendet. Falls $TMPDIR nicht gesetzt ist, wird /tmp verwendet.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: » +TCFL«
Gibt das Zeichen an, das zum Kennzeichnen von Nachrichten verwendet wird, die an Sie adressiert sind. Das erste Zeichen ist das, was verwendet wird, wenn die Nachricht nicht an Sie adressiert ist. Das zweite wird verwendet, wenn Sie der einzige Empfänger der Nachricht sind. Das dritte Zeichen wird verwendet, wenn Ihre Adresse in der »To:«-Kopfzeile erscheint, aber Sie nicht der einzige Empfänger der Nachricht sind. Das vierte Zeichen wird verwendet, wenn Ihre Adresse in der »Cc:«-Kopfzeile angegeben ist, aber Sie nicht der einzige Empfänger sind. Das fünfte Zeichen kennzeichnet Nachrichten, die von Ihnen gesendet wurden. Das sechste Zeichen kennzeichnet Nachrichten, die an eine Mailingliste gesendet wurden, die Sie abonniert haben.
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Falls gesetzt, gibt diese Variable den Pfad zum Papierkorb-Postfach an, in das die zum Löschen markierten Nachrichten verschoben werden, anstatt sie unwiederbringlich zu löschen.
ACHTUNG: Wenn Sie eine Nachricht im Papierkorb löschen, wird diese wirklich gelöscht, so dass Sie dadurch die Möglichkeit haben, den Papierkorb zu leeren.
Typ: Zeichenkette (übersetzt)
Vorgabe: “M%?n?AIL&ail?”
Steuert das Format des Symbolnamens, sofern »$ts_enabled« gesetzt ist. Die Formatierung dieser Zeichenkette ist identisch zu der in »$status_format«.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Steuert, ob Mutt versucht, die Terminal-Statuszeile und den Symbolnamen zu setzen. Die meisten Terminalemulatoren emulieren die Statuszeile im Fenstertitel.
Typ: Zeichenkette (übersetzt)
Vorgabe: “Mutt mit %?m?%m Nachrichten&keine Nachrichten?%?n? [%n NEUE]?”
Steuert das Format der Terminal-Statuszeile (oder des Fenstertitels), vorausgesetzt, dass »$ts_enabled« gesetzt wurde. Die Formatierung dieser Zeichenkette ist die gleiche wie in »$status_format«.
Typ: Zeichenkette
Vorgabe: »«
Wenn Sie diese Variable setzen, öffnet Mutt eine Pipe zu einem Befehl anstelle eines rohen Sockets. Sie können dies verwenden, um vorauthentifizierte Verbindungen zu Ihrem IMAP/POP3/SMTP-Server einzurichten. Beispiel:
set tunnel=”ssh -q example.com /usr/local/libexec/imapd”
Hinweis: Damit dieses Beispiel funktioniert, müssen Sie in der Lage sein, sich ohne Passworteingabe am fernen Rechner anzumelden.
Wenn gesetzt, verwendet Mutt den Tunnel für alle fernen Verbindungen. Siehe »account-hook« im Handbuch für die Nutzung verschiedener Tunnelbefehle für dieselbe Verbindung.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, nimmt Mutt an, dass STARTTLS für die $tunnel-Verbindung nicht aktiviert werden muss. Es erlaubt auch die Verarbeitung von IMAP-PREAUTH-Serverantworten innerhalb eines Tunnels. Dies trifft zu, falls $tunnel SSH verwendet oder den Server lokal direkt aufruft.
Wenn nicht gesetzt, handelt Mutt STARTTLS entsprechend den Variablen $ssl_starttls und $ssl_force_tls aus. Falls $ssl_force_tls gesetzt ist, bricht Mutt den Verbindungsaufbau ab, falls ein IMAP-Server mit PREAUTH antwortet. Diese Einstellung ist sinnvoll, wenn $tunnel keine Sicherheit bietet und von Angreifern manipuliert werden könnte.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, springt Mutt zur nächsten ungelesenen Nachricht (sofern es eine solche gibt), wenn der aktuelle Diskussionsfaden nicht eingeklappt ist.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, klappt Mutt automatisch jeden eingeklappten Diskussionsfaden aus, der eine neue Nachricht empfangen hat. Wenn nicht gesetzt, werden eingeklappte Diskussionsfäden nicht ausgeklappt. Die Existenz neuer Nachrichten beeinflusst jedoch weiterhin die Indexsortierung.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Warnung: Setzen Sie diese Variable nur, wenn Sie eine Version von Sendmail verwenden, die den Schalter -B8BITMIME unterstützt (wie Sendmail 8.8.x), sonst werden Sie nicht in der Lage sein, Nachrichten zu versenden.
Wenn gesetzt, ruft Mutt $sendmail beim Senden von 8-bit-Nachrichten mit dem Schalter -B8BITMIME auf, um ESMTP-Aushandlung zu aktivieren.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, ergänzt Mutt alle lokalen Adressen (diejenigen ohne den »@Rechner«-Teil) um den Wert von $hostname. Falls nicht gesetzt, werden keine Adressen ergänzt.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, setzt Mutt den envelope-Absender der Nachricht. Falls $envelope_from_address gesetzt ist, wird er als Absenderadresse verwendet. Falls nicht gesetzt, versucht Mutt, den Absender aus der »From:«-Kopfzeile abzuleiten.
Beachten Sie, dass diese Information an den Befehl sendmail mit dem Befehlszeilenschalter -f übergeben wird. Daher ist das Setzen dieser Option nicht sinnvoll, wenn die Variable $sendmail bereits -f enthält oder das Programm, auf das $sendmail zeigt, den Schalter -f nicht unterstützt.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, erzeugt Mutt das »From:«-Feld beim Senden von Nachrichten. Falls nicht gesetzt, wird kein »From:«-Feld erzeugt, außer wenn der Benutzer dieses explizit mit dem Befehl »my_hdr« setzt.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, sucht Mutt nach IPv6-Adressen der Rechner, die es zu kontaktieren versucht. Falls diese Option nicht gesetzt ist, beschränkt Mutt sich selbst auf IPv4-Adressen. Normalerweise sollte die Vorgabe funktionieren.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Wenn gesetzt, fügt Mutt eine »User-Agent:«-Kopfzeile zu ausgehenden Nachrichten hinzu, wodurch die Mutt-Version angezeigt wird, die beim Verfassen verwendet wurde.
Typ: Pfad
Vorgabe: »«
Gibt den aufzurufenden visuellen Editor an, wenn der Befehl »~v« im eingebauten Editor angegeben wird.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Steuert, ob Mutt Sie bitten wird, eine Taste zu drücken, nachdem ein externer Befehl von den folgenden Konfigurationsanweisungen aufgerufen wurde: <shell-escape>, <pipe-message>, <pipe-entry>, <print-message> und <print-entry>.
Sie wird auch beim Anzeigen von Anhängen mit »auto_view« verwendet, vorausgesetzt dass der entsprechenden Mailcap-Eintrag eine needsterminal-Markierung hat und das externe Programm interaktiv ist.
Wenn gesetzt, wird Mutt jedes Mal nach einem Schlüssel fragen. Wenn nicht gesetzt, wartet Mutt nur auf einen Schlüssel, falls der externe Befehl einen Status verschieden von 0 zurückliefert.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Wenn gesetzt, wird Mutt beim Anzeigen, Weiterleiten oder Beantworten von Nachrichten nur die wichtigen Kopfzeilen berücksichtigen.
Siehe auch $copy_decode_weed, $pipe_decode_weed, $print_decode_weed.
Typ: Zahl
Vorgabe: 0
Wenn auf einen positiven Wert gesetzt, bricht Mutt Text an der durch $wrap angegebenen Anzahl Zeichen um. Wenn auf einen negativen Wert gesetzt, bricht Mutt Text so um, dass an der rechten Seite des Terminals die durch $wrap angegebene Anzahl Leerzeichen bleibt. Wenn auf 0 gesetzt, bricht Mutt den Text an der Breite des Terminals um.
Siehe auch $reflow_wrap.
Typ: Zahl
Vorgabe: 78
Diese Option gibt die Anzahl der Zeichen an, bei denen die Kopfzeilen ausgehender Nachrichten umgebrochen werden sollen. Zulässige Werte sind von 78 bis 998.
Hinweis: Diese Option sollte üblicherweise nicht geändert werden. RFC 5233 empfiehlt eine Zeilenlänge von 78 Zeichen (Vorgabe), daher ändern Sie diese Einstellung bitte nur, wenn Sie wissen, was Sie tun.
Typ: boolesch
Vorgabe: yes
Steuert, ob Suchvorgänge beim Erreichen des Endes am Anfang fortgesetzt werden sollen.
Wenn gesetzt, werden Suchvorgänge beim Erreichen des ersten (oder letzten) Eintrags am anderen Ende fortgesetzt. Wenn nicht gesetzt, werden inkrementelle Suchvorgänge nicht am anderen Ende fortgesetzt.
Typ: Zahl
Vorgabe: 0
(VERALTET) Gleichbedeutend mit dem Setzen von $wrap auf einen negativen Wert.
Typ: boolesch
Vorgabe: no
Steuert, ob Mutt die »Bcc:«-Kopfzeile beim Vorbereiten von Nachrichten zum Senden schreibt. Einige MTAs, wie beispielsweise Exim oder Courier, entfernen die »Bcc:«-Kopfzeile nicht, daher ist es zu empfehlen, dies nicht gesetzt zu belassen, außer wenn Sie einen speziellen Bedarf haben, dass diese Kopfzeile in der gesendeten Nachricht verbleibt.
Falls Mutt so eingerichtet ist, dass es direkt über SMTP ausliefert (siehe $smtp_url), ist diese Option unwirksam: Mutt schreibt in diesem Fall niemals die »Bcc:«-Kopfzeile.
Beachten Sie, dass sich diese Option nur auf das Senden von Nachrichten auswirkt. Mittels »Fcc:« abgelegte Kopien einer Nachricht werden immer die »Bcc:«-Kopfzeile enthalten, falls eine solche existiert.
Typ: Zahl
Vorgabe: 10
Beim Schreiben eines Postfachs wird immer nach $write_inc Nachrichten eine Meldung ausgegeben, um den Fortschritt anzuzeigen. Falls auf 0 gesetzt, wird nur einmalig vor dem Schreiben eines Postfachs eine Meldung ausgegeben.
Siehe auch die Variablen $read_inc, $net_inc und $time_inc und den Abschnitt »tuning« des Handbuchs für Überlegungen zur Performance.

iconv(1), iconv(3), mailcap(5), maildir(5), mbox(5), mutt(1), printf(3), regex(7), strftime(3)

Das Mutt-Handbuch (englisch)

Die Projektseite von Mutt: http://www.mutt.org/

Michael Elkins und andere. Kontaktieren Sie die Mutt-Entwickler (auf Englisch) unter mutt-dev@mutt.org.

ÜBERSETZUNG

Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Mario Blättermann <mario.blaettermann@gmail.com> erstellt.

Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General Public License Version 3 oder neuer bezüglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG übernommen.

Wenn Sie Fehler in der Übersetzung dieser Handbuchseite finden, schicken Sie bitte eine E-Mail an die Mailingliste der Übersetzer.

Januar 2019 Unix