HOSTNAME(5) Rechnername HOSTNAME(5)

hostname - Lokale Rechnernamenkonfigurationsdatei

/etc/hostname

Die Datei /etc/hostname konfiguriert den Namen des lokalen Systems. Sofern dies nicht, wie im nächsten Abschnitt beschrieben, außer Kraft gesetzt wurde, wird systemd(1) diesen Rechnernamen während des Systemstarts mit dem Systemaufruf sethostname(2) setzen.

Die Datei sollte eine einzelne, durch einen Zeilenumbruch beendete Rechnernamenzeichenkette enthalten. Kommentare (Zeilen, die mit »#« anfangen), werden ignoriert. Der Rechnername sollte aus bis zu 64, alphanumerischen 7-Bit-ASCII-Zeichen (in Kleinschreibung) oder Bindestrichen aufgebaut sein und einen gültigen DNS-Domain-Namen ergeben. Es wird empfohlen, dass dieser Name freistehend ist, d.h. keine Punkte enthält. Durch Herausfiltern ungültiger Zeichen wird versucht, den Namen gültig zu bekommen, aber aus offensichtlichen Gründen wird empfohlen, einen gültigen Namen zu verwenden und sich nicht auf diese Filterung zu verlassen.

Zur Laufzeit können Sie den Wert dieser Datei auf der Befehlszeile mit Hilfe von hostnamectl(1) verändern. Mit systemd-firstboot(1) können Sie sie zur Initialisierung auf eingehängten (aber nicht gestarteten) Systemabbilder anwenden.

systemd(1) und die zugehörigen Werkzeuge werden den Rechnernamen auf die folgende Art erhalten:
•Falls der Kernel-Befehlszeilenparameter systemd.hostname= einen gültigen Rechnernamen festlegt, wird systemd(1) diesen verwenden, um den Rechnernamen während der frühen Systemstartphase zu setzen, siehe kernel-command-line(7),
•Andernfalls wird der »statische«, wie oben beschrieben in /etc/hostname festgelegte Rechnername verwandt.
•Andernfalls wird zur Laufzeit ein flüchtiger Rechnername gesetzt, beispielsweise basierend auf Informationen in einer DHCP-Lease, siehe systemd-hostnamed.service(8). Sowohl NetworkManager[1] als auch systemd-networkd.service(8) erlauben dies. Beachten Sie, dass systemd-hostnamed.service(8) dem statischen Rechnernamen eine höhere Priorität gibt, so dass der flüchtige Rechnername nur verwandt wird, falls der statische Rechnername nicht konfiguriert ist.
•Andernfalls wird ein zum Kompilierungszeitpunkt konfigurierter Rückfall-Rechnername (»archlinux«) verwandt.

Effektiv hat der statische Rechnername eine höhere Priorität als der flüchtige Rechnername, der eine höhere Priorität als der Rückfall-Rechnername hat. Flüchtige Rechnernamen sind äquivalent, durch Setzen eines neuen flüchtigen Rechnernamens wird der vorherige vergessen. Der auf der Kernelbefehlszeile festgelegte Rechnername ist wie ein flüchtiger Rechnername, mit der Ausnahme, dass er eine höhere Priorität beim Systemstart der Maschine hat. Beachten Sie, dass dies die von den Systemd-Werkzeugen implementierte Semantik ist, aber andere Programme auch den Rechnernamen setzen könnten.

Das einfache Konfigurationsdateiformat von /etc/hostname stammt von Debian GNU/Linux.

systemd(1), sethostname(2), hostname(1), hostname(7), machine-id(5), machine-info(5), hostnamectl(1), systemd-hostnamed.service(8), systemd-firstboot(1)

1.
NetworkManager

Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Helge Kreutzmann <debian@helgefjell.de> erstellt.

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